März 17.
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nach Gülich kommen, so ist dahin geschlossen worden, man kan durch
dieses werk den vorigen spott, so sie erlanget, wiederumb einbringen
und dadurch könte auch der konig in Hispania wegen der Niederländer,
Holländer und Seeländer gesichert werden.“
IH. Hauptfrage: 1. Warum hat sich Erzherzog Leopold unterfangen,
die jülichschen Lande zu überziehen und was hat er dabei gesucht?
— Als der Erzherzog zum ersten mal nach Jülich zieben sollte, haben
die geheimen Räte einen Eid schwören müssen, die Intention niemandem
zu entdecken; ihm, T., hat der Erzherzog davon erst auf der Reise
zu Pilsen geredet; dann ist T. von Leopold zum König von Frankreich
geschickt worden, damit sich derselbe der jülicher Sache nicht annehme.'
2. Als T. nach Spanien geschickt wurde, was sollte er dort im Namen
des Erzherzogs anzeigen? — Der König möge darauf achten, dass
die jülichschen Lande nicht Brandenburg und andern in die Hände
fielen, da diese mit den Holländern verbündet und des Königs Feinde
wären.
III. Hauptfrage: 1. Weshalb und auf wessen Geheiss ist das
passauer Volk in Oberösterreich eingefallen und wie wollte
es hier seinen Zweck erreichen? — ‚Sie‘ haben alle Mittel gesucht,
wieder zu den Ehren zu kommen, die sie zu Jülich verloren hatten,
darum hätten sie sich gerne mit dem elsässer Volk vereinigt. Einige
rieten, den Weg durch das Land des Kurfürsten von Sachsen zu
nehmen (der an der jülicher Sache sehr interessiert war), aber Althan
riet nach Tirol und sagte, der Durchzug solle und könne durch Tirol
geschehen, da in der Kapitulation stehe, der König solle sich gegen den
Kaiser wegen dieser Länder als ein Lehensmann verhalten. 2. "Warum
haben die Passauer, da sie bei Baiern, Salzburg und anderen den Pass
suchten, ohne ihn zu erhalten, ihn nicht auch zuvor bei König Matthias
gesucht? — T. hat sich den Pass durch des Königs Land nie belieben
lassen. 3. War es nicht Absicht der Passauer, sich Oberösterreichs zu
bemächtigen? — T. weiss davon nichts und für andere kann er nicht
antworten. 4A. War nicht ihre Absicht, Matthias nicht nur um die
Designation zur böhmischen Krone sondern auch um die Erbländer
und Ungarn zu bringen? — T. „Lest es in diesem artikel bei seiner
vorigen aussage verbleiben: es sei dem also und weis nicht anders,
der kaiser sei auch genzlichen derselben intention gewesen, und solches
hette der graf von Sulz, der von Althaim und andere gerathen; und
welche personen mehr von den rathschlägen gewust und gerne gesehen
hetten, dass man diese intention also aussführen möchte, die habe
er vorhin in seiner dritten aussage, so den 14. martii geschehen,
mit namen genennet.“‘? 5. Wollten sie nicht auch die Böhmen um
den Majestätsbrief bringen? — T. weis3 es nicht und lässt es andere
verantworten,
ı Vgl. A. Gindely, Rudolf II. und seine Zeit, II., S. 38.
® Vgl. Tengnagels dritte Aussage in no. 101, 8. 249.