Full text : Von Potsdam nach Doorn.

 

 

Prof.  Dr.  Ernst  Schulize

Die  Blutspur  Englands

Geschichte  der  englischen  Kriegsgrausamkeiten
364  Seiten,  16  Seiten  Abbildungen,  Leinen  RM  7.80

Die  britische  Admiralität  läßt  seit  Jahrhunderten  alle  ihre  Taue  mit  einem
roten  Faden  durchziehen  —  und  rot  ist  die  Farbe,  mit  der  England  die  ihm
gehörenden  Gebiete  auf  der  Weltkarte  anstreicht.  Rot  ist  vor  allem  die  Blutspur,
  die  Großbritannien  durch  die  Weltgeschichte  gezogen  hat.

Wo  immer  englische  Eroberungen  und  Kriege  sich  abgespielt  haben  —  stets
trugen  die  darin  begangenen  Grausamkeiten  niedrigere  Züge  als  die  Kämpfe
anderer  Nationen.  Stets  waren  die  britischen  Kriegshandlungen  nicht  nur
gegen  die  feindlichen  Soldaten,  vielmehr  auch  gegen  Nichtkämpfer  einschließlich
  der  Frauen  und  Kinder  durch  eine  nicht  zu  überbietende  Heimtücke
  gekennzeichnet.  Jeder  Zweifel  an  der  vielfach  geradezu  sadistischen
Art,  in  der  England  seine  Kriege  führt,  erstickt  in  der  ungeheuren  Masse  des
Anklagestoffes,  den  die  Geschichte  dieses  Volkes  angehäuft  hat.

In  jedem  seiner  Kriege  ist  daher  zu  erwarten,  daß  alldie  Grausamkeiten  von
ihm  abermals  begangen  werden,  die  es  sich  schon  so  oft  hat  zuschulden
kommen  lassen.  Ein  klassischer  Beweis  ist  es,  daß  Churchill  1940  den  Korvetten-Kapitän
  Godfrey  Herbert,  der  im  Weltkrieg  unter  falschem  Namen
von  Bord  der  „Baralong‘‘  aus  feige  Massenmorde  beging,  auf  einen  hohen
Posten  der  britischen  Admiralität  berief.  Ebenso  ist  der  Mord  an  den  wehrlosen
  deutschen  Matrosen  der  „Altmark“  in  dem  norwegischen  Hoheitsgebiet
des  Jössing-Fjordes  nichts  anderes  denn  eine  Wiederholung  von  Brutalität
und  Völkerrechtsbiüchen,  wie  England  sie  hundert-  und  tausendfältig  begangen
  hat.

Das  Buch  von  Professor  Dr.  Ernst  Schultze,  das  zum  ersten  Male  eine  Geschichte
  der  englischen  Kriegsgrausamkeiten  bietet,  führt  uns  bei  seinem
Rundgang  durch  die  letzten  Jahrhunderte  eine  so  große  Zahl  entsetzlicher
Roheiten  vor,  daß  man  kaum  glauben  sollte,  sie  könnten  immer  wieder  von
demselben  Volke  begangen  worden  sein.  Wer  die  Engländer  kennenlernen
will,  und  das  haben  wir  alle  bitter  nötig,  findet  in  diesem  Buche  ein  außerordentlich
  wertvolles,  geradezu  erschütterndes  Charakterbild  ihres  Verhaltens
  im  Kriege.

 

 

 

MA.KLIEBER  VERLAG  7  BERLIN  NW  7