wäre; das würde aber niemals der Tatsache Eintrag tun, daß
Gott Moses dazu angeregt und insofern sich dem Volke Israel
geoffenbart hat.
Daher ist meine Auffassung, daß unser guter Professor hinfürder
lieber die Religion als solche bei seinen Vorträgen in unserer
Gesellschaft anzuführen und zu behandeln vermeidet, dagegen,
was die Religion, Sitten etc. der Babylonier etc. in Beziehung
zum Alten Testament bringt, ruhig schildern möge. —
Für mich ergibt sich daraus die nachstehende Schlußfolgerung:
a) Ich glaube an Einen, Einigen Gott.
b) Wir Menschen brauchen, um ihn zu lehren, eine Form, zumal
für unsere Kinder.
c) Diese Form ist bisher das Alte Testament in seiner jetzigen
Überlieferung gewesen. Diese Form wird unter der Forschung
und den Inschriften und Grabungen sich entschieden wesentlich
ändern; das schadet nichts, auch daß dadurch viel vom Nimbus
des auserwählten Volks verloren geht, schadet nichts.
Der Kern und Inhalt bleibt immer derselbe, Gott und Sein
Wirken!
Nie war Religion ein Ergebnis der Wissenschaft, sondern ein
Ausfluß des Herzens und Seins des Menschen aus seinem Verkehr
mit Gott.
Mit herzlichstem Dank und vielen Grüßen
stets Ihr treuer Freund
gez.: Wilhelm I. R.
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