da
schon über neunzehn Millionen *) geschätzt wurden. Der
NRevisionsproceß mochte noch so geschickt fortgeführt werden,
die Erekution, wie es Recht war, unterdeß verweilen, so
war doch bei der Erbirterung beider Religionspartheien, wie
sie durch den dreissigjährigen Krieg stieg, und wie sie gewöhnlich
bei Reichsgerichten aufs höchsie stieg, kaum noch ein
Schimmer von Hoffnung übrig, zu. siegen wo man schon
einmal verloren hatte, und dem mächtigen Bairischen Hause
eine Besitzung zu entreissen, die so scheinbar angesprochen und
unted, dem Schutze der ganzen katholischen Parthie behauptet
werden konnte. War einmal das Lüneburgische Haus von
Schweden geschieden, war weder Französischer Schutz noch
patriotische Theilnehmung der gesammten protestamtischen Parthie
zu hoffen, wie sollte noch wohl ein glücklicher Ausgang des
Revisi onsprocesses erwartet werden koͤnnen, und wie gefaͤhrlich
war's nicht, auf ein ungewisses hin die fast unvermeidliche
Gefahr zu wagen, auch noch zum Ersatze jener neunzehn
Millionen genossener Einkänfte gezwungen zu werden.
« Es war weise einen Vergleich zu suchen, und bei diesem
Vergleiche schien es ein Hauptgesetz zu seyn, alle die Stücke
vorerst auszusondern, die der Bischof, da die Hildesheimische
Fehde ausbrach, nicht aus eigenthümlichem Hoheitsrechte
sondein bloß als Pfandschaftstuͤcke besessen harte. Unmöglich
schien der Vischof den Vesitz dieser Stücke behaupten zu
können, da das Wiedereinldsungsrecht des Lüneburgischen
Hauses klar war, und die Restitution des Pfandschaftschillings
bei den langdaurenden widersprochenen Genusse der verpfän-5
8182 ß. s. Mosers Erläuter, des Westph. Fr. aus Reichs-*ê
Hof NR. Handlungen, II. Th. S. 107. Ausserdem war ehedem
wefzen des Schadens, den Herzog Georg wahrend seines Schwe-J
dischen Generalats dem Stifter zugefügt habe, *—*) Foderung
von ?,243,000 Rth. gemacht worden. (. . “168.