Metadaten : Der Deutsche Reichstag.

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ist,  so  erscheint  es  als  folgerichtig,  wenn  dieselbe  in  dem  Verhältnis  verteilt
  wird,  in  welchem  die  Beteiligten  zu  diesem  Ergebnis  mitgewirkt
haben.  Die  militärische  Leistung  aber  wird  am  richtigsten  dargestellt
durch  den  durchschnittlichen  Bestand  der  von  jedem  Teile  gestellten
Mannschaften  und  Pferde,  und  zwar  sowohl  derjenigen,  welche  sich  auf
dem  Kriegsschauplatze  befanden,  als  auch  derjenigen,  welche  in  der
Heimat  zum  Schutze  der  Küsten,  zur  Bewachung  der  Gefangenen  und
zum  Garnisondienste  verwendet  wurden“.

Nach  dem  Maßstab  der  militärischen  Leistungen  ergeben  sich  für

den  vormaligen  Norddeutschen  Bund  107,679,125  Teile,
Bayrrn  I.,538,825  „
Württemberg...  .  .  ...  4,345,15½  „
Baden  ..  30)768,459  „
Südhessen  ..  1,869,975  „

Inzwischen  bedarf  der  angegebene  Maßstab  nach  zwei  Seiten  hin
einer  Berichtigung.

Zunächst  reicht  er  nicht  aus,  um  allen  militärischen,  für  die  gemeinsame
  Kriegführung  unentbehrlichen  Leistungen  vollständig  gerecht  zu
werden.  Die  Kriegführung  hat  gewisse  Ausgaben  notwendig  gemacht,
zu  welchen  einzelne  Beteiligte  weit  über  das  Verhältnis  ihres  Standes
an  Mannschaften  und  Pferden  hinaus  beigetragen  haben.

Der  angegebene  Maßstab  reicht  aber  ferner  insofern  nicht  aus,
als  er  keineswegs  den  gesamten  von  den  Beteiligten  gemachten  Aufwand,
  insbesondere  nicht  die  indirekten  Schäden  zur  Geltung  bringt.
Die  Erwägung  dieses  Umstandes  führt  dahin,  bei  der  Verteilung  neben
dem  Maßstabe  der  militärischen  Leistung  auch  denjenigen  in  Anwendung
zu  bringen,  nach  welchem  die  Lasten  im  Reiche  getragen  werden,  den
Maßstab  der  Bevölkerungszahl.

Die  preußische  Regierung  hat  diesen  Grundsatz  bei  der  Beratung
der  von  den  süddeutschen  Regierungen  gestellten  Anträge  im  Bundesrate
  aus  Rücksichten  der  Billigkeit  und  zur  Vermeidung  jedes  Anscheins
  von  Beeinträchtigung  der  süddeutschen  Reichsgenossen  bereitwillig
  und  unter  voller  Zustimmung  der  Regierungen  des  früheren
Norddeutschen  Bundes  zur  Geltung  gebracht.  Seitens  der  Vertreter  der
süddeutschen  Staaten  im  Bundesrate  wurde  demzufolge  den  Gesinnungen
freudiger  Anerkennung  für  diese  loyale  Berücksichtigung  der  Verhältnisse
  und  Wünsche  der  Süddeutschen  Ausdruck  gegeben  und  hinzugefügt,
daß  diese  Art  der  Erledigung  des  Gegenstandes  nur  dazu  beitragen
könne,  die  Festigkeit  des  nationalen  Bandes  in  dem  Maße  zu  stärken,