frühromanische Fenster,
dessen Bogen im 15. Jahrhundert
beim Neuaufbau
vermauert wurden, äußer—
lich aber sichtbar und gut
erhalten blieben. Das
Schloß selbst, das im Gegen—
satz zur Odenburg damals
als das „vorder sloß“ be—
zeichnet wurde, blieb zu—
nächst Ruine.
So endete mit der immer
mehr zerfallenden Reichs
einheit und dem sinkenden
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Ansehen kaiserlicher Maje—
stät die alte staufische Feste,
bis das schweizerische Gra—
fengeschlecht der Thiersteiner
sie aus dem Trümmer—
felde erhob und jene mächtige Burganlage schuf, welche die wesent—
lichen Bestandteile des heutigen Kaiserschlosses bilden.
Wir werden wohl nicht fehlgehen, wenn wir annehmen, daß es
vorzüglich strategische Erwägungen waren, welche Kaiser Friedrich III.
bestimmten, den kriegserfahrenen und unternehmungslustigen Grafen
In der Baugeschichte der Burg bedeutet die Thiersteiner Zeit
eine neue kraftvolle Lebensperiode. Vom Standpunkt der Reichs—
geschichte aus betrachtet, bietet aber schon der Beginn der neuen
Ara ein wenig erfreuliches Bild dar. Die Thiersteiner haben es
verstanden, der gesamten Burganlage jene Einheitlichkeit und Gediegenheit
zu verleihen, welche auch heute noch der charakteristischste
Zug in ihrer ganzen Erscheinung ist. Wer von der Hohkönigsburg