thumbs : Neues Preussisches Adels-Lexicon. Dritter Band. I-O. (3)

Lilienanker  —  Lilienhoff.  955

lien.  Kaiser  Franz  I.  erhob  im  Jahre  1747  und  durch  ein  wiederholtes
  Diplom  vom  24.  Febr.  1756  diese  Familie  in  den  Freiherrnstand.
Zt  Wien  lebte  noch  in  neuester  Zeit  Friedrich  Freiherr  v.  L.,  kaiserl.
königl.  General-Feldmarschall-Lieutenant.  —  Gegenwärtig  ist  ein  v.
Lilien  zu  Echthausen  Landrath  des  Kreises  Arnsberg.

2)  Eine  adelige  Familie  dieses  Namens  gehörte  der  Mark  Brandenburg
  und  den  markgräflich  bayreuthischen  Landen  an.  Ihr  Stammvater
  war  Sebastian  Lilien,  kais.  Oberst,  der  vom  Kaiser  Rudolph  II.
im  Jahre  1592  in  den  Adelstand  erhoben  worden  war.

Siebmacher  giebt  das  Wappen  der  v.  J..  unter  den  Öösterreichischen
  doppelt.  Das  erstere  zeigt  im  blauen  Schilde  eine  silberne  fran-?ösische
  Lilie,  und  aus  dem  bewulsteten  Helme  wächst  ein  silbernes
gellügeltes  Ross.  Das  zweite  Wappen  ist  in  der  obern  Hälfte  blau,  in

er  untern  goldenen  gespalten.  In  dem  blauen  Felde  ist  ein  schwarzer
  Adler,  in  der  rechten  Hälfte  des  untern  die  silberne  Lilie,  in  der
linken  aber  ein  spitzer  grüner  Hügel  dargestellt.  ‘Dieses  Schild  ist
mit  zwei  Helinen  bedeckt.  Der  rechte  ist  gekrönt,  und  es  wächst  aus
demselben  ein  gegen  die  linke  Seite  anfspringender  goldener  Löwe.
er  linke  ist  mit  einer  Wulst  belegt,  und  es  springt  aus  demselben  ein
Seflügeltes  silbernes  Ross  nach  der  rechten  Seite  auf  ‚„  so  dass  Löwe
und  Ross  sich  gegen  einander  wenden.

M.  s.  Kroline,  II.  S.  252  u.  f.  Ritter  v,  Lang,  A.  d.K.B.  S.
176  u.  431.  Ganhe,  Il.  S.  636  u.  f.

Lilienanker,  die  Herren  von.

.  „Eine  adelige  Familie,  die  aus  Schweden  stammt  und  gegenwärtig
In  Pommern  ansässig  und  begütert  ist,  namentlich  besitzt  sie  im  Re-Slerungsbezirk
  Stralsund  den  Rittersitz  Daskow.

Lilienhoff,  die  Herren  von.

König  Friedrich  11.  ertheilte  am  18.  Novbr.  1763  dem  Adalbert
Paul  Swini  v.  Jilienhoff  einen  Anerkennungsbrief  seines  im  Jahre
1756  von  der  Kaiserin  Maria  Theresia  erhaltenen  Adels.  Der  Erho-’ene
  hatte  in  einer  geheimen,  aber  rechtmässigen  Elıe  mit  der  Für-Stin
  Katinka  Sapieha  auf  Freihalın,  gelebt.  In  dieser  Ehe  wurden
“wei  Söhne  geboren,  die  unter  den  fremden  Namen  v.  Adelstein  und
Y.  Zwowitzki  im  Auslande  erzogen  worden  waren,  nämlich  der  Aeltere,
„Pechim  Anton  Ignas  Franz  Xaver,  geb.  1755,  nalıın  den  Namen  y,
“Wowitzki,  und  der  Jüngere,  Johann  Nepomuk  Anton  Iynaz,  geh.
1757,  den  Namen  v.  Adelstein  an.  Im  Jahre  1775  stellte  König  Fried..
tich  17,  unter  dem  77.  April  diesen  beiden  Kdelleuten  ein  besonderes

eZitimationspatent  ihres  adeligen  Standes  aus.  Der  erwähnte  Joh.
ep.  v,  Lilienhoff-Adelstein  war  Landesältester,  Herr  auf  Strebitzko
nd  Wensowitz.  Er  hatte  früher  als  Hauptmann  in  der  Armee  geet
  lin  Solın  desselben  L.  v.  Adelstein  (m.  s.  den  Art.  Adelstein)
ad  ‚als  Major  im  7.  Infanterie-Regimente  und  erwarb  sich  bei  Ligeny
Hin  eiserne  Kreuz.  —  Kin  Sohn  des  v.  L.-Zwowitzki  stand  als  Hanpte
  ann  im  23.  Infant.-Regim.  und  hat  sich  bei  Ligny  das  eiserne  Kreuz
"worben,  Er  ist  im  Jahre  1836  als  Major  aus  dem  activen  Dienst
Selreten,  —  Ein  jiingerer  Bruder  des  Letztern  steht  als  Lieutenant
n  23.  Infanterie-Regimente.