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fertigungen im zollkontrolepflichtigen Eisenbahngüterverkehr, unter der einzigen
Beschränkung, daß in den im §. 1 unter lit. b. aufgeführten Fällen zunächst
die Entscheidung des Hauptzollamts Friedrichshafen einzuholen ist, welches
aledann, so weit seine Befugnisse gehen, selbständig zu beschließen hat.
b) Die Zollämter Tuttlingen, Biberach, Calw und Tübingen behalten bis
auf Weiteres das bedingte Niederlagerecht mit den daran seither geknüpften Befugnissen,
jedoch unter der Erweiterung, daß dieselben, unter Beiziehung eines
zweiten Revisionsbeamten von einer anderen Steuerstelle an ihrem Amtssitze
Abfertigungen nach Maßgabe der §§. 111 bis 115 und 118 des Vereinszollgesetzes
und, vorbehältlich der nachträglichen Genehmigung des Stenerkollegiums,
Begleitscheine 1. auch dann erledigen dürfen, wenn die damit überwiesenen Gegenstände
von den Grenzeingangsämtern statt auf vorherige spezielle Revision
ausnahmsweise nur unter allgemeiner Revision auf jene Zollämter abgelassen
worden sein sollten.
Außerdem haben die zuletzt genannten vier Zollämter hinsichtlich der Erhebung
des Ausgangszolls, sowie für die Abfertigungen im zollkontrolepflichtigen Eisenbahnguterverkehr
die gleiche Ermächtigung, welche nach oben §. 2 Abs. 3 den Kameral= und
Hauptsteuerämtern ohne Niederlage ertheilt worden ist.
Stuttgart, den 18. Januar 1870.
Renner.
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Gedruckt bei G. Hasselbrink.