Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

 

ummer  3  31

-esensse##e

z  Anzelgen

 

L  Tenmienigen  der  Mebitalosen.  den
—*  seine  Zwecke  benützen  will,  erklärt  er
orbenke  sich  am  Platze  Alsenerzulase,

er
F  er  ihn  stets  sofort  mit  de  u  Fesallch  schten
—*  zur  Bank  schict.  Charakteristisch  ist  auch,

j  derjenige  der  Gauner,  der  das  erschwin.
de  Geld  ümer  in  Empsang  nimmt,  noch
gen  der  Leute,  die  er  als  Werkzeug  benützte,
end  einen  Pfennig  Entschädigung  bezahlte.
boern  iie  immer  mit  den  Worten  entlich:
Eie  belommen  noch  schriftlich  Nachricht,  wann
d  vo.  Sie  Ihren  Dienst  antreten  müssen.
e  ih  Sie  nicht  gebrauchen  klönnen,  so  beamen
  Sie  den  heutigen  Tag  bezablt!“

De  zweiten  von  ihnen  „engagierten“  Ausber
  benütnen  die  Gauner  zur  Abhebung  der
00  Marl  und  den  dritten  dazu,  um  den  Rest
es  von  ihnen  einbezahlten  Bankdepols  in
he  von  30  Mk.,  der  noch  295  Mk.  betrug,
heden  zu  12  ssen.  Die  Einzahlung  eines  Debir
  bet  der  Vereinsbank  hatte  für  die  Gauner
1  Zmeck.  in  den  Besitz  eines  Scheckbuches  zu

mmen;  kür  die  gefälschten  Deckungswechsel
eriten  sie  sogar  bloß  Probedrucke,  deren
zurdruck  fie  in  geschickter  Weise  durch  den
Cnorlel  des  Der

Namenssuge  verdeckten.
Mecher“  der  ganzen  Bande  scheint  der  in  der
itgeleilten  Personalbeschreibung  zuerst  angehrte
  Mann  zu  sein,  der  eltwas  süolendisches
Ussehen  hat.  Es  ist  sestgestellt  worden,  daß
rjenige  der  Gauner,  der  hier  die  24000  Mk.
bernahm  und  dabei  einen  Zplinder  (Klappbu)
  trug,  lurz  darauf  in  einen  Hausgang  trat,
iit  den  chapeau  claque  zusammen  slappte  und
ban  che  in  der  Tasche  bereitgehaltene  Reise-½Ne
  auf  den  Kopf  siülpte.  Der  Ausgeher
#urde  ron  eilem  zweiten  Mann  bis  zum  Bankläude
  *  ilet,  dieser  äußerte  u.  a.:  „Mein
—  n  ich  beauftragt,  Sie  zu  beglei.
i!“  Jn  das  Banlgebäude  sah  der  Ausgeher
e'en  Nn  mt  mehr  hineingehen.  Im  Bankn
  1u«I«»t  ist  der  Ausgeher  also  wohl
eder  von  einem  anderen  Mitglied  der  Bande
rolieri  worden.

Bei  dem  Bankbelrug  in  der  Pfälzer  Vank
utz:en  die  Gauner  seinerzeit  ein  Blatt  aus
nem  lld-  der  Firma  Giesecke  de
d  in  Leipzig,  lautend  auf  eine  gar  richt
stierende  Girma  (Unionbonk  Vremen).  Son.
karerweime  sind  in  allen  Musterscheckbüchern
t  deit.  Abilage  je  zmei  Blatt  nicht  durch- 



  

Fnt.  (An  telle  des  Aufdruckes  „  Ungültiger
colcdruen  erliches  Verfahren.)  Ob  dies  auf
nen  —  zurückmführen  ist,  kaun

il  mehr  sengestellt  werden.  Der  Leiter  der
ande  scheint  entweder  Bankbeamter  oder  doch
aumann  zu  sein,  da  er  anscheinend  mit  allen
lazelheiten  des  Bankverkehrs  vollständig  verecnt
  #.

Bayerische  Nachrichlen.

Weilheim,  5.  Febr.  In  dem  nahen  Pähl
urde  ge  lern  mittag  der  62jährige  Oelonom
orbard  Slebder  in  der  Tenne  seines  Anwesen:
Was.  den  in  guten  Verden
  Tod  getrie-ZIn
  Sindeisdorf

 

 
  

1!  aufvesunden.
en  lebe  enden  Mann  in
in  nicht  bekannt.

 

·  OOJahkcaltcsöloncktcseotzx
U«  Wrucmcm  Anhalt  vonTkitbsinniciisisklsstclcnallsdurErhängencinutm


Moosburs.  5.  Febr.  Einen  grausigen
½)  machte  im  Anwesen  des  Bauern  Sirt  in
**“  ach  die  Diensimmagd  Theres  Prem,
angerer  Zeit  ihren  Rosenkranz  versie
  glauble,  er  sei  wohl  durch  eine
r  die  Bretter  des  Fußbodens  gefalsie
  ein  lose  besestigtes  Breit  in  ihrer
r  st  enmagd  Maria  Schwertl  bewohnten

 
  
 

 

 

findet  sich  zurzeit  im  sheligen  Krankenhaus-Untersuchung
  ist  eingeleit

Dilshofen,  5.  Febr.  en-  Gastwirt  Franz
Wagner  in  Untereging  wurden,  wie  bereits
lurz  gemeldet,  1000  Mk.  (nach  einer  anderen,
ledoch  unwahrscheinlicheren  Meldung  7000  M.)
gestohlen.  Der  mutmaßliche  Täter,  der  Dienslknecht
  Georg  Hahnemann,  floh  gegen  Vue
hosen  und  von  dort  setzte  er  seine  Flucht  p
Automobil  in  der  Richtung  gegen  Vuarg
sort,  wurde  jedoch  in  Landau  a.  J.,  obwohl  er
sich  als  Heinrich  Meister  von  Karlsoberg  legitimierte,

  erkannt  und  werhastet.  Er  gestand
den  Diebstahl  sofort  ein.  k.  wurden
bei  ihm  noch  vorgejunden.

Reckendorf,  (Ufr.),  5.  Febr.  Auf  der

Straße  zwischen  Reckendorf  und  Nentweinodorf
übersielen  mehrere  Burschen  verschiedene  Personen
  und  sorderten  von  ihnen  Geld.  Auch
außerhalb  Leimbach  überfielen  die  gleichen
Burschen  zwei  Bauern  aus  Memdorf  und  Gr.
rach,  dedrohten  und  mißhandelten  sie.  Sie
ließen  erst  von  den  Ueberfallenen  ab,  als  Bewohner
  von  Leimbach  dezu  kamen,  die  sie  mit
Messern  bedrohten,  salls  sie  sich  ihnen  nähern
würden.  Auch  ein  Tüncher  von  Reckend  orsewurde
in  ähnlicher  Weise  bedroht.  Der  Gendarmerie
von  Ebern  gelang  es,  die  Burschen  nach  hei
ger  Gegenmehr  in  einem  dortigen  Gestaus
sestzunehmen.

Bayer.-  pakriolischer  Bauernverein
Tunienhausen.

Rosenheim,  5.  Febr.

Der  Bayrisch  patriotische  Bauernverein  Tuntenhausen
  hielt  am  Donnerstag-Nachmittag  im
Flötzinger,  Bräu  eine  außerordentliche  Mitglieberversammlung
  ab,  die  sehr  gut  besucht  war.
Der  Vorstand  H.  H.  Pfarrer  Gasteiger  eröffnete
die  Versammlung  und  hieß  die  Anwesenden
herzlich  willlommen.  Zunächst  erlannte  die
Versammlung  das  Abkommen  mit  oem  oberbayeriichen
  Kreisverein  von  München  einstimmig
  an.

Nun  schritt  man  zur  Stellungnahme  zur  Einführung
  einer  Vollssortbildungeschule,  die  äußerst
lebhaft  erörtert  wurde.  er  Vorsithende
führte  zunächsi  an,  wie  plötzlich  durch  eine
K.  Verordnung  die  Sonntagsschule  ausgehoben
mürde,  um  sie  binnen  drei  Jahren  in  eine
Volksfortbildungsschule  zu  verwandeln.  Die  Anzahl
  der  Unterrichtsstunden  solle  von  80  auf
140  erhöht  und  oie  Unterrichtszeil  auf  den
Werltag  verlegt  werden.  Redner  meinte,  der
Bauernstond  habe  sich  in  letzter  Zeit  viel  gesallen
  lassen  müssen,  aber  dem  Bauern  auf
einen  halben  Tag  die  Arbeitekraft  zu  entziehen,
das  sei  zu  viel.  Die  Ausführung  dieser  Verordnung
  sei  für  den  Sommer  unmöglich.  Unerhört
  wäre  es  auch,  daß  bei  Erlaß  solch  einschneidender
  Verordnungen  nicht  die  Volksvertretung
  gefragt  werde,  sondern  über  Nacht  käme.
Man  müsse  da  lauten  Protest  erheben,  sonfst
könnte  die  Volksfortbildungeschule  durchgeführt
werden,  wodurch  besonders  die  Bauern  slark  betroffen
  wären.  Wenn  alle  Bauernvereine  fest
zusammenstehen  mürden,  bekäme  die  Regierung
bald  die  lleberzeugung,  daß  solche  Dinge  nicht
nach  dem  Schema  F  durchgeführt  werden  lönnen,
  sondern  dazu  erst  die  Volksvertretung
und  die  interessierten  Kreise  gehört  werden
müssen,  wie  es  sonst  in  ähnlichen  Fällen  auch
der  Fall  sei.  Wenn  sich  das  oie  Bauern
  ruhig  gesallen  lassen,  meinte  der  Vorstand,
würden  sie  in  nächsier  Zeit  bald  etwas  ande-.
  erleben.  Auch  über  die  sieue  Schul-  und

Lehrordnung  äußerte  sich  der  Vorsitende  iIn

 

füeresten  Kreise  zu  hören.  Auch  gegen  dieses
  Gesetz  sei  knergisch  Protest  einzulegen.

In  der  nachfolgenden  freien  Diskussion  ergriff
  nun  zunächst  H.  H.  Geistl.  Rat  und  Dl.
strikteschulinspektor  Da  das  Wort.  Er  unlerschied
  zunächst  scharf  zwischen  der  Volksfortbeldungsschule
  und  der  neuen  Schul  und
Lehrordnung.  Die  Frage  der  Aufhebung  der
bestehenden  Sonntagsschulen  spiele  nur  für
Oberbagern,  während  die  neue  Schul-  und  Lebr
ordnung  in  ganz  Bayern  eingeführt  werden
solle.  Der  Gedanke  zur  ersten  Reform  sei  seiner
  Ansicht  nach  von  dem  Lehrpersonal  ausK
begangen,  um  auf  diese  Weise  den  Sonntag
frei  zu  haben.  Natürlich  rechneten  sie  d#rnit,
dag  nunmehr  der  Unterricht  auf  einen  Werklag
  verlegt  werde,  der  freie  Wochentag  aber
bestehen  bleibe  und  die  vermehrten  Stunoen
nunmehr  nach  dem  gewöhnlichen  Unterricht  ab.
gehalten  würden,  vielleicht  an  zwei  verschiedenen
  Wochent  agen.  Für  die  Ueberstunden
möchten  sie  wahrscheinlich  eigens  bezahit  sein.
Mit  den  orei  Jahren  sogen.  Uebergangszeit
sei  gewilssermaßen  eine  Falle  gestellt.  An  gröheren
  Orten  lasse  sich  die  Verordnung  schon
durchführen.  Aber  das  Cehrpersonal  würde
das  Mehr  von  60  Stunden  kaum  ohne-Entschädl.
gung  aus  sich  nehmen.  Der  freie  Wochentag
jalle  keineswegs,  sondern  die  neue  Unterrichtszeit
  würde  dann  nach  dem  gewöhnlichen  luterrichl
  angefügt  werden,  an  zwei  verschiedenen
Wochentagen.  Das  tönnte  nicht  vor  14  Uhr
nachmittags  und  nicht  nach  7  Uhr  abends  der
Fall  sein.  Auch  könnte  man  dies  für  den
Winter  nicht  durchführen,  da  die  Schulhäuser
nicht  genügend  Mit  Licht  versehen  seien.  Ferner
  dürfte  man  die  beiden  Geschlechter  nucht
jusammen  unterrichten,  weil  auf  dem  manchmal
sehr  weiten  Nachhauseweg  leicht  sittliche  Verjehlungen
  vorkommen  könnten.  Im  Sommer
könre  man  die  jungen  Leute  schwer  entbehren.
Alles  m  allem,  die  Sonntagsschule  lönne  nie
fallen.  Man  habe  in  letzter  Zeit  die  Sonnlagsschule
  sehr  schlecht  gemacht,  in  Wirklichkeit
wäre  sie  nicht  so  ichlecht.  Es  müsse  gegen  die
jetzt  geplante  Ausführung  entschieden  Protest
erhoben  werden.  Redner  außerte  zum  Schluß,
er  denle  nie  an  eine  Einführung.

Hierauf  referierte  Herr  Landtagsabgeordneter
  Steininger  über  die  beiden  Punkte  und  bemerkte
  zunächst,  daß  er  den  Meinungen  seiner
Vorredner  nicht  ganz  beistimmen  könne.  Auch
er  sehe  in  der  dreijährigen  Probezeit  eine  nicht
geringe  Gesahr  und  mahnt,  mit  Regeneburg
Fühlung  zu  nehmen  und  zu  behalten.  Reoner
nahm  dann  Siellung  gegen  die  Erklärungen
des  Abg.  Dr.  Lutz.  Auch  die  Schul=  und  Lehrordnung
  erscheine  ihm  gefährlich.  inbesondere
auch  vom  Standpunlt  des  Sparens  aus,  da
die  Durchsührung  der  neuen  Verordnung  mehr.
Schulhäuser,  aber  auch  mehr  Schulkräfte  n5-tig
  mache.

Dann  ergriff  wieder  der  Vorsigende  das  Wort
und  betonte  nochmals,  daß  die  3  Jahre  Uebergangszeit
  beionders  gefährlich  seien.  Da  brauche
es  nur  einen  schneidigen  Bezirksamtmann  und
der  Erlaß  sei  bald  durchgeführt.

Hierauf  wurden  gegen  Einführung  der  Volksforlbiloungeschulen
  und  der  neuen  Schul=  und
Lehrordnung  in  diesem  Sinne  Resolutionen  einstimmig
  angenommen.

Weiter  wandte  sich  der  Vorfitßende  gegen  die
Besetzung  der  Lehrüuhle  an  den  mit  kath.  Stiflungslapitalien
  gegründeten  Universitäten.  alio“
Müunchen  und  Würzburg,  durch  Protestanten
und  Nichtbayern.  Die  Versammlung  spricht  den
Wunsch  aus,  es  möchten  mehr  katholische  Kräfte
an  die  Universitäten  berusen  werden,  damit
die  prolestantisch-liberale  Richtung  nun  einmal
verschwinde.  Ferner  legle  der  A#rsitende  Ver-Samskag,

  7.  Februa##-  #  1471
einer  Zeitung,  in  der  von  der  Reigung  zur  Unsouberkeit
  des  Landvolkes  die  Rede  war,  wurden
die  Bouern  als  Schweine  bezeichnet.  Auch  beschloß
  die  Versammlung  dem  Reichstagsabgeordneten
  Irl  den  Wunsch  mitzuteilen,  daß  bei
den  Ronkursen  die  Forderungen  der  Handwerler
  als  bevorrechtigte  Forderungen  anerkannt
mein  um  sie  so  sicher  zu  stellen.
Pfarrer  Rappolder  bemerkte  noch,  daß
5  im  Umlauf  seien,  die  Tare  der  Hebammen
  um  zirka  30  Mark  zu  erhöhen.  Da  fesie
Grundkagen  noch  nicht  vorhanden  sind,  beschließt
der  Verein,  den  Vorstand  des  Bayerischen  Bauernoereins
  von  dem  Gerücht  zu  verstänoigen,
damit  er  stichhaltiges  Material  sammeln  möge.
Dann  nahm  der  Berein  auch  Stellung  gegen  das
Gemeindebeamtengesetz,  durch  welcheo  die  Aulonomie
  der  Gemeinden  sehr  vermindert  würde;
auch  wäre  es  eine  sehr  schwere  Laft  für  die  Gemeinden.
  Die  Versammlung  hegt  den  Wursch,
die  Landgemeinden  von  dem  Gesetz  ganz  ausmschließen
  und  die  Distriktswegmacher  nicht  ale
Gemeindebeamten  anerkennen  zu  wollen.

Mit  der  Mahnung,  der  Zentrumspartei  treu
zu  bleiben,  schloß  der  Vorsitzende  mit  einem  Hoch
auf  den  König  die  Versammlung.

B#yerisches  Oberland.

Riedering,  5.  Febr.  Eine  Obstbauversammlung
  findet  am  Sonntag  den  8.  Febtuar
von  nachmittags  3  Uhr  an  im  Straßerichen
(Gasthaus  statt.  Herr  Bezirksobstgärtner  Wesiermeier
  hält  dabei  einen  Vortrag.

Kolbermoor,  5.  Febr.  Gestern  abends
*:  der  verh.  Taglöhner  Franz  Liebl,  welcher
am  Freitag  von  einem  Waggon  Heu  rückling?
aus  das  Bahngleise  herumerfiel,  unter  qualrollen
  Schmerzen,  ohne  das  Bewußlsein  wieder
crlangt  zu  haben,  gesiorben.  Der  VerstorbenbDinterläßt
  eine  tieftrauernde  Gattin  sowie  fünf
lieine  Kinder  im  Alter  von  zwei  bis  neun  Jah
ren.  Liebl  wird  in  Rosenheim  beerdigt.

 

 

Kommunales.
Sitzung  des  Magistrats-Kollegiums
Rosenheim

Freitag  den  6.  Februar  1914,
vormittags  9  Uhr.

Vorsinender:  K.  Horrat  Bürgermeisier  Wüst.

Von  einer  Seite,  die  nicht  genannt  sein  will,
ist  ein  Pfandbdrief  in  Höhe  von  200  Mark  für
die  Waisenhausstifing  übermittelt  worden.  Der
Magistrat  spricht  Dank  und  Anerkennung  da
für  aus.

Cegen  die  Ueberschreitung  oer  Höchüschülerzahl
  in  der  5.  und  6.  Klasse  der  Töchterschule
mird  von  der  Negierung  Einspruck  nicht  erhoben.
doch  wird  die  Bereitstellung  ron  Reserveschulklassen
  empfohlen.

Die  Töckterschule  in  jetzt  diren  an  das  staatliche
  Telephonnchz  angeschlossen.  Auch  das  Bürgerspital
  hat  bereits  Telephon  erhalten.

Die  deiinitiren  Lehrer  Rofenheims  b###en  um
Neuregelung  der  Micctzinsentichädigung,  die  jent
180  Mark  beträgt.  Seit  der  letzten  Festsetzung
  der  Mielzinsentschädigung  sind  11  Jahre
rerflossen.  Angestrebt  wird  eine  Neufestsetzung
auf  660  Mk.  Der  Vorfiyende  beantragt,  das
Gesuch  in  Instrultion  zu  neh'nen  und  Erhebungen
  in  anderen  Städten  anzustellen.  Der  Magistrat
  tritt  diesem  Antrag  bei.

Ueber  Baumpflanzungen  im  Turnhof  der
Präparandenschule  legt  das  Stadtbauamt  Kosicnanscklag
  vor.  Die  dociinen  Kastanienbäume

 

 

    

mne  uur  und  fand  darunter  —  ein  tote  scharien  Worten.  Auch  dieser  Erlaß  sei  wieder  wahrung  ein  gegen  die  Herabsetzung  der  Bau-shaben  siark  unter  Sonnendrand  gelinen,  so
nd.  Die  der  Tat  verdãchtige  EIIILEIIIIIIII  ernehte  durch  sozialvemokratische  Bläneer.  In  daß  sie  nicht  mehr  erhelten  werden  können.
e  F  Haulses  komm##n  Abenteuer  wenigstens  schon  gul  binter  sich  bättc,  piert  und  mu  bilitenden  #t  M#atand  aur  unlk  Tie  beden  Bec  cr  die  au:  die
z1  immelswillen,  leinen  aaut  jetzt,  sonst  denn  jeden  Augenblick  glaubie  er,  die  lalte  Spine  von  Venares  und  grinsenden  Gotzen  überladen.  Sieine  blichien,  bezaubert  ven  deren  liebüichem
P  r  flüsterte  Char  eines  malayischen  Kris  zwischen"  den  N#ppen  zu  In  einen  sellsamge#ormien  Stuble  aur  Eben,  Anbite,  lausschten  und  plezich  ’*  denn

  

einien  zucckte  in  der  Dertelee  2  schweigend
licken  i  davon.  Die  Bungalows,  aus  denen
loste  keftand,  waren  jeder  von  einem

  

en  unigeben.  Ter  dem  Hause  des  portu-#ren
  Handkers  benachbarte  Bungalow  schien
r  zu  suben,  doch  war  der  Play  dem  wachsamen
siuen  zu  nabe,  als  daß  sie  versuchen  durften,
r  dinchzulommen.  Laullos  giunen  sie  daher
iner,  um  ein  Haus.  zu  sinden,  das  den  Anein
  erwerlie,  als  ob  es  unbewohnt  wäre.
Nach  ungefahr  hunderlfünfzig  Schritten  kamen
an  ein  enges  Gäßchen,  das  zwischen  zwei
inen  hinführte.  Sie  nahmen  diesen  Weg,  und
id  lamen  sie  auf  einen  von  Bäumen  umgrbenen
W,  auf  den  die  rückwärtigen  Fenster  der
rabe,  die  sie  eben  verlassen  hatten,  haunden.
rüch  ig  lewegten  sie  sich  weiter,  bis  sie  an  die
auer  d  3  lecren  Hauses  gelangten  und  binütbere
kane  Ties  ging  jedoch  nicht  ohne  Geräusch
und  als  sie  von  der  Höhe  der  Mauer  in  den
irien  hrnab  sprangen,  dankten  sie  der  Vorung
  dafur,  daß  das  Haus  wirklich  leer  stand.
-Hossenllich  gibt  es  da  leine  Hunde,“
ilie  Chartero;  denn  das  wäre  dumm.=  Aber
hörten  lein  Knurren  und  auch  kein  Keltenassel
  und  mutig  schritten  sie  auf  die  Hecle  zu.
ir  beiden  Gärten  trennte.  Dieses  Hindernis
leicht  zu  nehmen  und  ohne  Unfall  langten
taus  der  anderen  Seite  au.  So  weit  war  alles
Whangen.
idn  Tunrelheit  und  der  Umstand,  daß
188  cher  Vorsicht  vorgehen  mußten,  begann  be-5
  eine  unangenehme  Wirkung  auf  ihre  Nerven
müben.  Awo#n  wünschte,  daß  er  es  mit  einem

lbaren  Gegner  zu  tun  hätte  oder  W  r  das

 

fühlen.

Auf  der  Rückseite  des  Bungalews  gab  es
wenig  zu  sehen.  Alles  schien  sest  verschlossen  und
verriegelt,  doch  als  sie  ein  wenig  weiter  krochen,
sahen  sic  einen  Lichtschimmer  über  ein  blühendes
Gesträuch  sallen,  das  am  Rande  des  Pifades
wucherte,  und  zu  ihrer  Proßen  Erleichterung  entdeckten
  sic  ein  Feuster,  welches  offen  stand  und
dush  dessen  Bambusrohrjalousien  das  Licht  lam.

Durch  die  Salten!  tonnte  man  alles  ganz  deutlich
  sehen  und  höre

Charters  trat  merst  näher  und  bleckte  hinein,
und  Anson  sab,  wie  er  zusammenfuhr  und  zurücktaumelle.
  wzBr  ist  drinnen,“  flusterte  Charters,

Tund  auch  die  Opale  —  oder  wenigstens  ein  Teil
bhavon.  Fasch!  schauen  Sie  hinein,  aber  leinen

r—

19.  Kapitel.

Anson  schritt  zum  Fi#ger.  kauerte  sich  im
Grase  nieder  und  ließ  seine  Blicke  durch  das
Zimmer  gleiten.  Die  Leute  Ninnen  schienen  ihm
so  nahe  zu  sein,  daß  er  glaubte,  sie  muniten  sein
schweres  Aimen  hören.  Bald  aber  sahen  die
Lauscher,  das  die  im  Hause  versammelten  Peronen
  mit  ihren  eigenen  Angelegenheiten  zu  bechaftigt
  waren,  als  sie  die  Vorgänge  vor
dem  Fenusier  hätten  bemerken  lonnen.

s  war  ein  großes  Zimmer  —  größer,  als
man  cs  nach  dem  Aeuseren  8  Vungdlant  vermutet
  hällte.  Der  Raum  war  von  ciner  Lampe,
die  von  der  Decke  herabhing.  schwach  beleuchtet,
und  der  manigsach  gefärbte  Glasschirm  warf,  un-ä
beimliche  Lichter  auf  die  Umgebung.  Die  Wände

waren  mit  indischem  und  verüschem  P0ru  —
—'—

 

—

bolz,  seitwärts  vom  genter,  saß  Turand.  Ihm
gegenuͤber  hatte  sich  ein  lleiner,  rundlicher  Mann
milt  rotem  Gesichte  und  Augen  wic  ein  Fisch
niedergelassen.  Er  lächelle  wohlwollend  zu  Turand
binnber,  und  wenn  sein  Aeußeres  nicht  so
abstoßend  gewesen  warc,  bätte  man  in  für  die
personisizierte  Freundlichkeit.  halten  lönne

In  einem  anderen  Stuhl,  sient  barten,
bohen,  aus  gewöhnlichem  Holze,  saß  eine  Gestalt,
die  sich  von  der  ganzen  Umgebung  aßerdrdesithach
starl  abhob  —  ein  alter  Mann  in  den  Gewändern
eines  Buddhapriesiers.  Selbst  wic  er  jetzt  da  saß
war  cs  sofort  klar,  daß  er  von  langer,  wenn  auch
sehr  hagerer  Stamur  war,  und  ungrachtet  seines
ehrwürdigen  Alters  bielt  er  sich  auf  einem  unbeduemen,
  harten  Sigze  steif  aufrecht.

Sein  Antlitz,  bleich  wie  das  eines  Toten,
war  so  faltenlos  wic  das  eines  Kindes,  nur  die
Surnen,  die  ein  Augenpaar  von  durchdringender
Klarheit  beschattere,  war  von  den  Linien  der  Sorge
und  tiefer  Gedanken  lreuz  und  quer  durchsurcht.
Während  sein  scharser  Blick  jeder  Bewegung  seiner
Gefährten  folgic,  hatten  seine  Züge  eine  slarre
wunderbare  Unbeweglichleit,  wie  wenn  sie  aus
Stein  gemeißelt  waren  in  der  sie  Femiit.  dei  der
nun  solgenden  aufregenden  Szene  beharrten.

Auf  dem  Tische  im  Mittelpunlie  Fen  s
und  geraden  unter  der  Lampe,  deren  Strahlen  den
Glanz  der  Steine  noch  erhöhte,  lagen  einige  ungesaollsene“
  Opale  von  wundervoller  Schönheit  vertreut;
  einige  grün,  einige  in  den  Tarben-  des
Regenbogceus,  und  dann  wieder  ein  „Fruerstein,“
dessen  mantrot  glimmende  Flamme  durch  den
milchweißen  Opalschein  hindurch  in  hellem  Feuerglanz
  aufflackerte,  wenn  das  Licht  der  Lampe  dar- 



Mann  mu  dem  roten  Geüchte  —
leite  Anson  zu,  daß  dies  Sarmento
iu  fücche  eu  ben  uuen
nier  Atzgebet.“  sagte  Sarmento
mn  #  und  oins  auf  Turand.  Was  sagen
Sie  dain

VNein.  erwicderte  Durand  kurz.

.So  nehmen  Sie  es  also  nicht  an?  fragte
Sarmento  noch  immer  lachelnd,  aber  ein  leuͤer
Schaiten  huschte  über  sen  ehctt

Turand  war  b.  ud  verstöort  und  das
nervoje  Trommeln  seiner  nger  auf  dem  Arme
des  Sessels  zeigte,  daß  er  sich  nicht  mehr  wedl
ühlte.

„Nein,“  wiederholte  er,  „es  ist  nicht  die
Halfte  vessen,  was  die  Steine  wert  sind.  Von
allen  Leuten  auf  dirier  Scite  des  Acquators  wissen
Sie  das  am  besten.

Sarment  lacheile  wieder  und  suchte  ihn  zu
überreden,  „Aber  mein  licber  Herr.  ich  weß  es
wirtlich  nicht.  Was  mich  anbeltrint,  so  will  ich
die  Opale  uberhaupt  nicht  baben.  Mu  den  Cpalen
will  ich  lein  Gescha'  mu  #hnen  machen.  Ta  ist
etwas  —  mw'it  soll  ich  nur  sagen  —  irgend  ctwas
an  der  Sache,  womu  ich  nichts  zu  tun  baben
will.  Aber  dieser  Herr  da,  mein  alter  Frcund
Salur  Jung  hat,  wie  Sie  sehen,  den  Auftrag,
Opale  #u  kaufen.  Seine  Gonen  —  die  Jdo  ole
seines  Tempels  —  Buddha,  Krischnan  zindn  Siwa
und  ich  weiß  nicht,  wie  sie  noch  alle  heißen,
Schreien  nach  Opalen.  Sie  brauchen  7  Ht.  ihre
lugen,  e  Naen  ihre  Zehen  und  wer  weiß.

 

noch.  Ihnen  ein  anstãndiats
#erone.  aien  ein  anständiaes  Anachot.

 

rijenung  soigi.-