Uummer 23
Donnersidg, 4. Febenar 19013
Der Weltkrieg.
Lette Telegramme bis nachmittage 3 Uhr.
Die firiegelage.
4000 Nassen gefanger,
6 Marchivengewehre erbentet.
Große: Hauptquartier, den
3. Feltuar, vormitlags. Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplag.
Fran bisee e Angriffe gegen uniere Slellungen
lei Perihes wurpden algewiesen. Auf der übrige
Kont jinden nur Artllericlämpfe flalt.
Oesllicher Kriegsschauplatz.
A# oupreußisden Grensc nich:
In Polen nördlich der Michsel haden Kaval--lerietd'r#se
mit dem
geendel.
der Neues.
Furüähweicken dor Russen
der We#ie. führten une. : Angrisse
Boinwe u
önlich Croderung de Orles Oumin.
Um Woin Sydlowiecka wird noch getämooft.
dein :. Fenar wurden Uer 00
Geinunene gellacht und seche Mai##inengewehre
elt 2ulel.
r geilen unserr Sliellun-.
ge un der #ira aurden abgewieĩen.
Oberite Heeresleitung.
Liellnecht.
Wwerlin, getr. Die solalbemokratische
Re e eirantan sarte folgenden Ber Iluß
Di: iilon Veräriein den von vi ichined : Urv
gaangenen dsplinh#n: da arftse und
eleno die don werlnel im Auslande ver-Ureitelen
ir#fünreien Nuchrichten uber oie
Vorgange innerlalt der Parlei. Oa der Fral
dicn le.##e Dand#ube 11 eilergerende Maßnemen
, o muß sie die endgullige Cut--
.
...·!
’..»1.’.
jckcmuxig.1.-:;i.cu«»ss«partkaunhumsuls
len. 9)
as Friedenogebet des Papsies.
nrn. 3. Febr. Das Frie densgelet. das
nech Anordnung des Papstes nadi b#en Sonntag
in ailen ramolicken Kirchen gedei
den soll, scheimi nicht nach dem Gofüm
stan:ölischen Regierung zu sein. Mach einer hier
vorli egenden Meldung wurde der Tert des
Gebets in Frantteich lonfis #e#ct.#(3.)
Ein Vorscklag des Purstes.
« Tit-mIzu-.-TrhapskuuputYM
*5 lag gem:: At. die Jivilgejangenen auszutau
Wen und zw ar Frauen, Kinder se#rie Männer
über 55 Jahre. Die Mächte, welche dem Vorschlag
eine günstige Antwort gegeben haben,
sind Deutschiano, Oesterreich-Ungarn und Eng.
land. (.3.)
Die englischen Truppentranusporte.
Brüssel, Z. Fe#r. Nach Nachrichten aus
Le Havre begann die englische Truppenausschiffung
am 15. Jannar und dauert unnnterbro
chen fort. Die bisherigen Angaken von Hun
derttaufenden sind itertriche n, da taglich drei
bis viertauĩe:ib landen. Die englit schen Krans
portichifse kommen alle vn Portomouth. (.)
Englische Gespen sier.
Roeam, Z. Febr. Der Londoner Korreipon
dent der „Triduna“ meldet, daß die englischen
Behörden' nach einem iricchen Grundresiger sorschen,
der an ver irischen Küfste den beulichen
Tauchboolen ein Verite gewmährt haren #oll.
Die russische Reservi steneinziehung.
Kopenhagen, 3. Fel#r. „Rußlolc Slevo“
in Peterosburg berichtet aus Tula: Die ichwin
deihafte Befreiung rom Mililärdiemm drokd
den 11.: (jang dee Panamaslundals azunchmen
Eine große Anrahl Personen besserer Kreite,
darunter Fabritanten, Stanierdie, Hausbeii
zer usm., mie die Hauptschuldigen aus der mili
tärischem Einziehungskommission wurden verbaf
tet. Cs werden läglich neue Verbreihen en:
decki. Enorme Besiechungen spielen dalei die
Hauptrolle. (J.)
Der Rückzug der Russen.
Wien, 3. Febr. Die Folgen de#uruck
mersen ber Ruisen in den österreichische= id
pathen zeigen sich bereils an der we eiigalizi—
schen Front. Noch mehr als dar basfive Ver
dellen der Russen bei Prz zemnsl zeigen dies
die Veröfsentli chungen der mussiien Prse, die
die Bevöllerung in Dölerem Auftrage auf die
Räumung gioßer Teite Galiziens ortberitet.
den
Die Flunzt der Rulsen aus
Karpathen.
Budape st, J. Febr. Die regellose Flucht
der Russen aus den KNarpathen in durch den
über meterhoch liegenden Schnee erschmert. Vei
Wn lom verloren die Russen zwei Kanonen und
mehrere hundert Gesangene und Tole. (.).)
Die r’ii in der Bulowina.
Budapest, Z. Febr. Nach Meldungen aus
der Bulon# ina scheint die Retablierung der dort
geschlagenen russischen Stre: uträfte voilogen zu
cein. Vereits ersoltzen uieder Zusammenntotr
mischen den Vorposten. Dabei haden die Rurjen
neuerlich empfindliche Verlunn erlitten, so
daß sie ihre Aufgade, für ihre Truppen neus
Ctappen zu sichern, nicht zu erfüllen vermoch
len. ( *
Die Neutralität Portugals.
Mailand, 3. Febr. Aus Lisabon wird
gemeldet: Ministerpräsident Castro erllärte im
Senatsausschuß, die Regierung werde für die
Aufrechterhaltung der Neutralität Portugals
eintreten. (J.)
Verguligungsanzeiger.
Lichtspiele Helios. UHotel Deutscher
Kaiser.) Morgen, am sog. Schlengl. Pfinster,
gelangt ein großes Kriegsprogramnm -ur Vorführung.
Außer den neuesten altuellen Aufnahmen
rom Kriegsschauplan u#rd das große
Kriegsb ld „Durch Pulverdampf und Kugelregen“
in 3 Allen vorgeführ. Herrliche Neleunummern
jind dem Programm beigegeben.
Die Vorführungen beginnen vormittags 10 Uhr
und danern ununterbrochen bis nachts 11 Uhr.
Zutritt ist jederreit.
Sücherschen
„Ueber Land und Meer.“
der große und wertvolle Inhalt
der wöchentlich erscheinenden Heste dieser Zeitschritl
mucht sie dem Leser lieh und mit der Zeit
io leuer, daß er sie nicht mehr gern entbehrtes
ind namentlich auch die Ueberraschungen
an Kunstgaben und llterarischen Schönheiten,
die das gewohnte Bild ab und zu einmal unterbrechen.
Ve unsr liegen die Nummmern 13 bie
in deo lausenden Jahrgangs. da findet sich
um Beüpi el ein Beitrag Arthur Grimms:
. meiner Kriegszeit“, der eine Reihe Ori
Ainai: Weienungen aur dem Feld bringt, alle in
einer besonderr vornehmen Art und für die
Wiriung vorteilhaften Technik wiedergegeven.
(bleid Uerrorragend ist ein großes Gemälde
Nobert —. Gleichs ausgejührt, das einen nacht:
lichen Iusanteriesturm der Deulichen auf ein
flandrischkes Dorf darstelll. Dielen Galen schließt
sich die Fulle ’der übrigen Darliicungen an,
wie man fie von „Ueber Unnd und Meer“ erwarten
darf. Wir lonnien dlese bei der Deutschen
Verlags Ann#alt in Siuttgart erscheinende
Zeilschrift mehrmals schon loben; sie sieht heute
auf derielben Sliuse wie stets.
Felbpofbuleie und Jelduosllatlen.
Der Schützengrabe
Auch im Zch: inengraben geht Frhre nscheraerne
ber Humor nicht aus. Ein Beweis dafür ist
nachstehender Feldpostbrief, den der Bruder ei-#nes
unserer tapferen Feldgrauen aus der Gegend
von NRosenheim erhalten hat:
„Da der Krieg hoffentlich bald seinem Ende
ugeht, finde ich Veraulassung, Dich um eine
Cesälligleit zu bitien. Wie ich Dir schon öfters
ge Vrieben hare, bin ich meistenteiln im Schützenvn
aten und babe mich an ihn und jeine Bequemleiten
so gewöhnk, daß ich sie nach meiner
—5 aur dem Felde nur schwer missen
lönnte. Damit mir der rasche Mohnungs= und
Lemperaturwechiel nicht allzusehr schadel, habe
ich hiich entschlossen, zu Hause orerst auch in
einem Schützengraben Quartier zu nehmen. Be-
Nicht allein
eines jeden
auftrage daher unseren Hausknecht Hans, den
alten Pionier, er soll im rückwärtigen Teil
unseres Gartens einen Schützengraben mit den
vorschriftsmäßigen Ausmaßen ausheben. Die
Ausslattung besorge ich dann selbst.“ (3.)
Aus dem Beilisamssblalle.
Belreff: Die Berellung von Bachwa
Nach § 11 der NMichstangler-Betanntmachung
vom 5. Januar 1915 über die Bereilung von
Backware“ Rl. S. 8 —- ist die Verwendung
von backfähigem Mehl als Streumehl zur
Isolierung des Teiges in Bäckereien und Konditoreien,
auch wenn diese nur einen Nebenbetrieb
darstellen, verboten; das Verbot gilt nach
§ 12, auch, wenn der Teig von einem anderen
als dem Herfteller ausgebacken wird, sowie,
wenn Backware von Konsumentenvereinigungen
für ihre Mitglieder bereitet wird.
it Rücksicht hierauf werden hiemit § 44
Abs. I der oberpolizeilichen Vorschristen vom
14. April 1908 (Kreisamtsblatt Seite 60) sowie
§ 69 Absasz II der ortspolizeilichen Vorschriften
der Stadt München vom 5. Olt. 1906,
wonach ais Streumehl nur gutes, reines Mehl
verwendet werden darf, außer Wirksamkeit
gesetzt.
Belreff: Lorkehrungen gegen übertragbare Krankeiten.
Es ist notwendig, daß in Privallranlenanflalten,
die geriaß Vereinbarung mil den Sanilätsbehörden
des Herres zum Teil zur Unlerbringung
verwundeter Soldaten dienen, zumteil
aber noch von Zivilärzten mit Privatkranken
belegt werden, auch die zuständigen Zivilbenörden
auf das ctwaige Vorkommen von übertragbaren
Krantheiten ein besonders wachsames
Auge richten und daß mit übertragbaren
Kranlheiten behafiete Kranke aus solchen Antalten
alsbald in Senuchenlazarette oder ge
eignete öfsentliche Krankenhäuser übergeführt
oder wenn dies aus besonderen Gründen nicht
angangig ilt, auf sonstige wirlsame Weise abgesondert
werden.
Ferner ist dahin zu wirken, daß Aerzte und
Pflegepersonen, die in Lazaretten, Gefangenen.
lagern oder ähnlichen Unterkunftsstätten mit
Cholerakranken oder Choleraverdächtigen zu tun
haben oder mit solchen Personen daselbst bald
in Berührung kommen werden, sich auche
einer Schutzimpfung gegen Cholera unter
tellen.
Die Gemeindebehörden haben erforderlichen
Falles die Behörden der Eisenbahnverwaltung
dei der Beschafiung guten Trinlwassers für
alshest zu unterstützen. (ogl. Entschließung
des K. Staataministerium- für Verkehreangelegenbeile
on 19. . Vayer. Staatszeitung
Ar. . .)
Im übrigen wird miederholt auf die Belanntmachungen
Nr. 38170 vom 23. Oktober
1914 und Nr. 9372 vom 5. Dez. 1914
Amtsblatt Seite 542 und 622 zur genauesten
Beachtung hingewiesen.
5 —
Rosenheim.
gechrie Gesamimitglledschai:
telligung kameradschaftüch eing laden wlrd.
Glelchzeltig findet die Verleihunz von Ehrenzelchen für
25jährige, treue Miulgliedschalt statc.
Tagesordnung:
—
t
e sscheidenden Muglieder.
mittlieder
Wdünsche und Anträge.
—
Die Vorstandschaft: Franz Gross, 1. Vorstand.
Singes-Wannholdersaft
(beste Bl. ureinigungs=Allgemen
beD Sanm in 1279 *
bende We kung be. Wossersuchi, Blasen ·
le: den, Gicht u. *?# mu lem16, bel
Pieren- u Leberleiden. Astdma, Kalarr
hen. oHunen, V. rich leimuna,
morrholden u. Zuckterkra. Theil.
dettrolten in seiner Pirkund. Jeden
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Cect ia Oberbuber. Laslerbrate. "
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Frisch gewässerten
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J. Nromenhanser, D#eit ltze
Noesenlölme Insairasee 16. Abroblungsgescha##.
hon 119.
icse unn s.en
Sonntag, den 7. Februar 19151/.
nact mitiags ½4 Uhr
ordenil. General Versammlung
im Vereinslokale (S8RACU AM ANGER), wozu die tehr
zu möglichst zahlrelcher Be-Erstatlung
des Jahres- und der Rechentchsl#sberleh:8.
k Wahl der Vorstndschalt und der aus dem Aueschuss
Ergänzungswahl für die Iim Pelde stchenden Ausschuss-3
Hübne'höl-, eic, altsa und sranko!
50 e rí tes 5%
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A. Chrift. Vrab#gestechtefabrit
Memmingen Al. 25, (Boyein“.
Staatz-Beamte und.
Private
in desicheler Stellung erhallen
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Schrittll. Anbragen unter „G. 1½29“
an die Gr.iedutlon.
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Metzgerei
am blesigen Tlatze an tüchitigen Meuger
zu verachien. Läh. Err. 1579
Branner Pelz
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## wird gebeien. 1760
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Wohnung
3 Zimmer, Küche, soferl oder 1. März
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mil 3 Zimmern, Küche Ers#
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VDeisandihaus (tehn
¶ Tdebd
mur
mit Lagerräumen, Hallen und Hof, eigene Einfahrt Stallung ete.
im ganzen oder geleilt sofort oder später zu vermieten.
Königssleaße 7, dolel „Deutsches haus“.
— —
Mosik- Beteriicht
ür Zither, Gitarre (Lause) und
Steecibmelodlon. Nur Elmielnunierricht
Ermyoßlate Preile. Erfoig licher.
Theodor Keämer
dor. Musislehrer, Münchmerstraße.
—————————— —
1474
Kriegsministeri
Kriees. obstef Abteit *
r. M. I8311. 15. KRA
Bestandsmeldung und Beschlagnahme.
Nachstehende Verfügung wird hiermit zur allgemeiten
Kenntnis gebracht mit dem Bemerten,
daß jede Uebertrelung (worunter auch verspätete
oder unvollständige Meldung fällt), sowie jedes
Anreizen zur Uebertretung der erlassenen Vorschrift,
soweit nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen
höhere Strasen verwirlt sind, nach 8 9
Ziff. „b“ des „Gesehzes über den Belagerungszustand
vom 4. Juni 1851“ (oder Artikel 4,
Zisser 2 des „Bayerischen Gesetzes über den
Kriegszustand vom 5. November 1912“) mit
Gesängnis bis m einem Jahre bestraft wird.
vVon der verfügung betroffene Gegen--
stände.
§ 1. a) Meldepflichtig und beschlagnahmt
sind vom festgesetzten Meldetag ab bis auf
weiteres sämtliche Vorräte der nachstehend aufge
uhrten Klassen in festem und flüssigem Zustand
(einerlei ob Vorräte einer, mehrerer, pder
sinnii Klassen vorhanden sino), mit Ausnahme
der in 85 aufgeführten Bestände.
Klasse 1. Kupfer: unverarbeitet, ralfiniertes
und unraffiniertes Rohkupser jeder Art,
auch Eleltrolytkupfer.
Klasse 2. Kupfer: vorgearbeitet, insbesondere
geschmiedet, gewalzt, gezogen, geglsen,
gepreßt, gestanzt, gespritzt, geschnitten, x B.
Drähte, Seile. Bleche, Schienen, Stangen, Pro-
file, Schalen, Kessel, Röhren, Nieten, Schrauben,
unfertige Armaturen, unfertige Gußstũde,
Feuerbuchsen plattiert mit einem Kupfergehalt
von mindestens 100% des Gesamtgewichts usw.
Ausgenommen lind Drähte mit einem Durchmesser
von weniger als 0,5 mm.
Klasse 3J. Kupfer: vorgearbeitet wie
in Klasse 2, verzinnt oder mit einem andern
Ueberzug aus Metall oder Farbe.
Klasse 4. Kupfer: Drähte von mindestens
0,5 mm Durchmesser mit einer Umhüllung von
Faserstoffmaterial, insbesondere von Papier,
Baumwolle, Jute (ausgenommen sind seidenumhüllte
und mit Gummi isolierte Drähte) undo
blanke Bleilabel für eine Betriebsspannung bis
einschließlich 6600 Vokt mit einem Gesamtkupferquerschnitt
von mindestens 95 qmm.
Klasse 5. Kupfer: Altkupfer und Kup.
ferabfälle jeder Art.
Klasse 6. Kupfer: in Legierungen vit
Zink, unverarbeitet, insbesondere Messing
und Tombak in Barren, Platten und ähnlichen
Formen; auch als Altmaterial jeder Art.
Klasse 7. Kupfer: in Legierungen mit
Zink, vorgearbeitet, insbefondere Messing
und Tombak, enisprecheno dem Zustand
der Klassen 2 und 3, sowie Altmaterial.
Klasse 8. Kupfer: in Legierungen mit
inn, unverarbeitet, insbesondere
a und Rotguß in Barren, Patten und
chen Formen; auch als —. leder
ãlasse 3. Kupfer:
inn, vorgearbeitet,
in Legierungen mit
insbesondere