Full text : Positioning. Wie Marken und Unternehmen in übersättigten Märkten überleben.

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4.  Verboten  ist  das  Übersenden  von  Spirituosen,  Zündwaren,  Feuerzeugen,
Messern,  Gabeln,  Waffen,  das  Beifügen  von  Briefen  und
Zeitungen.  Nach  Rußland  dürfen  keine  Spielkarten  verschickt  werden.

5.  Man  teile  dem  Adressaten  auf  besonderer  Karte  die  Absendung  jedes
Paketes  mit  und  bitte  um  Bestätigung  des  Eintreffens.

5.  Büchersendungen:

Je  schwieriger  es  wird,  aus  der  Heimat  Liebesgaben  zu  senden,
desto  eifriger  sollte  man  bemüht  sein,  die  Gefangenen  durch  Bücher  zu
erfreuen.  Es  dürfen  aber  nur  solche  Schriften  verschickt  werden,  welche
in  Feindesland  keinen  Anstoß  erregen.  In  einzelnen  Gefangenenlagern
werden  allerdings  alle  Bücher,  Zeitschriften  usw.  zugelassen.  Das  sind
aber  Ausnahmen.  Meist  verfährt  man  bei  der  Durchsicht  streng.

Bei  der  Auswahl  der  Bücher  berücksichtige  man  Erziehung,  Beruf
und  Neigungen  des  Empfängers,  man  wechsele  ab  zwischen  ernsten,  anregenden
  Büchern  und  solchen  humoristischen,  fröhlichen  Inhaltes;  man
schicke  Bücher  zur  Fortbildung  im  Beruf  und  in  der  allgemeinen
Bildung,  auch  Bücher  religiösen  Inhalts.  Jeder  Gefangene  sollte  ein
Lehrbuch  und  ein  Wörterbuch  derjenigen  Sprache  erhalten,  die  am  Orte
der  Gefangenhaltung  gesprochen  wird.

Vielfach  wird  das  Bildungsbedürfnis  und  die  Bildungsfähigkeit
auch  des  gewöhnlichen  Mannes  unterschätzt.  Dieses  Bildungsbedürfnis
ist  aber  bei  der  Eintönigkeit  der  Gefangenschaft  doppelt  rege.  Deshalb
stelle  man  bei  der  Auswahl  der  Bücher  besser  zu  hohe  wie  zu  niedrige
Anforderungen.  Die  deutschen  Lesebücher  der  oberen  Klassen  unserer
Schulen,  ebenso  unsere  Lehrbücher  im  Rechnen,  in  der  Mathematik,
Physik,  Chemie,  Naturkunde,  alle  Lehrbücher  für  besondere  Erwerbszweige,
die  deutschen  Klassiker  usw.  bieten  eine  reiche  Auswahl.  Sollte  das
eine  oder  andere  Buch  für  den  Empfänger  wenig  geeignet  sein,  so  wird
es  sicher  für  einen  Kameraden  Wert  besitzen.  Gute  Bücher  sind  gute
Freunde:  Unseren  lieben  schwergeprüften  gefangenen  Landsleuten  dürfen
wir  nur  gute  Freunde  schicken,  für  sie  ist  nur  das  Beste  gerade  gut  genug.
Daß  Schundliteratur  von  der  Versendung  ausgeschlossen  werden  muß,
ist  selbstverständlich;  aber  auch  jede  frivole  Schrift  ist  mit  dem  Ernst
und  der  Würde  der  Gefangenschaft  unverträglich.

Die  Versendung  von  Büchern  bietet  ein  reiches  Feld  der  Betätigung
für  die  Verwandten  und  Freunde,  für  die  Orts=  und  Arbeitsgenossen  der
Gefangenen,  für  die  örtlichen  Wohlfahrtsvereine  usp.  Denn  in  diesen