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durch gesetzliche Vorschriften ausschließend den Gerichten oder anderen öffentlichen
Behörden zugewiesen sind.
Doch soll in allen Fällen, in welchen das Gesetz zeither zur Beurkundung
einer Erklärung die Protocollirung oder das Anerkenntniß derselben
vor Gericht erforderte, insbesondere auch bei Eintragungen in das Grundund
Hypothekenbuch, ingleichen bei Löschungen im Grund= und Hypothekenbuche
künftig eine vor Notar anerkannte Urkunde, oder eine vom Notar
ertheilte Protorollsausfertigung gleiche Kraft wie gerichtliche Urkunden haben.
Die von Notaren in ihrem Geschäftskreise gesetmäßig aufgenommenen
Protocolle, sowie die von denselben in ihrem Geschäftskreise gesetzmäßig ausgestellten
Ausfertigungen und Zeugnisse haben die Kraft öffentlicher Urkunden
und liefern über das, was sie enthalten, vollen Beweis.
Die Frage, welchen Einfluß es auf die Beweiskraft hat, wenn bei Errichtung
oder Ausfertigung von Notariatsurkunden Vorschriften der Notariatsordnung
unbeachtet geblieben oder verlätzt worden sind, desgleichen die
Frage, welche rechtliche Wirkung einer besage solcher fehlerhafter Notariatsurkunden
vorgenommenen Handlung zukommt, ist nach den allgemeinen gesetzlichen
Bestimmungen zu beurtheilen.
Ernennung der NMotare.
Die Ernennung der Notare geschieht auf Ansuchen vom Ministerium
der Justiz, welches dabei das sederzeitige Bedürfniß des Verkehrs und des
Eeschäftslebens zu berücksichtigen hat.
Zu Notaren werden nur Personen ernannt, welche
1) wenigstens seit fünf Jahren im Amte eines Advocaten sich als geschäftstüchtig
bewährt, auch
2) das dreißigste Lebensjahr bereits zurückgelegt haben und
9) sich im Besitze der zu Ausübung des Notariatsamtes erforderlichen
körperlichen wie geistigen Eigenschaften befinden.
Der Notar kann sein Amt nicht eher ausüben, als nachdem er vom
Ministerlum der Justiz oder von einer von demselben hierzu beauftragten
Gerichtsbehörde zur Ausübung desselben verpflichtet worden ist. Die erfolgte.
Ernennung und Verpflichtung wird hierauf öffentlich bekannt gemacht.
Bei der Verpflichtung hat er eidlich anzugeloben, das ihm übertragene
Amt nach seinem besten Wissen den gesetzlichen Vorschriften gemäß mit Fleiß
und Gewissenhaftigkeit auszuunben.
Ueber die erfolgte Verpflichtung wird dem Notar behufs seiner Legitimatton
ein Michcher ausgeferiggt