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87.
Wiederholung der Prüfung.
(1) Wer die Prüfung nicht bestanden hat, kann sie innerhalb der nächsten zwei Jahre
einmal wiederholen.
(10) Das gleiche gilt, wenn eine Teilnehmerin vor oder während der Prüfung ohne
ausreichenden Grund zurückgetreten oder nach §5 von der Prüfung ausgeschlossen worden ist.
(ul) Innerhalb von zwei Jahren kann auch eine mit Erfolg abgelegte Prüfung zur
Erlangung eines besseren Zeugnisses wiederholt werden. In diesem Fall wird das frühere
Zeugnis unter allen Umständen durch das Ergebnis der neuen Prüfung ersetzt. Doch kann
eine Teilnehmerin, die bei einer solchen Wiederholung die Prüfung nicht bestanden hat,
binnen Jahresfrist noch einmal zugelassen werden.
g8.
Übergangsbestimmungen.
(0 Die vorliegende Prüfungsordnung tritt am 1. Januar 1917 mit der Maßgabe in
Kraft, daß die erste Prüfung nach den neuen Vorschriften im Jahre 1918 stattfindet und
daß zu dieser Prüfung solche Bewerberinnen zugelassen werden, die spätestens bis
1. Oktober 1918 das 19. Lebensjahr vollendet haben. Im Jahr 1917 fällt die niedere
Prüfung für Handarbeitslehrerinnen aus.
(I) Mit dem 1. Januar 1917 verlieren von der Verfügung des Ministeriums des
Kirchen- und Schulwesens vom 9. Dezember 1899, betreffend die staatlichen Prüfungen der
Lehrerinnen für weibliche Handarbeiten (Reg. Bl. S. 1145), die §§ 1 bis 8, soweit sie sich
auf die niedere Prüfung für Handarbeitslehrerinnen beziehen, ferner die 889 bis 11 ihre
Gültigkeit.
Stuttgart, den 15. Juni 1916.
Habermaas.