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daran fehlt es allgemein. Es ist ein Deutschland im
Werden — ja, schon am Werke —, das die Meisten
gar nicht kennen. Welch grundguter Geist da waltet —
trotz der gemeinen Elemente, trotz des international
gerichteten Geldpöbels, trotz der ungeschickten Polterer
und auch trotz der widerwärtigen harisäer, deren
tugendhafte Augenverdrehungen sie Überall nur das
Schlechte, nie den reinen Willen, nie die tüchtige, vorbildliche
Tat erblicken lassen —, das zeigen uns die deutschen
Kolonien, das zeigt uns vor allem jenes unvergängliche
Ruhmesblatt in der Regierung Wilhelms II.: Kiautschou.
Hier erfahren wir, was Deutschland unter „Frieden“ versteht;
dagegen ein vergleichender Blick auf Hongkong —
von England seinem schmählichen Opiumhandel zulieb gewaltsam
blutig geraubt und inzwischen zur verruchtesten
Lasterhöhle des fernen Ostens herangewachsen — uns belehrt,
daß das in Kiautschou schon halb verwirklichte
deutsche Ideal der englischen Politik ganz und gar unbekannt
ist.
Da nun Oeutschland den Frieden aufzwingen muß, da
es einzig durch Gewalt sein den Gegnern unbekanntes
Kriegszielerreichen kann, so fragtes sich: wie find die Widerstände
beschaffen, die diesem „Willen zum Guten“ entgegenstehen?
Die Beantwortung dieser Frage fällt dreifältig
aus, weil jedem einzelnen der drei Gegner gegenüber
(Italien zähle ich nicht) die politische Lage ein andere ist.
Bei Frankreich liegen die Dinge am einfachsten. Wenn
die Franzosen nicht wahnfinnig wären, wenn sie sich nicht
zu Knechten Englands und Rußlands mißbrauchen ließen,
ich wüßte nicht, welche Veranlassung zu einem Streit mit
ihnen entstehen könnte. Nun sind sie aber wahnfinnig,