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gere Maße; nur Ehingen entspricht noch dem allgemeinen Mittel. Für diese
Oberämter mag vorerst nur kurz die Nähe und der Einfluß der fiebererzeugenden
Niederungen von Donau, Iller und Blau hervorgehoben werden. Der
äußerste Süden des Landes zeigt in Laupheim (165,9), Biberach (165,4),
Saulgau (165,3), Waldsee (165,9), Leutkirch (165,5), Tettnang (165,2)
und besonders in Wangen (166,0) durchaus eine bedeutendere Größe der
Gemusterten. Ravensburg steht in Bezug auf die Körpermaße (164,6),
wie in manchen anderen Beziehungen, auffallend tiefer und isolirt da, ohne
daß es bis jetzt möglich wäre, diese Differenzen zu erklären. Im Uebrigen
erscheint ganz Oberschwaben nach allen Seiten von gleichförmigem
Verhalten, als eine ausgedehnte Hochfläche, überwiegend mit Ackerbau und
Viehzucht und mit einer körpergroßen kräftigen Bevölkerung. Im Oberamt
Wangen steigen die ersten höheren Berge des Allgäus empor, das sich im
benachbarten Bayern zu viel bedeutenderen Erhebungen entwickelt.
Der nördliche Theil von Württemberg verhält sich in Bezug auf
seine Bodengestaltung und seine Bevölkerung ganz anders als die oberschwäbische
Ebene. Der Schwarzwald im Westen und die Keuperberge
nördlich vom Remsthal durchziehen das Land von Nord nach Süd. In
beiden Bergzügen hat die Bevölkerung niedere Körpermaße. Das Waldgebirge
des Schwarzwalds beginnt mit dem Oberamt Sulz (164,8); dann
folgen Oberndorf (164,3), Freudenstadt (164,1), Nagold (164,4), Neuenbürg
(164,1) und Calw (164,7). Im Osten erhebt sich nordöstlich von
Schorndorf (164,5) der Welzheimer Wald, und die bewaldeten Berge erstrecken
sich durch die Oberämter Welzheim (164,5), Gaildorf (164,0) und
Backnang (163,7). Hier setzen sie sich, indem sie niederer werden, westlich
fort in die Weinbergbezirke Marbach (163,2), Besigheim (164,5) und
Weinsberg (163,6). Ueberall in diesen Oberämtern tritt der Ackerbau
zurück; Waldbau und Weinbau legen der Bevölkerung größere Entbehrungen
und Anstrengungen auf. Beide Gebirgszüge gehen an ihren Rändern in
Hochflächen über. In dem Winkel zwischen Schwarzwald und Alb liegen
Herrenberg (165,6), Böblingen (165,3), Stuttgart Stadt (165,5) und
Amt (165,3), Eßlingen (165,5), Cannstatt (165,3) als eine mäßig durchschnittene
Hochebene, südlich mit Ackerbau, nördlich mit zunehmendem
Weinbau und mit einer Bevölkerung von bedeutenden Körpermaßen. Diese
Terrasse senkt sich durch Waiblingen (164,8), Ludwigsburg (164,8), Leonberg
(164,7), Vaihingen (164,8), Maulbronn (164,8) und Brackenheim
(164,8) theils den weinbauenden Distrikten des unteren Neckars, theils
der Rheinthalebene zu. Auch in der letzteren Richtung wird viel Weinbau
getrieben. Die Körpermaße liegen noch etwas unter dem Mittel.
Erst in den Oberämtern Heilbronn (165,5) und Neckarsulm (165,5), welche
ganz in die Ebene südlich vom Odenwald übergehen, steigen die Maße