licher und wirtschaftlicher Beziehung zu treffen hat. Den Eingeborenen
gegenuͤber wirkt der Missionar neben der Lehre vor allem
durch das eigene Beispiel. Hat er sich einmal unter den Einge—
borenen eingerichtet und ihr Vertrauen gewonnen, so beginnt
die neben der Lehre nie außer acht zu lassende Unterweisung in der
praktischen Arbeit. Der Betrieb von Ackerbau, Viehzucht und
Handwerk seitens der Eingeborenen wird planvoll gehoben.
Dies geschieht in erster Linie durch die wirtschaftlichen Anlagen,
die fast bei jeder Missionsstation errichtet werden. Hier wird den
Eingeborenen gezeigt, wie der Boden mit zweckmaͤßigeren Werkzeugen
urbar gemacht, wie er verbessert und sachgemäß ausgenutzt
wird. Der nächste Schritt ist die Gründung besonderer Ackerbau-,
Handwerker= und Industrieschulen, in denen jeder lernbegierige
Eingeborene praktische Unterweisung in den verschiedenen
Lehrfächern erhält. Mit dieser methodischen Erziehung zu geordneter
Arbeit wird ein doppelter Zweck erreicht. Einmal wird die
gesamte Lebenshaltung der Eingeborenen eine bessere, denn sie
lernen die reichen, ihnen zur Verfügung stehenden Naturschätze
vorteilhafter auszunutzen. Dann aber werden sie durch die allmähliche
Gewöhnung an erhöhte Bedürfnisse von selbst dazu gebracht,
durch ihrer eigenen Hände Arbeit die notwendigen Mittel
zur Bestreitung der gesteigerten Bedürfnisse zu verdienen. Auf
diese Weise wiederum erhält der weiße Pflanzer die nötigen einheimischen
Arbeitskräfte und durch die gesteigerte Kauflust und
Kaufkraft der Händler den für seine Waren gewünschten Absatz.
Die Mission begnügt sich aber nicht damit, die Eingeborenen
rein mechanisch zu tüchtigen Ackerbauern, Pflanzungsarbeitern
oder Handwerkern herauszubilden, sie ist vielmehr darauf bedacht,
neben der Handfertigkeit das sittliche und geistige Niveau
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