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fast stets zusammen und vertrieben uns die Zeit, so gut als
möglich.
So kam denn Weihnachten, das Fest der Freude, heran.
Für uns brachte es nur doppelte Sehnsucht nach der Heimat.
Wenn daher auch nirgends eine Feststimmung vorhanden war,
so war doch der Wunsch, zu natürlich, wenigstens eine Art von
gemeinschaftlicher Feier des heiligen Abends zu veranstalten.
Premierleutnant Kr., der schon vorher erwähnte Führer der
lten Kompanie, dessen Ouartier den meisten Raum gewährte,
und der sich als Fest-Arrangeur auch entschieden am besten
eignete, unterzog sich denn auch gerne der Mühe wenigstens für
die Offiziere des I. Bataillons den Weihnachtsbaum zu schmücken.
Das ganze Regiment zu vereinigen, wie wir alle gerne gemocht
hätten, war nirgends ein ausreichender Raum zu finden. Das Glück
wollte es, daß ein Requisitionskommando irgendwo auch noch
ein Schwein entdeckt hatte, das geschlachtet und zu Wurst verarbeitet,
einen ganz vorzüglichen Festschmaus ergab. Ferner
wurde noch ein Offizier nach Orleans entsandt, der dort zum
äußeren Schmuck des Festes Lichter zum Weihnachtsbaum,
Konfekt rc. und noch allerlei lang entbehrte Sachen als Fleischund
Fischkonserven u. s. w. auftrieb. So erglänzte denn am
Abend die heimatliche Tanne, um die wir uns scharten, mit
den Gedanken bei den Lieben daheim, die um dieselbe Zeit auch
um den Weihnachtsbaum versammelt waren, und gewiß auch
mit schwerem Herzen an uns Ferne dachten. Daß bei diesen
Gedanken, die uns alle beseelten, keine rechte freudige Feststimmung
aufkommen konnte, war wohl sehr erklärlich, Ernst und
Wemut lag auf allen Gesichtern, und als dann der Regimentskommandeur
sein Glas erhob und den ersten und einzigen Toast
des Abends „Auf die Lieben in der Heimat“ ausbrachte, wollte
die Rührung uns fast übermannen und stumm, nur von beredtem
Blick und Händedruck begleitet, klangen die Gläser aneinander.
Wenn aber unser Fest auch des rechten Frohsinns.
entbehrte, so war doch jeder glücklich, daß er den heiligen Abend
wenigstens in der Gemeinschaft der Kameraden verleben durfte
und so der traurigen Einsamkeit in dem öden Ouartier und
den eigenen Gedanken entfliehen konnte. Unsere Stimmung war
damals keine gehobene, der Krieg dauerte schon zu lange und