Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

nUummer  12

Kale###  ####e

Samstag,  16.  Januar  1614

 

 

Aufprall,  die  Lokomotive  war  auf  ein  Bahnlärterhäuschen
  gestoßen,  das  eben  über  die  Gleise
stürzte.  Die  meisten  Passagiere  kamen  mit  leichten
  Verletungen  davon.  Als  sie  erschreckt  aus
den  Wagen  sprangen,  hörten  sie  VGerrimmer
aus  dem  Schutt  des  Häuschens.  Sie  räumten
  mit  vereinten  Krästen  die  Trümmer  auseinander
  und  zogen  sechs  Personen  lebend,
einige  sogar  unverletzt,  heraus.  Vom  dicht  in
der  Nähe  befindlichen  Paterno  war  nur  noch
eine  Stcubwolke  wahrzunehmen,  die  über  den
Trümmern  lagerte.

Die  Regierung  trifft  mit  Umsicht  und  Energie
  alle  Maßregeln  zur  Rettung  und  Hilfe.
Alle  versügbaren  Truppen  werden  ans  Werk
gesetzt,  Lebensmittel,  Holz  zum  Bau  von  Baracken
  und  Kleidungsstücke  werden  nach  den
Stälten  der  Not  geschafft,  Geldmittel  den  Lokalbehörden
  zur  Verfügung  gestellt,  kurzum  alles
getan,  was  im  Augenblick  irgend  möglich  ist
Doch  die  Not  ist  unermehlich.  Sie  läßt  sich
zurzeit  noch  nicht  annähernd  übersehen.

Das  „Giornale  d'Italia“  schätzt  die  Opfer
des  Erdbebens  in  der  Gegend  von  Avezzano
und  Sora  auf  25  000.  In  Avezzano  sind  bisher
  über  200  Tote  und  160  Verwundete  aus
den  Trümmern  geborgen  worden.  Das  Retlungswert
  verursacht  große  Schwierigkeiten  infolge
  der  starlen  Zerstörung  der  Häuser,  die
vielsach  nur  Schutthaufen  bilden.  Die  Strahen
  sind  vollständig  verschüttet.  In  Sora  sind
alle  nicht  eingestürzten  Häuser  derart  beschädigt
  worden,  daß  sie  geräumt  werden  mußten.
Truppen  verschiedener  Waffengattungen  sind  zur
Hilfeleillung  eingetroffen  und  haben  bis  jetzt
450  Tote  und  viele  Verwundete  geborgen.

Nach  Zeilungsmeldungen  hat  der  Papst
sich  heute  nachmiltag  aus  dem  vatikanischen  Palast
  durch  oie  St.  Peterskirche  nach  dem  Lazareit
  Sonta  Martha  beim  Vatikan  begeben,
um  die  aus  dem  Erdbebengebiet  angelangten
Vermundeten,  100  an  der  Jahl,  zu  besuchen.
Er  verteilte  Unterstützungen  an  sie,  ließ  sich
Einzelheiten  ihres  Unglücks  erzählen  und  ermahnte
  sie  zum  Vertrauen  auf  die  Barmherzigleit
  Gottes.  Der  Papst  hat  hiebei  das  Gebiet
  des  Batikans  nicht  verlassen.

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·  4
Das  surchtbare  Erdbeben  hat  diesmal  Italien

  ins  Herz  getroffen.  Das  Zentrum  des
Bebens  lag  im  Becken  des  ausgetrocknelen

Fuciner  Sees.  Von  hier  lief  es  wellenförmig
nach  Umbrien  und  der  Campagna  aus.  Rom
und  Neapel  kamen  glimpflich  davon,  nur  das
nicht  allzu  weit  entfernte  Frosinone  im  Tale
zwischen  den  Sabiner  und  Volsker  Bergen  erlitt
schweren  Schaden.  Auch  Unteritalien  blieb  groß,
lenteils  verschont.

Lerschledene  Nacheschlen.

Baiel,  14.  Jan.  Aus  den  Kämpfen  an
der  Maas  wird  in  dem  „Baler  Volksblatt“
die  jolgende  kleine  Geschichte  erzähll:  Es  war
in  den  letzten  Dezembertagen  in  der  Nähe  des
Camp  de  Romains  nach  einem  blutigen  Gefecht,
das  ein  bayerisches  Infanterie-Regiment  dert
eu  lestehen  hatle.  Die  Nacht  war  bereingebrocken
  und  der  Staboarit  mit  den  Sanitälsjealdalen
  suchte  das  Feld  nach  Leichen  ab.  Die
Gesallenen  wurden  leicht  mit  Kall  überdeckt.
Plötzlich  rief  eine  „Leiche“  mit  unterdrückter
Ztimme  dem  Sanitätsfoldaten,  der  Kall  streuen

 

ch  bin  davon  überzengt,  und  deshalb
nehme  ich  keinen  Anstand,  es  heute  noch  weiter
auszudehnen.  indem  ich  Ihnen  etwas  offenbare,
das  Sie  wahrscheinlich  in  chobem  Masse  überraschen
  wird.  Von  dem  da  Sie  ent.
deckten.  daß  die  Hand  Ein  Undezafenen  sich
mit  Ihren  Ausarbeitungen  zu  schaffen  gemacht,
haben  Sie  dem  Potescischen  Treior  nicht  ein
einziges  Blatt  anvertraut,  von  dessen  Inhalt
man  nicht  in  St.  Petersburg  Kenntnis  erhalten
hätt
Ungläubig  sah  ich  ihn  an.  Denn  was  er
sprach,  schien  mir  einfach  unmöglich.

„Soltten  sich  Exzellenz  darin  nicht  doch
täu  uschen  2  ?“  wagte  ich  einzuwenden.  „In  den
allermeisten  Fällen  beschränkte  sich  la  die  Kenntnis
  des  Schlüsselwortes  auf  den  Fürsten,  den
Obersten  un  mich.“

„Die  Tatsache,  die  44.  dhuen  Gttalt  bleibt

nichtzbesteken4igen  besteh  Mei  Informationen
  sind  Invedurgte  Fuverlastege  Glücklicherweise
  ist  der  wirlliche  Nachteil,  den  wir

dadurch  erlitten  baben  ja  nicht  allzu  groß.  Ich
muß  gestehen,  daß  n,  von  jeder  Ausarbeitung
  zwei  Eienlare“  anzufertigen,  ein
lorreltes  und  eines,  das  durch  geschickt  ersonnene
Intorrektheiten  jede  enußung  zu  unserem
SSchaden  unmöglich  machte  —  daß  dieser  verwegene
  Plan  mir  anfangs  sast  unausführbar
Eschien.  Der  praktische  Erfolg  hat  mich  vom

—  berzangt.  Die  Resultate  der  Kommi
  sionsberatungen  sind  sicher  in  meinen  Besitz
gelongt,  und  die  Insormationen  der  russischen
Herren  bedeuten  nichts  als  eine  grandiose  Düpierung.
  Durch  dle  neueste  Wendung  aber  sind
wir  auf  einen  toten  Punkt  ceten=  Und  ich
saote  Ihnen  bereits,  daß  i#  ch  hinsicht  lich

 

————“
„Und  Exzellen)

 

des  Fortganges  in  elniger  1  befinde.“

In  den  Nlederlagen  der  Nussemn  in  Perfien.

Konamflichen

  Meldung  aus
stantinopel  soll  in  der  Gegen  von  Mianduab
(Persien)  der  Schwager  des  Zaren,  Großfürst

Nach  einer

Eiern  Michaelowilsch,  gefollen  sein.  Als
Sohn  des  verslorbenen  Großfürsten  Michael
Nilolajewitsch  war  der  Verstorbene  mit  einet
Schwester  des  Zaren,  der  Großfürstin  Tenia
Alerandrowna  vermählt.  Am  I.  April  1866

 

 

in  Tiflis  geboron,  bekleidete  er  den  Rang  eines
Vizeadmirals  und  kaiserl.  Generaladjutanten.
Unser  heutiges  Bild  zeigt  Großfürst  Alerande
Michaclowitsch;  im  Hintergrunde  eine  zusam
mengeschossene  ussische  Windmühle;  oie  voihrem
  Besitzer  zu  Spionagezweden  verwende
wurde.
—

 

wollte,  die  zornigen  Worte  zu:  „Rindvieh,  saudumms,
  i  bin  doch  ka  Leich,  i  bin  doch  a  Horchposten!“
  Der  Mann  hatte  joeben  ruhig  inmitten
zahlreicher  Leichen  bei  Nacht  als  Horchposten
gegen  Feinde  Dienst  getan.

Weimar,  14.  Jan.  Aus  Weimar  wird
dem  „Jenaer  Vollsbl.“  geschrieben:  Die  Großherzogin
  von  Sachsen  besichtigte  neulich  wieder
mehrere  Lazatette,  wobei  ihr  Töchterchen  sie
begleitete.  Eine  Dame  des  Noten  Kreu:es  unterhielt
  sich  angelegentlich  mit  dem  Min  eehchen  und
erkundigte  sich  auch  nach  dem  Ergehen  des
Großherzogs,  der  bekanntlich  sehr  regen  Anteil
an  den  Kämpfen  in  Polen  nimmt,  worauf  Prin:
zeßchen  siolz  erwiderte:  „Papa-  seiett  die  Rufsen
  tot  =  und  hat  auch  Läuse.“

Bayerische  Nachricheen.

Negensburg,  14.  Jan.  Das  Bischöfliche
Ordinariat  Regensburg  gibt  in  seinem  Amtsblatt
  bekannt:  Durch  das  verbrecherische  Treiben
  eines  Goldarbeiters  in  Geiselhöring  sind
in  zahlreichen  niederbayerischen  Kirchen  seit  Jahren
  Kelche,  Monstranzen,  Altarleuchter,  Meßkännchen,
  Kanontafeln,  Kronen  usw.  entwendet
oder  durch  minderwertige  Ware  ausgetauscht
worden.  Diese  Gegenstände  wurden  zum  Teil
in  einer  Münchener  Scheideanstalt  für  Bruchgold
  und  Silber  umgeschmol:en  oder  durch  Unlerhändler
  ins  Ausland  zu  profanen  Zwecken
verschleppt.  Sehr  viele  von  diesen  Gegenständen
laufte  und  verkaufte  der  Melber  Aug.  Stuckenberger
  in  Landshut.  Das  Amtsblatt  nimmt
den  Fall  zum  Anlaß  eindringlicher  Mahmung  an
die  Herren  Pfarrer,  Kirchen-  und  Kapitelsvor
stände,  über  das  Inventar  der  Kirchen  sorgfällig
zu  wachen  und  ohne  aue  drückliche  oberhirtliche
(Gbenehmigung  nichts  zu  verschenlen,  zu  vertauschen,
  zu  verkaujen  oder  un  Zahlungsstatt  zu
geben.

Grafenwöhr,  14.  Jan.  (Große  Heiterleit
erregen  die  Russen  bei  ihrem  alltaglichen  Spaziergang.
  Manu  sieht  da  einen  Russen  mit  seinem
Teekessel  im  Arm,  ein  anderer  tragl  ein  Paar
Reserveschuhe  in  der  Hand,  einen  drilten  b2
lästigt  nicht  im  mindesten  ein  Paletl  mit  Kleider
und  MWäsche,  wieder  einer  schleppt  seine  jämtliähen

 

können  sich  michr  entschließen
  wenigstens  den  Fürsten  und  den
Feren.  Subto  von  dem  Sachverhal  zu  unterri


„Es  ist  sehr  schwer  für  mich,  darüber  eine
Entscheidung  zu  treffen.  Und  die  Gründe  dafür
  müssen  Ihnen  einleuchten.  Der  Nugen,  der
uns  im  Fall  eines  Krieges  aus  der  glücklich  gelungenen
  Täuschung  unserer  Gegner  erwachsen
mag,  kann  sehr  leicht  wieder  hinsöllig  werden,
wenn  noch  andere  als  Sie  und  ich  von  dem
Trick  erfahren.“

„Doch  wohl  kaum,  wenn  sich  die  Zahl  der
Wissenden  nur  um  die  beiden  genanmen  Herren
vergrößert.  gestehe,  Exzellenz,  daß  ich
sehr  gewichtige  Gründe  egoistischer  Natur  habe
für  den  Wunsch,  sie  ausgeklärt  zu  sehen.  Der
Fürst  ist  in  seinem  Herzen  wohl  niemals  mein
Freund  gewesen,  und  der  Obersristes  in  diesem
Augenblick  gewiß  nicht  mehr.  Aber  ich  bin
beiden  K  nichtsdestoweniger  zu  hohem
Dar  rpflichtet.  Sie  haben  mich  aus  dem
Len  Sleno,  wenn  nicht  vom  Tode  gerettet,
und  es  ist  eine  fürchterliche  Vorstellung  für
mich,  von  ihnen  jetzt  für  einen  Undankbaren
und  einen  schurkischen  Verräter  gehalten  zu
werden,  der  um  schnödes  Geld  sein  Vaterland
verkaufen  wollte.“

Der  Minister  wiegte  nachdenklich  den  Kopf.

enn  Sie  meine  Lebenserfahrungen  hätten,
Herr  Lazar,  würden  Sie  wissen.  daß  ein  Geheimnis
  um  so  besser  bewahrt  ist,  je  weniger
Hüter  ihm  bestellt  werder

„Aber  Männer  von  der  zweileslalen  Nechttte
  des  Fürsten  und  des  Oberj  “

Graf  Siel  oan  ließ  mich  nicht  Aletede

„Ich  möchte  Ihnen  ino  Gedachtmio  3
rufen.  Harr  Lazar,  daß  nach  Ihrer  eigenen  Cr- 



 

 

Nauchutensilien  mit  sich  herum.  Und  warun
dieser  eigentümliche  Aufzug  der  Russen:  E
traut  keiner  dem  anderen.

Hchener.  Keuloleiten.

n,  14.  Jan.  Die  „M.  P.“  veröffem
licht  *  Erzebnif  der  Gemeinbewahlen
gunften  der  sozialdemokratischen  Partei  in  de
Kreisen  Ober=  und  Niederbayern,  sowie  i
Schwaben  und  im  Wahllreis  NRegensburg.  Dar
nad  wurden  von  sozialdemokratischer  Seite  7
Gemeindebevollmächtigte  und  14  Magistral"
räte  gewählt  gegen  50  und  7  im  Jahre  191
und  27  und  5  im  Jahre  1908.  Dazu  komme
noch  Gemeindeausschuhmitglieder  in  Lanog
meinden,  deren  Wahlperiode  erst  im  Jahre  191
abläuft.

München,  14.  Jan.  Die  Frage  der  Bier
breiserhöhung  wird  von  den  Brauereien  gan
Bayerns  iehr  ernst  erwogen.  Endgültige  B.
schlüsse  jind  noch  nicht  gefaßt  worden.  Doch  mut
wohl  mit  der  Preissteigerung,  die  zwischen  2
und  3  Mi.  auf  den  Hektoliter  betragen  dürfte,
und  von  der  auch  den  Wirten  etwas  zugute
lommen  soll,  für  den  Anfang  des  bmmenden
Monats  gerechnet  werden.

Sererisches  Sdeciene.

Endorf.  14.  Jan.  Im  Waldbestande  des
Johann  Gmeiner,  Bauer  in  Mauerkirchen.
wurde  ein  Fickt:  nitamm  gejällt.  welcher  nich!
weniger  als  7  Kubimeter  ergab.  Der  Riesenstamm
  wurde  ron  Sägewerksbesiher  Steinbichler
in  Siglmeiher  b#i  Mauerlirchen  läuflich  ermorbten.


Freilassing,  14.  Jan.  Dieser  Tage  wurde
ein  großerer  Viehsch  mugael  nach  Bayern,  der
schon  seil  längerer  Zeit  betrieben  worden  sein
durite.  ausgedeckt.  Dorl,  wo  sick  beim  Einfluf
in  die  Salzach  das  Bett  der  Saalach  verbreilert,
nurde  das  Vieh  durd  das  Wasser  nach  Bayern
getrieben.  Ein  dort  anjässiger  Päckter  gesiand,
daß  er  36  Stück  Vieh  nach  Bayern  geschafft
habe,  doch  dürfte  er  sich  noch  um  eine  größerc
Menge  Vieh  handeln.  Von  dem  leuten  Trans
rert,  der  über  die  Gren:ie  geschmuggelt  werden
sollte,  wurden  vier  Stück  von  der  Finanwache
algefangen.

 

 

klarung  diese  beiden  Mauner-  dir  eim  ztnn  waren,
denen  dar  Gebeimmis  der  Trefors  helanm  war.=Ich

  tonme  mich  nicht  enthalien  zu  lächeln.

„Erzellen;  werden  damit  icht  undeuten
wollen,  daß  aus  einen  von  ihnen  ein  Verdacht
fallen  könntec.“

„Selbstverständlich  nicht.  Aber  das  Gewicht
meiner  Gründe  wird  dadurch  nicht  ver:  ingert.
Ich  halte  das  Geheimnis  nun  einmal  für  besser
bewahrt,  wenn  es  zwischen  Ihnen  und  mir
bleibt.  Dadurch  wird  freilich  bedingt,  daß  Sie
für  eine  gewisse  geit  wohlgemertt,  Herr
Lagar,  nur  für  eine  gewisse  Zeit!  —  Ihre
bisherigen  Freunde  verlieren  und  sich  einstweilen
  an  dem  Bewußtiein  genügen  lassen,  „daß
Sie  dies  Opier  aus  Wairioitsmus  bringen.

eun  Exzellenz  es  für  notwendia  balten,
bin  1  felbstochftornhn  da  zu  bereil.  Aber  darf
ich  fragen,  was  Sie  nun  eigentlich  uber  uich
beschlossen  haben?“

„Ehe  ich  darauf  ant  worte.
fragen:  Wer  im  Haushalt  oder  in  der  Umgebung
  des  Fürsten  ist  es,  der  den  Schrank  geof
  net  und  die  Auf;  reichnungen  kopiert  ha:?  Wer
ist  der  Spion  und  der  Verrater?"

ott  allein  weiß  es,  Exzelleng!  —  Wen
ich  eine  Ahnung  davon  hätte,  wür  ie
gewiß  nicht  bis  au  diesem  Augenblick  für  5
grpebn  haben.

ber  wir  müssen  es  herausbringen.  —
Ich  bin  fest  enischlossen.  das  Rätsel  zu  lösen  —
es  koste,  was  es  wolle.“

„u  nd  Sie  haben  bereits  einen  Vlan?“

ie  und  Francois  Nüslen  mir  zu
leiner.  iorassh  verhelsen
r  bis  ?“  fragte  ich  bvermunder,  „mein
biehensgen  Diener?“
.„Ja.  Ohne  seine  Mit  irkung  wäre  es  un

 
   

mochte  ich  Sie

 

RNosenheim,  15.  Jaon.

Auf  dem  Felde  der  Ehre  gefallen:
Jolef  Brunschmid,  Werkführer  im  Elektristaterer#-
  Kiefersfelden,  Unteroffiller  im  2.  Lanb-Vehr-Juf.
  Rgt.;  Fran##  Schroll,  Schreiner:
neiftersfohn  von  Alging  (Traunstein,  Sl
n  1.  Jager-  Bataillon.

Das  Eiserne  Kreu:  der  zurzeit  als
eldgeistlicher  im  Felde  stehende  Benefi##iat
.  H.  Anton  Westermair,  Redakteur  des  „Kath.
nntagsblattee“,  wurde  für  lapferes  Verhalizu
  vor  dem  Feinoe  mit  dem  Gisernen  Kreuz
us  geeickurt.  Der  Tapfere  feierte  1906  in
clenheim  sein  erites  Il.  Meßopfer  und  it  ein
lesse  des  verstorbenen  Bäckermeisters  Jojef
*  ·

OcdeiisnekisihuiinDemeeiieutnnnt
heodor  Meißner  der  Landwelr-  Pioniere  1.
lufgelo#  (Rosenheim:  wurde  der  Militärverienstorden
  d.  Kl.  mit  Schwertern  verliehen.

Justizdienst.  Der  gepr.  Rechtspraktikant
werdinand  Ritter  und  Edler  von  Althalb  in

#sau  wurde  bis  auf  weiteres  mit  den  Obegenheiten
  des  Grundbuchbeamten  bei  dem
#mtsgerichte  Miesbach  betraut.

Warnung.  Daes  siellvertretende  Generalommando
  des  I.  baner.  Armeekorps  gibt  beinnt:
  Die  Stcereigeschäfteinhaberinnen  Cenia

olb.  Marie  Koneberg,  Klara  Rothenhäußler

ad  Maria  Boos  in  Kempoten,  Institut  TIhe2=or
  Wintler  in  München,  Dachauerstratze  Nr.

4  (auch  Sanis  genannt!  und  J.  Englbrecht  in
#tockdorf  versprechen  in  Jeitungsann  on##en  gauntiert
  dauernde,  gutlohnende  Bhäusliche  Behäftigung
  durch  leichte,  interessante  Heimarhiten.
  Meldungen  werden  unter  Beilage  von

DPg  in  Vriefmarlen  erbeten.  Hiefür  eralten
  die  Eimender  ein  gesticktes  Musterblüumen
  und  die  Aufsorderung,  sich  eine  Stidereinric
  tung  zu  bestellen.  Die  Stidereieinrichtung

Handstickmaschine  „Fee  des  Hauses“  nebst  Zuehör,
  hat  etwa  einen  Wert  von  7  Mk.,  kortet
ber  20  Mk.  (esertigte  und  eingesandte  Areiten
  werden  in  ichikandfser  Weise  beurteilt,
daß  die  meisten  Inhaber  solcher  Stickereimrichtungen
  in  lur  ur  zeit  die  Arbeit  aufeben.
  Die  wenigen  Personen,  welche  in  mehröchentlichen
  Zuinckenräumen  Musterblümchen
ar  Apfertigung  N  erhalten,  verdienen  in
„er  Stunde  etwa  7  Pig.  Es  lann  daher  vor
dem  Eingehen  auf  wiere  Inserate  nur  gewarnt
werden.

Die  Nack  tarbeit  in  den  Bäckercien
hat  nun  aufgel  ort.  Die  neuen  Beslimmungen
über  Bäckereibetrieb  und  Kriegsbrot  treten  mit
dem  henugen  Tag  in  Krait.  Wir  haben  allo
heute  zum  lenztenmale  frischee  Fruhstückogebäck
Jehatt.  Die  Bälereien  werden  dadurch  natur
gemäß  empfindlick  geschädiat,  da  es  jen  ror
11  Uhr  rormitlags  kaum  itüches  Gebäd  geben
L#ird.  Es  :eugt  ron  wenig  patriotischem  Ver
Mlmändnis,  wenn  jent,  mie  uns  aus  Bäckerkreisen
nitgeteilt  wird.  vielfa#  das  bisber  geliefer#te
Brot  abesteint  wird  mit  der  Begrundung:  „ch
nag  kein  altes  Brot  zum  Kaffec.  ich  bucke  mir
einen  Kucken.“  Wer  so  fpricht,  latzt  die  wirt.
ch  aitlichen  Folgen,  welche  der  Krieg  natnurnot.
rendig  mit  sich  Lringt,  aänelch  außerad-l.  Das
Bädergeuerie  in  burd  die  neuen  Benimmungen
ehr  geschädin:,  wir  durien  dieie  Schadigungen
nicht  noch  vergrozern  hetsen.  Tann  aber  muß;
man  sick  rergegenwartigen,  dai;  die  neuen  Ma'
regeln  unbetingt  eriorderli  wurden.  um  der
Aushungerungerolitt  unserer  Feinde  uirla.n
u  legegnen  und  sie  unichte  zu  machen.  Und
dann  nod  eine:  Uniere  Krieger  im  Felde  op
sern  sic  Tag  und  Nacht  fur  uns  auf,  seßen  Vlut
und  Leben  aufs  Spiel,  damm  wir  in  aller  Ruhe

 

 

moglich.  Und  es  Iin  ein  beiaondene  (GM.).
daß  ich  #ich  auf  dieien  treiten  und  verschwiegenen

  Monn  verlassen  lann  i#ie  alll  ian

lelbfl.  Och  habe  bereits  vach  ihm  gerchian
und  sobald  ich  Ihre  Einm:  iliguug  habe,  iderde
ich  ihn  entiprechend  initruieren.
werde  selbstverstandlich  allein  zu
stimmon.  was  Cnzeilen;  beichliehen.  Aber  ich
ahne  nicht  —
-.So  hören  Siel  ##  ffagte  Jonn  bor
her,  daß  es  sast  unmogl-  ch  iur  such  se:  einen
geeigneten  Nachfolge:  auf  Zbre  Pasen  zu

finden.  Aber  die  Schwier  lateiten  werden  de
deurend  geringer,  wenn  es  sich  dabei  in  Wahrheil
Unur  um  eine  Art  von  Strohmann  handeln  soll.
Ein  solcher,  gegen  den  auch  der  Fichwerlich
etwas  einzuwenden  wagen  wi.  d.  stem  lunin
  der  Person  eine  een  zur  Reringana.
ciines  jungen  Monne-  von  bemanucher  de.
wandtheit,  hellem  Verstande  und  zuverlaifmer
Verschwiegenheit.  Ich  werde  Serage  nazen.
daß  man  ihn  aui  Ihren  Vosten  beruit.  ind  L
hege  nicht  den  geringsten  Zwe#el,  daß  der
Furst  darauf  bestehen  wird,  ihn  in  Ihrer  birherigen
  Wohnung  im  Part  von  Potcs  r  einzu
quartieren.  Aber  er  wind,  wi2e  gesagt.  nur
eine  vorgeschobene  Puppe  sein,  denn  die
cigentliche  Arbeit  des  Setretärs  sollen  nach  wie
vor  Sie  verrichten.“
—Egelten  sprechen  im  vollen  Crust?“
vosisten  Ernit,  mein  lichber  junger
Freunsk)  «  —  Und  Sie  werden  mich  sogleich  versteben.
  Was  ich  Ihnen  da  zumute,  bedeutet
für  Sie  eine  Fülle  von  Unbequemlichkeiten
und  sehr  viel  Entfagung.  Aber  ich  denke,  daß
der  Preis  des  Opjers  wert  ijt.  Sie  jollen  jich
nämlich  mit  Fran  ois-  Hilse  in  Ihrem  Häuschen
verbargen  hatten.  bis  wir  ium  Ziele  gelanat