Bis an dieses Grab, welches an der Seite der Straße
lag, und worauf ein simples Kreuz aus zwei kleinen,
mit einer Weide zusammengebundnen Hölzern stand, fubr
unser Vetturin noch in einem ziemlichen Schritt, allein
nachber sfeng er an einzuschlafen, was uns um so
mehr fär unsere Sicherbeit besorgt machte, da wir auf
den Argwohn gerathen mußten, er suche den Ränbern ibren
Angriff auf uns zu erleichtern. Das entschlossene
Ansehen dieses Mannes verfßärkte unsere Besorgniß. Unter
düstern Vorstellungen saben wir endlich den anbrechenden
Tag, und kamen, nachdem wir Noneiglione und
Monte Rosi passirt hatten, Morgens gegen 6 Uhr in Baccano,
ohngefähr 24 italienische Meilen oder 7 Stunden
von Rom an. Wir sowohl als der Kutscher und die Pferde
warer dußerst abgemattet, und nachdem wir ein Frühstück
eingenommen hatten, sagte uns der Vetturin, wir möchten
uns nur einige Stunden schlafen legen, denn wir
bätten nichts zu eilen, und würden darum noch bei guter
Zeit in Rom ankommen. Nachdem wir uns nun zu
unserer Erholung auf das Bett gelegt hatten, schliefen
wir so fest ein, daß wir erst Abends gegen 6 Uhr wieder
erwachten, und unser Vetturin war nur kurz vor uns
erwacht. Wegen anrückender Nacht und der Unscherheit
des Wegs glaubte er deshalb, wir möchten nun lieber,
da wir den Tag verschlafen bätten, noch die Nacht bindurch
in Baccano bleiben, und erst beim früben Morgen
unsere Reise fortsetzen, allein meine Begierde, Rom zu
sehen, war zu groß, meine Phantasse zu lebhaft angeregt,
und ich befand mich beinabe in einem sieberbaften
Zustande. Darum drang ich darauf, daß der Vetturin