Friedrich List: Das nationale System der politischen Gkonomie, 39
unter dem Rechtsgesetz ist die des Staats und der Hation;
die höchste gedenkbare Dereinigung ist die der gesamten
Menschheit. Gleichwie das Individuum im Staat und in der
Uation seine individuellen Sweche in einem viel höheren
Grade zu erreichen vermag, als wenn es allein stände, so
würden alle Nationen ihre 3weche in einem viel höheren
Grade erreichen, wären sie durch das Rechtsgesetz, den
ewigen Frieden und den freien Derkehr miteinander verbunden.
Die Natur selbst drängt die Nationen allmählich zu
dieser höchsten Dereinigung, in dem sie durch die Derschiedenheit
des Klimas, des Bodens und der Hrodukte sie
zum Uausch und durch Ubervölberung und Überfluß an
Kapital und Talenten zur Kuswanderung und Kolonisierung
antreibt. Der internationale handel, indem er durch Hervorrufung
neuer Bedürfnisse zur Tätigkeit und Kraftanstrengung
anreizt und neue Ideen, Erfindungen und Kräfte von einer
Nation auf die andere überträgt, ist einer der mächtigsten
hebel der Sivilisation und des Uationalwohlstandes.
Surzeit aber ist die durch den internationalen Handel
entstehende Einigung der Nationen eine noch sehr unvollkommene,
denn sie wird unterbrochen oder doch geschwächt
durch den Krieg oder durch egoistische Maßregeln einzelner
Nationen.
Durch den Krieg kann die Nation ihrer Selbständigkeit,
ihres Eigentums, ihrer Freiheit, ihrer Unabhängigbeit,
ihrer Derfassung und Gesetze, ihrer Nationaleigentümlichkeiten
und überhaupt ihres bereits errungenen Grades an
Kultur und Wohlstand beraubt, kann sie unterjocht werden.
Durch goistische Mabregeln Tüaner ban die Nation in
geführt werden.
Erhaltung, Kusbildung und Dervollkommnung der
Uationalität ist daher zurzeit ein hauptgegenstand des
Strebens der Uation und muß es sein. Es ist dies kein