Vorwort.
Indem ich mit dem vorliegenden vierten Bande den
Schluß der Preußischen Geschichte der Oeffentlichkeit übergebe,
darf ich es dankbar als eine glückliche Fügung preisen, daß
mir die Beendigung dieser Arbeit vergönnt worden ist, obgleich
inzwischen ein ernstes Augenleiden mich genötigt hat, meine
wissenschaftliche Thätigkeit wesentlich einzuschränken und insbesondere
dem akademischen Lehramt zu entsagen.
Aber auch ohne diese Hinderung würde ich gemäß dem
für das ganze Werk gleich anfangs festgestellten Plan bei der
Behandlung der Geschichte der letzten Jahrzehnte und namentlich
der Jahre 1866—1888 mich auf die hier gebotene Skizze
beschränkt haben, welche, von der Fülle der Einzelnheiten absehend,
die Entwickelung Preußens nur in den Hauptlinien
verfolgt. Es war nicht bloß die Rücksicht auf das sonst unvermeidliche
Anwachsen des Bandes zu allzugroßer Stärke,
was mich dazu bestimmt hat, sondern vor allem die Ueberzeugung,
daß die Zeit noch nicht gekommen ist, wo diese Dinge
wirklich ohne jede vorgefaßte Meinung mit voller Objektivität
behandelt werden können, zumal mit der Erschließung der dazu
unentbehrlichen Quellen in unseren Tagen doch eigentlich erst
der Anfang gemacht wird.
Im übrigen darf ich auch an dieser Stelle der freudigen
Genugthuung Ausdruck geben über die wohlwollende Aufnahme,
welche dieser Versuch einer zusammenfassenden Darstellung der
Preußischen Geschichte in weiteren Kreisen gefunden hat. Der
Schwierigkeiten, welche sich dabei einem nach allen Seiten hin
befriedigenden Gelingen entgegenstellen, bin ich mir von vorn-