Full text : Der Preußische Ordens-Herold.

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Bie  Mililair-  Ehrenzeichen.

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Alserhõchste  Kabinets-Ordre  vom  24.  März  1807.

Feie  Majestät  der  König  haben  als  Nachtrag  zu  der  Verordnung  wegen  der  Verdienst-Medaillen
annoch  festzusetzen  geruhet,  daß  Derjenige,  welcher  einen  General  gefangen  nimmt,  eine  Kanone  erobert,
  oder  eine  Fahne  erbeutet,  ohne  Rücksicht,  ob  er  schen  die  silberne  Medaille  besitzt  oder  nicht,
die  goldene  Verdienst-Medaille  und  die  damit  verbundene  Zulage,  Derjenige  aber,  welcher  einen  andern
Offizier  geringern  Grades  zum  Gefangenen  macht,  die  silberne  Medaille  erhalten  soll,  und  machen
solches  Dero  Ober-Kriegs-Kollegio  mit  dem  Bemerken  bekannt,  daß  Allerhöchstdieselben  den  General=Lieutenant
  v.  L'Estocq  hiervon  Selbst  unterrichtet  haben.
Memel,  den  24.  März  1807.
G#ez.)  Friedrich  Wilhelm.

An  das  Ober-Kriegs-Kollegium.

Allerhöchste  Kabinets-Ordre  vom  28.  Jebruar  1808.

Feie  Königliche  Majestät  von  Preußen  haben  durch  ein  Gesuch  des  Stabs-Rittmeisters  v.  Hpymmen
vom  Husaren-Regiment  v.  Blücher,  neben  dem  erhaltenen  Verdienst-Orden  Orden  pour  le
mérite]  die  in  seinem  Junkerstande  sich  erworbene  Verdienst-Medaille  tragen  zu  dürfen,  Sich  veranlaßt
  gefunden,  im  Allgemeinen  festzusetzen:  daß,  wenn  Offiziere,  die  Verdienst-Medaillen  haben,  den
Orden  für's  Verdienst  erhalten,  sie  diese  Medaille  nicht,  wie  bisher  geschehen  ist,  ablegen,  sondern
mit  dem  Verdienst-Orden  fernerhin  tragen  sollen,  und  machen  solches  dem  Ober-Kriegs-Kollegio
als  Nachtrag  zu  der  Verordnung  wegen  der  Verdienst-Medaillen  hierdurch  bekannt.
Königsberg,  den  28.  Februar  1808.

ez)  Friedrich  Wilhelm.
An  das  Ober-Kriegs-Kollegium.  Gez.  S

Allerhöchste  Kabinets-Ordre  vom  30.  September  1814.

J%  habe  beschlossen,  sowohl  die  goldene  Militair-Verdienst-Medaille,  als  auch  das  Allgemeine
Ehrenzeichen  erster  Klasse  in  ein  silbernes  Kreuz  zu  verwandeln,  welches  von  jetzt  an,  statt  der
goldenen  Militair-Verdienst-Medaille  und  des  Allgemeinen  Ehrenzeichens  erster  Klasse  ausgegeben
werden  soll.  Die  Figur  dieses  silbernen  Kreuzes  soll  dieselbe  sein,  welche  der  Rothe  Adler-Orden
dritter  Klasse  hat,  nur  um  einige  Linien  kleiner,  und  das  runde  Mittelschild  soll  die  Inschrift  „Verdienst
  um  den  Staat“,  ganz  ausgeschrieben  oder  abgekürzt,  je  nachdem  der  Raum  es  gestattet,  die
Rückseite  aber  Meinen  Namenszug  mit  der  Krone,  wie  das  Kreuz  des  Rothen  Adler-Ordens  dritter
Klasse,  erhalten.  Wird  dieses  silberne  Kreuz  künftighin,  nach  den  bestehenden  Grundsätzen,  für
Militair-Verdienst  ausgegeben,  so  geschieht  solches  an  dem  schwarzen  Bande  mit  weißer  Einfassung,
wie  bisher  die  goldene  Militair-Verdienst-Medaille;  als  Allgemeines  Ehrenzeichen  erster  Klasse  wird
es  an  dem  Bande  des  Rothen  Adler-Ordens  dritter  Klasse  getragen.

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