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Fische oder Krebse, welche innerhalb der für sie festgesetzten Schonzeit zufällig
gefangen werden, sind sofort wieder in dasselbe Wasser frei einzusetzen;
2) während der Schonzeiten (§§. 10—11), ausschließlich der drei ersten Tage derselben,
Fische der betreffenden Art oder Krebse zu versenden, feil zu bieten, zu
verkaufen oder in Wirthschaften zu verabreichen;
3) während der in §. 10 Abs. 1 bestimmten oder auf Grund der in §. 11 festgesetzten
Schonzeiten und während weiterer sechs Wochen nach beendigter Laichzeit
Enten in solche Fischwasser, in welchen die betreffenden Fische sich vorherrschend
aufhalten, oder in abgeschlagene Fischwasser (oben §. 7) zuzulassen, sofern diese
Fischwasser nicht Gemeinden zur Benützung zustehen. Stehen solche Fischwasser
Gemeinden zur Benützung zu, so hängt die Zulassung der Enten von der
Genehmigung der Gemeindebehörde ab.
F. 13.
Ausnahmen von der Wirkung der Schonzeit.
1) Die Fischerei auf Seeforellen, Seesaiblinge und Felchen (Weiß-, Blau-, Kropffelchen
und Maränen) kann auch während der Schonzeit (§. 10) betrieben werden, jedoch
nur mit ausdrücklicher, stets widerruflicher Erlaubniß des Oberamts. Diese Erlaubniß
ist zu ertheilen, wenn Sicherheit besteht, daß die Fortpflanzungselemente (Rogen und
Milch) der gefangenen laichreifen Fische zu Zwecken der künstlichen Fischzucht Verwendung
finden.
Wo letztere Voraussetzung zutrifft, sowie zu wissenschaftlichen Zwecken kann in einzelnen
Fällen auch hinsichtlich der anderen Fischarten und der Krebse die Erlaubniß zum
Fange während der Schonzeit durch das Oberamt — nöthigenfalls nach Einholung eines
Gutachtens der Centralstelle für die Landwirthschaft — ertheilt werden.
Die Ertheilung der Erlaubniß hat schriftlich zu erfolgen unter Bezeichnung der zur
Verhütung eines Mißbrauchs erforderlichen Maßregeln und Kontrolvorschriften. Diesen
Erlaubnißschein hat der Fischer stets bei sich zu führen und dem Aussichtspersonal auf
Verlangen vorzuzeigen.
2) Auf Felchen, zu deren Fang Erlaubniß ertheilt worden ist, findet das Verbot
des §. 12 Ziff. 2 keine Anwendung. Für andere Fische, insbesondere Seeforellen, inso-