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Berlin. Bern.
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Wiitere erfolgreiche Arbeit unserer A-Boote gegen englische Wandelsdampfer.
Der Jastizmord grgen bemsche in marokko. — Dur brforpallle der Remralcn urgen der langen Kricgsdaucr. — Engulche und franzölliche
km üttung wegrn der Jagpd der demsichen U bootc — bie Kämpfe in Poun. — Ro#cmals soo Kuflen in den Karpathen gefangen
Die Schmio delnachricht üv#cce cinc rumdallche Anlecipc in england — die mobulerung in önch#enland. — Große cugulche verlustc im
Der Kriegszug vuserer U— Doo
gegen England.
Berlin, 1. Februar.
Es muß immer wieder von neuem betont
werden, der Krieg mit England muh mit aller
Schonungsosigkeit und allen Mitteln geführt
werden. England ist der Feind. Es hat uns in
den furchtbaren Krieg gestürzt mit der lla## und
kalt geäußerten Absicht, Deutschland zu vernichten;
es hat mit Heranführung wilder Völkersckaften,
in denen selbst die Kannibalen nicht
feblen, eine Unmenschlichleit der Kriegführung
in Anwendung gebracht, die vor nichts Halt
macht; es hat den Plan ins Werk gesetzt. uns
aus uhungern und damit schonungslos Frauen,
Kinder und Kranke dem Verderben preisgegeben;
co hat unsere deutschen Landsleute in
den Kolonien Wilden überantworlet; es hat in
einer aller Menschlichkeit Hohn sorechenden
Weise die in seine Hände gefallenen Deutschen in
Kontentrationslagern unter die schmählichsten,
verderblichsten Lebensbedingungen gestellt.
Bedenken und Rücksichtnahme wäre einem solchen
Feinde gegenüber Schwäche. Es ist das
einfachste Gelot der Selbslerhaltung alles, was
Technik und Znoustrie bietet — und wir wissen.
aß diese noch nicht ihre letzten furchlbarsten
« die schon bereitgesiellt sind. zur Anwendung
gegeben haben zu benützen. Wir
müisen alles aufbieten, um England zu belämpsen,
was uns zu Gebote sieht, und es stehl und
noch manches zu Gebote; denn nur so können wir
diesen jurcht karen Krieg zu einem schnellen
Ende bringen. nur so vermögen wir uns Respelt
und Rube für die Zukunft zu sichern! Wir
wollen alle militärischen Machtmittel ausnut.
zen, um dem Britenrolle zu zeigen, daß es
nicht verbrecherisch oder auch nur grob fahrlässig
mit dem Schicksal des deutschen Volkes spielen
darf. Das deutsche Voll wartet darauf, daß
die Zeppeline noch oft nach England jinden
und daß Tod und Verwüstung die Spuren
ihres Weges sind. Das deutsche Volk rechnet
auch bestimmt damit, daß die Prophezeiung des
Herru von Tirpitz von der Blockierung Englands
durch deutsche Unterseeboote sich erfüllt. England
kann nur in die Knie gezwungen werden,
uenn wir ihm mit unseren Unterseebooten die
überseeische Zufuhr abschneiden. Und dazu ist
jent ein vielversprechender Anfang gemacht worden,
der bereits die schönften Erfolge aufzuweisen
hat.
1 1
Wir wissen es nicht erst seit heute: schon seit
Einiger Zeit konnte beobachtet werden, wie England
immer mehr durch die Steigerung der
Lebensmittelpreise belastel wurde. Zuerst wollte
man in England den Reedern und den teueren
Frachtsätzen die Schuld geben. Tatsache ist aber
vielmehr, daß die Lebensmittelzufuhr in England
ganz bedeutend nachgelassen hat. Das will
in einem Lande besonders viel heißen, das in
seiner Ernährung mit 85% aouf das Ausland
angewiesen ist. Einesteils ist die große deutsche
Handelsflotte ganz ausgeschaltet, dann aber
kommen gar viele für England bestimmte
Schiffe überhaupt nicht an ihren Bestimmungs-
Kampf mu den Türken.
ork an. Sie fallen unseren Auslandskreuzern
zum Opfer, sie werden das Opfer von Minen,
welche die Engländer zum Teil selbst gelegi
haben. Die Verluste, welche die Engländer
hiebei erlitten, waren schon so groß. daß man
sich fürchtet, die näheren Ziffern darüber bekannt
werden zu lassen. Die Zensur läßt Mitteilungen
hierüber nicht mehr durch.
Und nun hoben die Engländer zu ihrem grönten
Schrecen ahren müssen, baß unstre
Unterseekoote i# esönderes Werkl begonnen
baben. Sie haben sich lein geringeres Ziel geietzt
als die Durchführung der Blodlade gegen
England in der Zufuhr von Lebenemitteln.
Unijere Unteresebooie sind mit den schönsten Erfolgen
sowohl im Kanal als auck in der Irischen
See tätig. Sie verrichten dort gute Arbeit,
wie die Nackrichten darüber aus den leczten Tagen
bestätigen. Vor allem ist der große Hasen
von Liverpool durck deutsche Unterseebote
blockiert. Ob die vom Renterbureant gemeldelen
Verluste die einzigen sind und ob nur ein ein
ziges deutsckes Ünterseehoot dort die Wacht
ausubt, lönnen wir - prüsen. Aus anderen
Meldunge n wissen wir aber, daß aus in der
Seineluckt deutsche Unterseele ote lauern und
scharfe Wacht auf die englischen Schifse hallen.
Der Anfang ist auch hier sehr gut, -wei Dam
fer kamen bereits an einem Tage zur Strecke.
Das ist der Anfang. Weiteres wird noch
folgen. Wir vertrauen auf die Helden unserer
Marinc, daß sie auch in dieser Hinsicht Groe:
ganze Arbeit sh assen. Moge ihre Kul#n## ii
siets reich belohnt werden!
Im übrigen liegen uber die bisherigen Er
solge unserer IIBop#le nod folgende Meldunzen
vor.
London, I1. Ferr. Zlonds rieldet aus
Douglas, daß der Dampfer „NKelcoan Gaston“
am 30. v. M. nordwestlich Lirerpool in den
Grund gebohrt wurd:e. Die Vemannung sei
durch das Küstenfahrieug „Gladys“ gelandet
worden.
Amsterdam 1. Febr. Der Dampfer
„Kelccoan Gaston“ war von Liverpool nach
Belfast unterwegs, als ein Offizier eines deut
sjchen Tauchlootes an Bord klam. Dieser hießz
die Bejatzung in die Rettungsboote gehen. Er
war sehr höflich und verteilte Zigarren an die
Mannschaften. Dann rief er den Dampfer
„Moon“ herbei, der die Mannschaften übernahm.
Darauf murde von dem deutschen Tauchboot
der englische Dampfer zum Sinken gebracht.
Dublin, 1. Febr. Der Dampfer „Leinsier“
verließ gestern nachmittag Holyhead. Er wurde
hinter dem Leuchtschiff Kish von einem deutschen
Untersceh#:t verfelgt, das eine Meile lang
binterherfuhr.
London, 1. Febr. Hier angekommene
Leute von der Besatzung der „Takomaru“ sagen
— (hma gegen Japan.
aus: Das Schiff lag in Erwartung des Lotsen
fast still, als eine furchtbare Explosion unter
Wasser stattfand. Das Wasser drang in das
Schiff. Die Leute retteten sich in die Boote.
Sie sollen nur die Sckiffspapiere mitgenommen
haben. Das Wetter war ruhbig, so daß die
Boote in der Nähe bleiben konnten, als das
Schiff kenterte. Drei französische Fischdampfer
näherten sich dann und retteten die Mannschaft.
„Talomarn“ hatte 97010 gefrorene Hammel,
sowie Kleidungsstücke für flüchtige Belgier in
Frankreich an Bord.
London, I. Febr. (Reuter.) Die „Raria“
kam mit Kassee, Zucker und Häuten beladen
von La Plata. Die Mannschaft dachte an nichts
Böles, als die Explesion unterhald der Wasserlinie
satlfand. Das Schiff begann zu sinken
und gal Notlignale. Franzöfische Torpedoboote
beeilten sick, u Hilse u kommen. Jwei
Schleprer brachten das Schiff nach dem Hafen
ron Le Ogvre.
Ammnerdam, 1. Fel#. Del Kapitan des
Fisck damserr „Nilllick“ lerichtet, er habe ein
Behallnis mit 30 Remungsgurteln obne jede
Namenslereichnung ausgefischt. Die Zahl lasse
vermuten, daß das veriorene Schiff, dem die
Rettungsgurtel gekorten, von beträcktlicher
Große gewesen sei.
Io-Der
Felb#ug der deutschen I#Voote gegen
englische Handelsschiffe ruft die peinlichste Verblusfung.
der Englunder herror. Man hat das
Meer Irlands für unerreichbar gehalten und
fürch tei nun in Enaland, daß diese neue Kriegsart
sid immer furchlerlicher gestalten wird. Weil
man aber hilflos iii, ergelnt man sich in Ent—
rüstungegesckrei a#cgen Deunschland. Zunäch!t
gab das fran'tiscke Mar: neninisterium anitlich
folgende Meldung belaunt: „In einer gewissen
Selb#sad. tung verfentie die deutiche Marine bisher
im allgemeinen Handelsschiffe der verbündeten
Staaten, nachdem sie ihre Besatzung aufgenommen
ober ihr gestattet hatie, sich zu retten.
Einen Verstoß gegen dieje Negel hatte sie
sich bisher nur bei dem verbrecherischen (2) Ansclag
gegen den fran: ösischen Posidampfer „Admiral
Gautaume“ bei Voulogne vorzuwersen,
der mit belgischen Frauen und Kindern besetzt,
von dem Torped? eines deutschen Untersce
bootes getroffen wurde, aber glücklicherweise die
Küste gewinnen konnte. Heute entschloß sich die
deutsche Marine, planmäßig und leichtfertig die
Menschenrechte zu verletzen. Die Offiziere erhielten
den Vefebl, nichts mehr zu achten und
sich so aus der Liste der Menschheit zu streichen.
() Deutsche Unterseeboote schossen am
30. Januar ohne vorherige Warnung vier englische
Handelsschiffe an, davon zwei bei Havre
und zwei in der Jrischen See. Die ganze (I)
Welt wird sich mit Grauen (1) gegen ein derartiges,
einer zivilisierten Nation unwürdiges
Kriegsverfahren auflehnen.“
Auck die englische Admiralität veröffentlicht
ein Entrüstungskommunique gegen die beutsche
Seekriegsführung, in dem es heißt, daß die
deutsche Flotte offenbar entschlossen sei, das
Völkerrecht bewußt und sostematisch zu verletzen.
Sie stelle sich durch das Torpedieren wehrkoser
Handelsschiffe außerhalb der W#rilsierten. Geseklschaft.
Die ganze Welt werde von Abschen erfüllt
durch die Taten, die einer zivilisierten
Nation unwürdig seien.
Wir sind dem französischen Marinemintsterium
sehr verbunden für die Güte, mit der es unserer
Marine bisher wenigstens eine gewisse „Selbstachtung“
zuerkennt. Der einmalige Seitensprung
mit dem „verbreckerischen Anschlag“ auf einen
französischen Fluchtlingsdamofer erisriert wohl
nur in der Phantajie unferer Feinde. In Wirklickkeit
nehmen wir den Kampf zur See gegen
Frankreich und seinen westlichen Verbündeten
in der gleichen Art und Weise, wenn auch mit
anderen Mineln auf, wic er gegen uns geführt
wird. Die deutsche Heeresleitung ist nur ihrem
eigenen Gewissen Rechenschaft schuldig; für das,
was sie tun oder laisen will, hat sie die Ver.-antmwortung
zu tragen. Der pathelische Protest
auck der englischen Admiralität in völlig unberecktigt.
Der Fall des „Admiral Gautaume“
ist bis heute nod, nicht geklart. Es ist keineswegs
bewicien, daß der Torpedo eines deutschen
Unterfeebotes der Grund zu der Vernichtung
des Schiffes wor. Ebensogut möglich in es auch,
daß dag Sckiff auf eine Mine gelaufen ist. Es
besteht lein Gesetz, daß Unterseeboote zum Handelskrieg
nicht verwendet werden dürfen. Im
übrigen ist es eine Lüge, wenn behauptet war.
unsete LU. Beot versenlen Dampfer, ohne daß
die Mannsckaft sich in Sicherheit bringen konnte.
Man vergleiche nur die obige Meldung aus Amsterdam.
Das ganze Entrüstungsgeschrei zeigt, daß
England an einer jehr wunden Stelle getroffen
murde. D eutschland hat die Blockade Englands
eroffnet. Diese Tatsache muß das selb#tgefällige
Sicherheitsgefühl der Engländer erschüttern. Der
Hunger, mit dem die Briten Deutschland zu besiegen
gedachten, i#t ihnen näher als uns. Noch
einige solche Hiobsbotschaften und in England
wird man über den Krieg anders zu denken
beginnen.
·* .9
Die Kämpfe in den Argonnen.
Aus dem raßen Hauptquartier wird uns
geschrieben:
V.
Rein zahlenmaßig lassen sich die bisherigen
deutschen Erfolge in den Argonnen wie folgt
ausdrücken. Bie Ende Novemdber hat der Feind
eingebüßt:
1000 Gefangene.
400 Tote,
13000 Verwundete.
Im Monat Dezember betrug die Zahl der
Gefangenen. It# , jene der Toten und Verwundeten
8000. An Trophäen wurden in diesem
Monat allein 21 Maschinengewehre, 14 Minen--
( Revolverkanonen und 1 Bronzemörser
erbeutet.