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3. Friedrich Milhelm, der Grobe Kurfürsft (1640—1688).
Seine Jugend siel in die schwere Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Er sah all
das Elend mit eigenen Augen, das dieser Krieg besonders auch über die Mark Branden-
burg brachte. Als er die Regierung übernahm, war er fast völlig machtlos. Immer
noch lagen die Schweden im Lande. Das ganze Volk war verarmt: Städte und
Der Große Kurfürst bei Fehrbellin.
(Miu Genehmigung der Photographischen Gesellschaft in Berlin.)
Dörfer waren verwüstet: es entstand eine furchtbare Hungersnot und verbeerend
wütete die Pest. Angesichts so vielen Unglücks schwur sich der junge Herrscher alles
aufzubieten, um den brandenburgischen Staat aus seiner Erniedrigung zu erheben;
ud gelang dem klugen, energischen und zielbewußten Fürsten in seiner langen
Regierungszeit, die von Kampf und Arbeit erfüllt war, diesen Entschluß durchzu-