Aummer 170
München, 25. Juli. Zum Schluß der
heutigen Sitzung der Kammer der Abgcordneten
teillte Präsident Dr. von Orterer mit, daß die
gegenwärtige Session des Landtages bis
zum 20. Augun verlängert worden ist.
ditesden, 25. Juli. Vor 11 Jahren
veimoblte der Gutobesitzer Knorr in Plauen
sein aus mehreren Millionen bestelendes Vermögaen
dem Kaiser zu Gunsten des Heerez und
der Flotte. Davon sind nur noch 300 000
Marl übrig geblieben, denn der Kaiser nat der
Kran Knorr, die im Teilament übergangen
mar, den Pflichtleil auszablen lassen, und ebenseo
einigen Verwandten Ulterstützungen gemäln#!.
Der Rest wurde beeinträchtigt durch
rie Lage des Grundstückmarkter in Pianen.
Turin, 25. Juli. Durch einen bei der Gren#
station Modane Feingetreienen Bergstur: sind
die Tunnel unzugänglich. Es muß mit einen
Unterbrechung der Eisenbahnverbindung zwiche-Frankreich
und Ilalsicn gerechnet werden,
mindestens noch einige Jase Hanett.
besterreich und Serbien.
München, Juli. In der heutigen
Titzung der 1 mer der Abgeorodneten,
in welcher der Cisenbahnetat weitler beraten wurde,
erllärte der Verkehrsminister, kaß die Einrahmen
durch die andauernd ungünstige wirtichastliche
Konsunktur sehr beeinflußt würden.
e#lnch die Borgänge im Oslen üben einen
earoten Einsluß aus. Oeslerreich-Ungarn, so
ful der Minister fort, sehe sich einein schweren
Iv-Stand
gegennuber. Wenn die Nachlarmonarchie
sich durch die neuerlichen Vorkonmnislse
in einen Krieg verwickekt sehe,
jiegreich. bestehen
Zentrums nahm
lebhaften Brau?
munschen wir alle, daß sie
möge. Auf den Bänken des
wan diese Worte mit einem
aui.
Berlin., 25. Juli. Die „Deulsche Tagesgzeitung“
sagt: Das Verlangen Rußlands, die
Frist des Ultimatums zu verlänpern, bedeutet
nichto meiter, als die Verschleppungspolitik
des Zweibundes zu Gunsten Serbiens anzuwenden.
ist zugleich eine gröbliche Brüsticrung
Pesterreich-Ungarns. Die Folger die
ses russischen Schrittes lönnen
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Bad Ischl, 25. Juli. Wraf Berchtold wird
heute Nachmittag wieder hier eintreffen, um
die Antwort der serbischen Regierung auf bie
Note abzuwarten. Der Minister wili dem Kaiser
keinen lelegraphisch übermittelten Berichl vor
legen lassen, sondern sofort nach dem Citreisen
der Note aus Belgrad dem Kasser müm lich Nortrag
erstatten.
Belgrad, 25. Juli. Der X#kt der österreichisch
ungarischen Nole gelangie durch eine
Sonderausgabe der Plätt#r ur allgemeinen
Kenntnis. Wie rerlautel, sotl ie G#sgeloste
Slupschtina für den 2#. Zurli zu einer
außerordentlichen Session einberuien und bie
Wahlen auf unbestimmte zeit vertagnt werden.
25. DTas amttiche Or-Petereburg,
Juli.
gan veröffentlict solgende: Commun.u:: Die
Kaiserliche Regierung it lebhaft beforgt
durch die überraschenden Ereignisse und durch
das an Serbien durch Oesterreich Lerichtele Ultimatum
und verfolgt aufmerlsa'n die Entwich
lung des öslerreichisch serbischen Konfl#llz, in dem
Rußland nicht indifferent bieiben kann.
Rom, 25. Juli. „Vita“ verfichert, daß die
viplomatischen Kreiser überzeugt seien, daß der
öftetreichisch-serbische Konflilt friedlich ausgeben
werde.
London, 25. Juli. Lord Haldaue erklärte
gestern in einer Rede, die Lage i infolge
der Vorgänge wischen SoeirichG und Serlen
so ernst, daß jede Regierung in Besorgnie
sein musee. Er hoffe aber, baß England
sich in dieser Krise auf Seile des Friedens
befinden werde.
Petersburg. 25. Juli Im Ministerium
des Neußern lat das Ullimainm tiesen Eindiuck
gemacht, mumal man in matbgebenden
Kreisen überrengt war, daß eine Enlipannung
liur slich sei. Man äußert sich daher erbittert
übe: Oesterreich und verschiedenilich wird erlüärt,
daß Rußland unmöglich teilnalmslos bleiben
könne. Es verlantet, daß Nuhiand sechs
weitere Armeekorps an die öklerreichische (Orenze
Wersen wolle und daß dieser Beschlun noch wäh
—
Wien, 25. Juli.
Versicherungen, daß bis Samstag 6 Uhr die
trad der Anwesenkeit Poincare: gesaß: worden
sein.)
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Sonntag, : 26. Juli 1074
Nach ihren bestimmten
Antwort Serbiens, und zwar ein J# oder Nein,
leipne ausweschenden Erklärungen 3eben sein
un sie, ericheint der Interventionsversuch Ruß
lands für unannehmbar und muß von
Oe#errich abgewiesen werden. Alie öiter
reickichen Kommentare haben aurgedr#zt, dan
bie zeit fur einen soichen Sch,-ie! vorbei ist.
Daruler wird auch nirgeud; melr ein #weisel
neheiricht laben, und man mun sagen, danß
A#and, wenn es die einste Absich! gelaht
Tälite, im Inierese des Frieken zu inter-Frenieren,
dazn linreichent Zeil in del vergan
nenen vier Wochen gehabt Uülle.
Wien. 25. Juli. Sofort nach Abian# der
Antwoitfrill auf das Ullimalum wird im Falie
einer ablehnenden Antwort Serb#ens Kaiser
Kranz Josef sich in einem Manifen an seinc
VBöller wenden. Dieses Manises: wird die
Kriegserklärung an Serbien enthalten. Es be
iteht die Ablicht, daß diefres Manifen schon heute
um Mitternacht durch Ertrablälter zur Kenninis
der Oeffentlichleit gebracht werden soll.
Wien, 25. Juli. Alie militärischen Vorlehrungen
sind getroffen. Schon heute (Samsiag)
abend wird an sechs Armeclorp die Mo
bilisierungko#rder ergeben. Schlag gegen
Serbien wird mit aller Krast und schneil geführt
werden. 350 000 Mann werden gegen Serdien
und Montenegro dirigiert werden. Alßer den
seche Armeekorps macht auch die Kriegemarine
Da
Ver
mobil.
Wien, Juli. Für den Fall, laß die
serhüche - die ösierreichische Roeie un
beantwortet lassen sollte, wird die öfterreichisch
Unactische Regierung den Ausbruch des
Krieges heute abend 6 Uhr sormell artndigen.
Ein förmliches Ultimatum in dagegen
nicht wabrrscheinlich, da die Not: abnel in dir
letgten, nicht mehr abänderung fähigen Bedin.
ungen enthält.
Belgrad, 25. Juli. Die Reqaieing int
überzeugt, daß ein Krieg unverbieinollich
ist. Man will bereild wissen, daß ein:
Be
autirorlung der Note nicht cti: lgenu wird.
Todes-Anzeige.
1 Udr. nach längerem.
Emt sana der hl. r###blakrameme,
Resenheim, Düsseldors, den 20 Jall 1911
7u Beerdigung findel am Mortoa, den 27. Jull
vom Leichenhause“ eus kalt: der
d athenotnndennärrqqnugkbctnnmdk
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M,,Saubräu-Saal«-SonntagdantLJuliAuftretcndesbekannten
Singspiel-Ensembles „Zernard“
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schweren Leiden, genärht
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Die lieftrauernden hinkerbliebenen.
bl. Krelenge- leedierk
Juli vormttiags 8 Uhr in
p ae adgeba len, wenn Freunde, Lerwankie und Bekaante
Gottfried Banmann.
Wien, 25. Juli. e- ist fal gewiß, da
Bulgarien kein ruhiger Zuschauer bleiben
wird. Weniger sicher ist die Stellung Rumoniens,
dessen Verhalten in der lepten Zeit
wenig befriedigte.
Bächerschem.
Traducteur, The Translator,
J. Traduttore, drei Halbmona- Ischrifien
eum Studium der fran biischen, engiüchen, itadienischen
und deutichen Sprache. Diese Bläat
ter zind so eingerichtet, daß dem fran ööfsischlen,
enqrischen orer italien.-schen Originat gute Uete#=sehungen
oder urtlarend: Fuß#nden beigege
leu find, die dem Lernenden i#ich: uber die
Schmieribleiten l.inweglielien und das Sind:.
unt Gußersst angenehm und sjast murelos mo
men. Auherdem vermitteln sie die Korrespondenz
in fremder Sprache, so daß mancher umme
rer Leser in illnen ein ausgerichn#ete; Minel
jeiner Verrolllammuung sinden wird. Prabe
rummern für Franzoficch. Englisch oder 3A
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