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ren, der die Würde eines kaiserl. Mundschenken bekleidete, die drei
Weinhumpen ins Schild erhielt, Uebrigens ist der Helm anch mit türkischen
Fahnen geschmückt, welche Söhne aus diesem Hause im Dienste
des Kaisers erobert hatten. Von Frankfurt aus haben sich imelrere
Zweige derselben in verschiedene deutsche Provinzen, namentlich auclı
nach Schlesien gewendet. Von hier ans kamen sie auch nach Preussen,
wo sich Jacob v. Knobloch, vermählt mit einer v. Willeinstorf,
zuerst niederliess. — Sein Sohn, Andreas v. K., erwarb das Dorf
Leischnen bei Bartenstein, und dessen Urenkel, Niklas v. K., der mit
Margarethe v. Grubern vermählt war, kam neben dem Besitze des Familiengutes
Leischnen auch in den Besitz von Rothgerken und Glittehnen.
Später kamen auch die Güter Sporwitten, Gründeln, Bammeln,
Wipenieken, Schulkeim, Thiemsdorf, Bärwalde, Bansen, Wangutten,
Spieglowken, Puschkeiten, Linkehnen, Neufrost u. s. w. in die
Hände der Familie. Mehrere derselben, wie Bansen, Bärwalde, Puschkeiten
und Linkehnen sind noch heute ein Besitz derselben. Bansen
besitzt gegenwärtig der königliche Landrat des Kreises HKössel,
Karl Otto Benjamin v. K., vermählt mit einer v. Egloff. (V.s. diesen
Artikel.) Dieser Rittersitz ist auch als ein wohleingerichteter und besuchter
Badeort bekannt, Puschkeiten und Linkelinen besitzt Meinrich
Christoph Leopold Auyust v. K. Er ist mit Pauline, Gräfin v. Kalkreuth,
vermählt; Bärwalde besitzt Leopold v. K. — Im preussischen
Staatsdienste sind zu hohen Würden gelangt:
Melchior Ernst v. K., der im Jahre 1754 Referendarius bei dem
ostpreuss. Hofgerichte zu Königsberg, 1764 Hofgerichtsrath, 1777 Tribunal-
und Pupillenrath, den 4. Deebr. 1785 aber wirklicher Geheimer
Staatsminister und viertes Mitglied bei dem ostpreuss. Staatsministerinmn,
auch Ober-Burggraf wurde, und am 22. Juni 1788 starb.
Erhard v. K. lebt als Präsident und Geleimer Ober - Finanzrath
zu Berlin.
Dietrich Ehrhard v. K., geboren 1693, trat im Jahre 1709 in das
Infanterie- Reginient Herzog von Holstein, wohrlte den letzten Feldzugen
des spanischen Erbfolgekrieges bei, ward hierauf im Jahre 1736
Major, 1741 Oberstlieutenant, und in der Schlacht bei Czaslaun am
17. Mai des letztgenannten Jahres schwer verwundet. Im Jahre 1743
führte. er als Oberst und Commandeur des Regiments dasselbe am 4,
Juni in das 'Ireffen bei Hohenfriedeberg, und ward im Jahre 1750
Generalinajor und Chef des Regiments Prinz Dietrich von Anhalt.
Beim Ausbruche des siebenjährigen Krieges rückte er mit deniselben
in Sachsen ein, befand sich in der Schlacht bei Lowositz und bei der
Einschliessung der Sachsen bei Pirna, starb aber plötzlich zu Chemnitz
am 42. April 1757. Er war auch Ritter des Ordens pour le mesite
und Erbherr auf Glittehnen, Wangutten und Neufrost, Aus seiner
ersten Ehe mit Henriette Luise v. Cupner war ihm ein Sohn,
und aus seiner zweiten Ehe mit Luise v, Pape, zwei Söhne geboren
worden.
Karl Gottfried v. K., ein jüngerer Bruder des Vorigen, geboren
den 1?. Octbr. 1697, war bei den Jesuiten in Rössel erzogen worden,
und trat 1713 in das Regiment Anhalt-Zerbst. Im Jahre 1723 zum
Prem.-Lieutenant avaneirt, wurde er im Holsteinschen mit vielem
Nutzen zu Werbungen verwendet, im Jahre 1728 aber zu ähnlichen
Zwecken als Stabscapitain ins Reich gesendet. 1733 hatte er das Unglück,
ein Bein zu brechen, und da es schlecht geheilt, entschloss er
sich, es noch einmal brechen zu lassen, worauf die Heilung besser
glückte. Im Jahre 1735 wurde er wirklicher Capitain, 1742 Major,
1750 Oberstlieutenant, 1754 Oberst, und führte als solcher im Jahre
1757 eine Brigade in der Schlacht bei Gross-Jägerndorf an. 1758