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hätte der Herzog Geld gehabt, so würde er es lieber auf Beförderung
seines Restitutionsgesuchs angewandt haben.
Es war doch bläglich, daß er den Kaiser bitten mußte,
nicht von ihm zu erwarten, daß er einen Gesandten nach
Wien schicke. Dieser Aufwand sey für ihn zu groß, er wönschte
alles bloß schriftlich verhandeln zu dürfen. Alle Hoheit eines
Teutschen Fürsien war verloren, daß der Graf von Trautmannsdorf
sich unterstehen durfte, dem Bruder des Herzogs",
der die völlige Restitution persoͤnlich in Wien negociirte,
geradehin in's Angesicht zu erklären „Eberhard moöchte wic an-„dere
Fürsten auch mit wenig Land zufrieden seyn lernen;
„Baden und Culmbach sepen bei einem kleinen Lande doch auch
„Fürsten, man müsse sich schicken lernen, sparsamer Hof hal-„ten,
guten Haushalt führen, keine kosibaren Kindtaufen
„und andere Festins halten.“ Frcunde und Feinde ärgerten
sich, daß Eberhard, während sein Land von allen Parthien
ruinirt wurde, während man ihn zu Wien berächtlich wie einen
Unmündigen behandelte, während er selbst den Kaiser bat,
seine-Ingend anzusehen, an Liebeshisforien deuken mochte, aufs
Heurathen verfiel, Söhne und Tochter erzeugte, Er lernte in
Straßburg eine Wild= und Rheingräfin von. Salm kennen,
deren: Schbnheir ihn so fesselte, daß wenn.ihm schon die Schweden
riethen, lieber das eiserne Wammes als die Bräutigamsbosen
anzuziehen 2), mitten im'größten Elend doch Hochzeit
gemacht wurde; man konate der neuen Herzogin jaͤhrlich nur
wierhundert Gulden aussetzen. «
Das Ungluͤck wollte, daß die Herzogin schon in der Mitte
des siebren" Monats ihrer Ehe mit einem Prinzen entbunden
*) ECigene Worte, vielleicht des Kanzlers Drenftirm S. Sattler,
v
* M. Werte. V. Pr. 20