Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Fünfzehnter Band. (15)

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und  Geld-Mäckler,  wenn  man  bei  Berechnung  des  Wohls
eines  Staats  blos  auf  Schatz,  Handel,  Armee  u.  dgl.  sehen
  will,  und  nicht  auch  auf  Seelen-Wohlbehagen  des  Menschen.
  Wie  Viele  leben  nicht  lieber  in  der  größten  Eingezogenheit,
  lassen  sich  lieber  die  herbsten  Entbehrungen  gefallen,
  wenn  sie  nur  nach  dem  Bilde  ihres  sich  selbst  entworfenen
  Glücks  leben  köonnen!  Verdienen  diese  nicht  auch
Rücksicht?  4)  Wenn  man  aber  von  der  Wichtigkeit  jener
Versammlungen  spricht,  so  ist  es  nicht  einmal  allein  um
das  Politische  zu  tbun,  sondern  auch  viele  andere  Nachrichten,
  Notizen,  Empfindungen  werden  hier
ausgewechselt,  manche  namentlich  für  Handel  und  Gewerbe
  fruchtbare  Ideen  ausgetauscht,  manche  nützliche  Unternehmungen
  durch  die  spekulativen  Koͤpfe,  die  sich  in  der
Volks-Versammlung  treffen,  verabredet,  manche  kaufmaͤnnische
  Geschaͤfte  durch  die  Handels-Geister,  die  hier  zufaͤllig
sich  finden,  abgeschlossen.  Insbesondere  in  kleinen  Staaten,
in  solchen,  wo,  wie  in  diesen  demokratischen  Cantons,  keine
großen  Staͤdte  sich  befinden,  wo  das  Volk  oft  noch  so  zerstreut
  wohnt,  daß  es  nicht  einmal  in  Doͤrfern  recht  conzentrirt
  ist,  ist  dieser  Vortheil  von  großem  Moment  und  giebt
gleichsam  einigen  Ersatz  fuͤr  jenes  Einzelleben.
g.  22.
Nachtheile  der  Demokratie.

Diesen  Vortheilen  siellen  sich  aber  unläugbare  Nachtheile,
  unüberwindliche  Schwierigkeiten  entgegen.  1)  Nach
der  Natur  der  Sache  paßt  eine  solche  demokratische  Form
blos  für  einen  kleinen  Staat  von  höchst  eingeschränkter
  Größe;  für  einen  Staat,  wo  überdieß  die  Menschen
  vorzüglich  vom  Ackerbau  und  nicht  vom
Handel  leben.  In  der  ersteren  Beziehung,  wie  wollten