Full text : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

4—

 

-*

[I

 

1——

ummer  10

Dien  besieht  in  nichls  weniger  als  in  folaen.
dem:  hr  Gewicht  und  ihre  Macht  zu  dem  Gewicht
  und  der  Krast  anderer  Nationen  hinm'#
zufügen,  um  Frieden  und  Recht  auf  der  ganzen
Welt  #u  sichern.  Solch  eine  Regelung  lann  leßzt
nicht  mehr  lange  verschoben  weroen.

Es  ist  m  Ordnung,  daß,  bevor  es  dazu  kommt,
unsere  Regierung  freimütig  die  Bedingungen
formultiert,  unter  denen  sie  sich  für  berechtigt
ha#t.  von  unserem  Volle  die  Zustimmung  zu  dem
formellen  und  feierlichen  Beitritt  zu  einer  Friedenoliga
  zu  verlangen.  Es  ist  mein  Zweck,  die
Fesistellung  dieser  Bedingungen  zu  versuchen.
Zuerst  muß  der  gegenwärtige  Krieg  beendel
werden.  Ader  wir  sind  es  der  Rechtlichleit  und
aufrichtigen  Rücksichtnahme  auf  die  öffenlliche
Meinung  schuldig.  zu  sagen,  daß  es  insoweit
unere  Tellnahme  an  der  Verbürgung  des  lünfti.
gen  Friedens  in  Frage  kommt,  einen  großen  Unterschied
  macht,  auf  welchem  Wege  und  untec
u  elchen  Bedingungen  dieser  Krieg  beendet  wird.

Die  Verträge  und  Uebereinkommen,  die  ihn  be

enden,  musien  Bedingungen  verwi  irllichen,  die
einen  Frieden  ĩchajfen,  welcher  wert  ist,  verbürgt

Koieneimer  ans###e#e#

 

sammcnarbeit  der  Flotten  der  Welt,  um  die
sieoten  auferlegte  Gesetz  des  Siegers  würde  als  Meere  sowohl  frei  als  gesichert  zu  erhalten,  enge
Demütigung  und  als  hartes,  unerträgl#ches  Op  verlnüpft  ist,  und  die  Frage  der  Begrenzung
ser  angenommen  werden.  Es  würde  Skachel.,  der  maritimen  Rüstungen  bringt  auch  die  größere
Nochsucht  und  bitteres  Gedenlken  hinterlassen.  auf  und  vielleicht  schwierigere  Frage  aufs  Tapet,
dem  das  Friedens  gebãude  nicht  in  bauerhafter;  wie  die  Landarmeen  und  jedes  Pros#umm  mili-Weise,
  sondern.  nur  wie  auf  Flugsand  ruyh:  tärischer  Vorbereilung  eine  Beschränkung  erfahburde.
  Nur  ein  Friede  unler  Gleichen  kannsen  könnten.  So  schwierig  und  heilel  diese  Fra-Dauer
  haben,  nur  ein  Friede,  dessen  Giund  gen  auch  sein  mögen,  sie  müssen  mit  absoluter
pr  inzip  Gleichheit  und  gemeinsame  Teilhaher.  Unvoreingenommenheit  betrachtet  und  im  Geiste
Baft  an  gemeinsamem  Nutzen  ist,  ist.  die  rich  wirklichen  Entgegenkommens  gelöst  werden,  wenn
lige  Geistesverfassung.  Eine  richtige  Gejimnnunganders  der  Friede  eine  Besserung  bringen  und
rnter  den  Nationen  ist  für  einen  dauerheften  von  Dauer  sein  soll.  Ohne  Opfer  und  Konzes--D
  Frieden  ebenso  notwendig,  wie  eine  gerechte  Nionen  isl  ein  Friede  unmöglich.  Der  Geist  der
Lösung  der  streitigen  Gebietsfragen  oder  der  Ruhe  und  Sicherheil  wird  niemals  unter  den
Fragen  über  Rassen  und  Stammestreue  (adaciol  Völkein  hemisch  werden,  wenn  große  und  schwer.
und  national  allegiance).  Die  Gleichheit  der  vwiegende  Rüstungomaßnahmen  da  und  vort  au
·  N«tio11cst,  auf  die  der  Friede,  wenn  er  dauer;  in  Zulunft.  Plaß  greifen  und  fortgesetzt  werden
haft  sein  soll,  gegründet  sein  soll  und  gegr##n-  sollten.  Die  Staatsmänner  der  Welt  müssen
det  sein  muß,  muß  eine  Gleichheit  der  Rechte!)  fur  den  Frieden  arbeiten  und  die  Völler  müssen
sein.  Die  gegenseiligen  Bürgschaften  dürfen  ihre  Politil  diesem  Gesichtspunkte  anpassen,  so
ein  scn  Unterschied  zwischen  den  großen  und  liei.;  wie  s###  sich  bisher  auf  den  Krieg,  auf  erbar.
nen  den  mächtigen  und  schwachen  Völle-n.  we#  mun#  Kampf  und  auf  den  Wetlstreit  vor.
der  auedrücklich  auerkennen,  noch  stillschw#gend  bereitet  haben.  Die  Frage  der  Rüstungen,  einerin
  sich  begreifen.  Das  Recht  muß  gegründet  sein  lei,  ob  zu  Wasser  oder  zu  Land,  ist  jene  Frage,

Unterlegenen  ausgezwungen  wird.  Das  bem  Beauf

  die  gemeinsame  Kraft,  nicht  auf  ind#erduelle
Nationen,  von  deren  Zusammenwirken  der  Frie.
de  abhängen  wird.

Eine  Gleichheit  der  Gebiete  oder  Hilfemittel

und  erhallen  u  werden,  einen  Frieden,  der  den
Beisall  der  Menschheit  erringen  wird  uno  nicht
nur  einen  F'i#-  Len,  der  einzelnen  Interessen  und
augenl  dlichen  Jwecken  der  beteiligten  Staaten:
dienen  wird.  U#  wollen  leine  Stimme  bei  der
Feststellung  desen  haben.  was  diese  Bedingungen
  sein  sollc.  Sbei  wir  wollen.  —  ich  bin  davon
Lberzeugt  eine  Süimme  haben  bei  der  Fet.
sieilung,  ob  diese  Bedingungen  von  Bürgen  ni##mand  verlangt  oder  erwartet  irgend  eines,
eines  allunlalsenden  Bundes  dielbend  gemacht  da  a
werden  jolien  voer  nicht  und  unser  Urteil  über!
darjenige,  wa#s  eine  grundlegende  und  wesentlüche
VBedingung  der  Best  a#ndigleit  ist,  sollte  jelzt  und
nicht  nachher  aus  ge  prochen  werden,  wenn  es  zu  taht,,  als  selbst  die  Gleichberechligung  unl:  den
Krät  sein  ’  lite.  Kein  auf  dem  Zusammenwirlen  organisserten  Völlern.  Kein  Friede  kann  dausen
brruhender  Friedensbund,  der  nicht  die  Böile-  oder  verdient  zu  dauern,  der  nicht  den  Gicand.
der  uruen  Well  in  ich  schliehßt.  kaun  austeichen  satz  anerlennt  und  aunimmt,  daß  die  Regiernn.
um  die  Zulunft  vor  dem  Kriege  zu  sichern  uno  s  gen  alle  ihre  gerechte  Macht  von  der  Oustimd2
  gibl  er  nur  eine  Art  Frieden,  dessen  Ver.ö  mung  der  Regierten  ableiten  und  daß  es  nirbürgung
  die  Voller  von  Amerila  sich  zugesellen  gends  ein  Recht  gibt,  die  Völler  von  Machthaber
lomiten.  Die  Elemente  dieses  Friedens  müssen  eu  Mackthaber  abzutreten,  als  wenn  ire  Eigen-Elemente
  fein.  welche  dar  Vertrauen  der  ame  zum  wären.  Ich  halle  z.  B.,  wenn  ich  em  rin.
rilanischen  Re-  gierungen  verdienen  und  ihrei  zeines  Beispiel  wagen  soll,  für  ausg#man:,  daß
Prinzipien  Cie  #16e  leisten,  Elemente,  welche  zu  die  Stlaatmänner  überall  darin  einig  sino,  dahß
Glauben  und  den  prallischen  es  ein  einiges,  unalhängiges  und  eelbtand  335

en  Kimmen.  die  die  Völler  ren  N.  len  gelen  sollle,  daß  weiler  die  underies

anin  s  ..1«uqu.m«tusd1Dc11udt«kn  H«  »H»«l«1»»»uu»dzoomspl  u  »
l««·"«’  W  *  .  und  ber  ind  wic  nellen  und  i#ztalen  Entwickung
54  n  Uu  I#-  i-lilr  *êv'  in  gen  ;d  eiine  amer  ilanische  6  eaicn  Vö!  lein  Zei  hr  eleis  ie!  werden  lollt:  „  Die
Ro  Dr.#Wie  sich  ir  rdu-  iennr  Fe  rieden,  bdis  jetzt  unter  der  Miadhi  von  Regiernngen  ge—
iellen  ward.,  auf  meiche  lebt  heben.  die  einem  Glanben  und  efn:  n

gend  eine  Art  der  Gleichheit,  die  nicht  in  der
gewöhnlichen  friedlichen  und  gesehabigen  Eut.

Die  Menschheit  hält  jetzt  Ausschau  nach  der
Frciheit  des  Lebens,  nicht  nach  dem  Gleichgewicht
der  Macht.

  
 

 

 

  
 

-*- 

   

 

  

lann  es  naturlich  nicht  geben,  ebensowenig  ir.

wicklung  der  VBölker  selbst  erworben  wuͤrde.  Aber

über  die  Gleichheit  der  Rechte  hinausgim.

Und  elwas  Tieseres  ko  mt  in  Be.;

welche  am  unmittelbarsten  und  einschneidendsten
mit  dem  künftigen  Geschicke  der  Völker  und  des
*Meuchengeschlechles  verknüpft  ist.

 

euien  “6ttts

Wien,  23.  Jan.  Im  Militärgefängnis  in
There#icnstadt  ist  der  wegen  Teilnahme  an  dem
Serajewoer  Atlentat  zu  25  Jahren  schweren  Kerlers
  berurteilte  ehemalige  Gymnasiast  Triflo
:  Grabe  gesiorben.

B  udapest,  23.  Jan.  Die  P#  hatie
in  Erfohrung  gebracht,  oaß  groze  Wicner  Fir
men  in  Budapest  Baumwolle  und  Wir  lwaren  i  im
Betrage  von  nehreren.  Millionen  Kionen  zusalnmengelauft
  hatten.  Die  Waren  waren  al?  Mobeltruneporte
  verladen  und  lolllen  auf  dem
Schissewege  nach  Wien  gebracht  werden.  Da
der  Verdacht  der  Preistreiberei  berechtirt  war,
murden  17  Transportwagen  geönfnet.  Maun
sano  in  ihnen  Baumwolle,  Leinen.,  Sirid=  und
Wirlwaren,  welche  sosort  beschlagnahmi  wur
den.  Die  Baumwoll  Zentrale  hal  genen  die
beleiliglen  Großtllaufleute,  die  ohne  die  vorder
  enriebene  Anmeldung  die  Waren  verkaujien.
die  Einleitung  de  Strafverfahrens  beanliant.

Amüerdam,  23.  Januar.  Nach  Meldan.
gen  Amiterdamer  Bl.  n„  hat  sich  die  Zahl  der
bei  dem  furchtlaren  Londoner  Crplo'ionsun.
gl#  c  umgetome  nen  Menschen  bereits  auj  200
erheht.  Der  Materialrerlunt  ist  ungleich  gröste,
als  im  ersten  Angenblic  angenommen  wurde.

 

Das  bayprische  Kamafprojell

1.  hreuden  n  ecungen  ich  Se.  gen  dmei  iii.  der  ihren  eigenen  ĩ  7  *

noln  da:  fie  es  de.  juchen  würde,  in.  Weun  irh  hiervon  pre.  so  zesehl.  »

»  »s.u-«««H.1»In«.iM·Wlscl)«11«-:n«.«—c.ctiwlssstalscs  ksdlisstcs
usxswxmxs  wqu  AJ  p...uts'.1m.s«.1usznlwxmtmcmästaisdenen,welchedie
«  H.  «»Ih-»Juwsspcknsplhxwk  »Oh-  1ikiAnierilanieszubcncngcsnchthudk.ls:k:--«u
  1ksxsoercknisasnngcn  gloiinknxui"l-MARTHleIOIWUWJIondckklmlstls
«x"«-!;·.c.-.dcnml.!einmaldicskkicqiiihrcndcn«  fOUJM  Gründen,  aus  denen  ich  von  anderen
selast  leit  ennen  werden.  Vloße  Vereinratungen  Friedenzvediunungen  geiprochen  habe,  welche

durjen  *  Frieren  nict  sichern.  Es  wird  un  mir  in  llarer  Weise  unerlaßlich  scheinen,  weil
beding:  notwend'g  sein,  daß  eine  Kraft  geschaf.  ich  eusrichlig  wünsche,  die  Wirklichleiten  aufzu.
ien  w#rd,  die  imftande  ist,  die  Dauerhaftiglen  der  deden.

Abmachun:  den  zu  verbürgen,  eine  Krast,  weit  Irgend  ein  Friede,  der  diesen  Grundsatz  nicht
gröfer  als  dieienige  irgend  einer  der  jetzt  in  Mit.  i  aueikennt  und  annimmt,  wird  unvermeidlich  um.
leidenschaft  gezogenen  Nationen  dder  irgeno  gestafen  werden.  Er  wird  nicht  auf  Neigugen
tuuerts  bisher  gevildeten  oder  geplanten  Bündnis.  uno  Ueberzeugungen  der  Menschheit  fußen.  Das
ses,  W  leine  Nation  und  keine  wahrscheinliche  ".  Ferment  des  Geisses  ganzer  Völker  wird  gegen
ov  igung  von  Nationen  ihr  die  Stirne  bie  45  gewandt  sein  und  ihn  beftändig  bekämpjen.
en,  odet  widerstehen  könnte.  Wenn  de:  e  ganze  Welt  wird  mit  ihnen  sympathisier-n.
Welt  kann  nur  dann  friedlich  sein,  wenn  ihr
jo  muß  es  ein  Friede  sein,  der  gesichert  erscheini!  Leben  auf  dauerhafter  Grundlage  beruht,  und
durch  eine  organisierte  größere  Kraft
Menschheit.  Von  den  Bestmmungen  des  un.  sein  wo  der  Wille  sich  auflehnt,  wo  keine  Ruhe

      

                    

                         

mittelbaren  Friedens,  für  den  man  sich  geeinigt  des  Geistes,  kein  Gefühl  der  Gerechtigkeit,  der

pat-  wird  cs  kiabhannn,  ob  es  ein  Friede  ist,  für  Freiheit  und  des  Rechtes  besteht.
en  eine  solche  Bürgschaft  gesichert  wir  S##wcit  möglich,  sollte  überdies  jedes  große
Die  Frage,  von  der  in  Zulunft  Friede  und  Volk  das  jetzt  nach  der  vollen  Entwicklung  sei.)
Elück  der  Welt  in  Länge  abhängig  ist,  st  die:  ner  Hilfsmutel  strebt,  eines  direlt#en  Ausg#n-Ist
  der  gegenwärtige  Krieg  ein  Kampf  um  ganges  zu  den  großen  Heeresstrahen  der  See
einen  gerechten  und  sicheren  Frieden  oder  für  verschert  sem.
ein  neuc=  Gleichgewicht  der  Krast?  Wenn  es  gen  nicht  bewerkstelligt  werden  kann,  wird  es
nur  ein  Kampf  für  ein  neues  Gleichgewicht  ist.  sicherlich  durch  Rentralisjerung  der  Zugangs-!
wer  soll  und  wer  kann  dann  die  Stabilität  der;  wege  unter  allgemeiner  Garantie  erreicht  werneuen
  Vereinbarungen  verbürgen?  Nur  e.n  den  können,  was  an  und  für  sich  die  Friedens
ruhiges  Europa  kann  ein  dauerhafter  Friede  sicherung  bedeuten  würde.  Keine  Nation  bracht
sein.  Richt  ein  Gleichgewichl.  sondern  eine  Ge.  vom  Zugang  zu  den  offenen  Wegen  des  Wert.
meinsamleit  der  Macht  ist  notwendig,  nicht  eme  hanocls  serngehalten  zu  werden.  Der  Seeweg
erganisierte  Nebenbahlerschaft,  sondern  der  or  muß  gleichfalls  ourch  gesetzliche  Bestimmungen
ganisierte  Gemeinfriede.  wie  auch  tatsächlich  frei  sein.
m——  »  ecrcisteinekondtttosmequanonfutdc
Glücklicherweise  haben  wir  über  diesen  Punlt  Fiieen  und  die  Gleichheit  der  Zusammenarbiit.
sehr  aueführliche  Versicherungen  erhalten.  Die  Viele  der  derzeit  in  Geltung  slehenden  R.geln
Erklarungen  der  beiden  jetzt  gegen  einander  auf.  internalionaler  klebung  werden  zweifelsohne
gebotenen  Völlergruppen  stellen  in  nicht  miß-  einer  radikalen  Umarbeitung  unterworsen  wer.
zuverstehender  Weise  sest,  daß  es  nicht  in  ihrer  den  müssen,  um  die  Freiheit  der  Meere  tatsäch.
Abcht  liege.  ihre  Gegner  zu  vernichten.  Aber  lich  ½u  gewährleisten  und  deren  gemeinsame  Be.
es  mag  vielleicht  nicht  allen  llar  aseein,  was  deeie'  ni#  barkeit  für  die  Menschen  unter  allen  Umstin.
Erllärungen  mit  sich  bringen.  Die  Auffassanng  den  iu  sichern.  Aber  der  Beweggrund  zur  Ein.
hieinber  mag  viellcicht  auch  nicht  dieselbe  cuf  führung  derartiger  Aenderungen  ist  überzeugend
beiden  Sellen  des  Wassers  sein.  Ich  denle,  daß  undo  #wungend.  Ohne  diese  Aenderung  kann  es
es  dienlich  sein  möchte,  wenn  ich  auseinander  u.  lein  Berttauen  und  keine  gulen  Beziehungen
**  veirsuche,  was  nach  unserer;  Meinung  in  unter  den  Völlern  geben.  Der  zunntsrbrochtene
diesen  Versicherungen  begriffen  ist.  srreie  und  unbedrohte  Verkehr  von  Voll  zu  V
.  xri,  ist  ein  wesentlicher  Teil  des  Friedens  und  9n
Es  ist  darin  vor  allem  begriffen,  daß  Frie  Ertwicklungeprozesses.  Es  braucht  nicht  sch  rer

–  –

der  eine  dauerhafte  Grundlage  lann  nicht  vorhanden

Wo  dies  durch  Gcbletsaktreiune  -

DIechthettdctI

Das  Verlehromininerium  wird,  wis  bereils
lurz  mugeteilt.  voraussichtlich  dem  demnächit
insurimelr.tretenden  Landtag  eine  Vorlage  un.
ävterbreiten.  in  der  es  eine  Summe  von  5  Millionen
  Marl  anfordert  zum  Zwecke  der  Detailprejeluetung
  der  bayerischen  Gror#asffahrtswege
  in  Gestalt  einer  Verbindung  vom  Rhein
zur  Donau.  Es  handelt  sich  dabei  um  vie  volle
Durchführung  dieser  Wasserstraße  von  Aschaf
senburg  bis  Passau  für  1200.Thimenia##ffe.  Die
Kofsten  hierfür  werden  auf  rund  650  Millionen
Mark  veranschlagt.  Doch  ist  die  Herstellung  von
Hasenanlagen  hierin  nicht  inbegufjen  und  der
Anschluß  der  Städte  München  und  Augsburg
an  die  Wasserstrahen  ebenfalls  nicht.  Um  einem
wirklich  groß  einsetzenden  Verkehr  gerecht  werden
  zu  lönnen,  ist  nicht  nur  der  zroß'  Schiffstop
  für  1200.Tonnen-Schifse  gewählt,  .  —
auch  bel-nders  hiniichtlich  der  Gröhe  der  Schleujen
  emsprechende  Vorsorge  dahin  getcofsen  wer
den,  daß  gleichzeitig  zwei  großze  Schiife  die
Schleusen  passieren  können,  gleichgältig  welcher
Art  Zupkraft  sie  sich  bedienen.  Die  Dur  fühtung
  des  großen  Unternehmens  ist  nach  Friedensschluß
  in  einem  Zuge  geplant.  Nach  Ablehnung
  aller  Abänderungs-  und  Abküczangslinien
  wird,  wie  bereits  mitgeteilt,  der  Lonau
Mointonal  über  Stepperg-Nürnberg=  Bamberga
durchgeführt  werden.  Alles  Nähre,  auch  die
Lösung  der  Frage,  ob  in  der  bay:  lichen  Donau
  Schleusen  eingebaut  werden  Sder  ein  Sei.
tenkanal  geführt  wird,  soll  die  Detailprojek.
tierung  ergeben.  Die  Vorlage  iil  in  gewissem
Eimte  noch  als  bedingt  zu  bezeichnen,  indem  #

5  Verkehrsministerium  erst  darübe:  vergew  K.
1  will  Pb  die  Interessenten  aewillt  Find,  zu
den  Baukosten  beizutragen.  Zu  diesen  Inlete  senlen

  rechnet  das  Verkehrsministerium  nicht  nur

in  Frage  kommende  bayerische  Städte  und  Gemeinden,
  Handelskorporationen  und  Großindustrielte
  sondern  auch  das  Reich.  Zu  den  Kosten
der  Vorarbeiten  haben  die  Städte  schon  einen
Anteil  zugesichert,  nämlich  1  Million  Marlk.
Die  Vorlage  werde  jetzt  gemacht,  damnt  kein
1  Aufenthalt  entsteht,  so  daß  man  nach  Abgabe  der
Elrlärungen  der  Interessenten  rasch  an  die  Ausarbeilung
  herantreten  läns  (M.  N.  N.)

1

den  werden  muß  ohne  Sieg.  Es  möge  mir  gesatlet
  sein,  dies  auf  meine  eigene  Art  auszulinen
und  möge  es  wohl  verstanden  werden.  da  ich
leine  andere  Deutung  im  Sinne  hatte.  Ich  suche
lediglich  die  Wirulicheit  ins  Auge  zu  farsen,
ohne  Heimlichkeiten,  die  nicht  am  Platze  wären.
Em  Sieg  würde  einen  Frieden  bedeuten,  der  dem

zu  sein,  die  Freiheit  der  Meere  zu  defimten  und
sicher  Mstellen,  wenn  die  Regierungen  der  Welt
den  a##  brichtigen  Willen  haben,  darüber  zu  einer  wenn  man  die  neuerliche  Initiative  in  dieser  für
Verstandigung  zu  gelangen.  Bayerns  wirtschaftliche  Zukunft  ungeheuer  w#Sch.

Dies  isl  ein  Problem,  welches  mit  der  Be-  tipen  Frage  auf  den  Verkehrsminister  v.  Seidgrenzung
  der  maritimen  Rüstungen  und  der  Zu-  lein  zurüdführt.  Es  handelte  sich  zunächst  darum,

Welche  Ziele  orrfolgt  die  Kanalvorlage  der
bayerischen  Regierung?  Man  geht  kaum  fehl,