Volltext : schaumburg-Lippische Landesverordnungen. Vierundzwanzigster Band. (24)

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Auf  den  Antrag  des  Besitzers  der  Herde  oder  dessen  Vertreters  kann  für  die
Vornahme  der  Impfung  eine  Frisl  gewährt  werden,  wenn  nach  dem  Gutachten  des  beamteten
  Thierarztes  die  sofortige  Impfung  nicht  zweckmäßig  ist.

Auch  kann  auf  den  Antrag  des  Besitzers  oder  dessen  Vertreters  von  der  Anwendung
  der  Impfung  hanz  Abstand  genommen  werden,  sofern  Maßregeln  getroffen  sind,
welche  die  Abschlachtung  der  noch  seuchenfreien  Stücke  der  Herde  innerhalb  10  Tagen
nach  Feststellung  des  Seuchenausbruchs  sichern.

ß.  47

Gewinnt  die  Seuche  eine  größere  Ausdehnung  oder  ist  nach  den  örtlichen  Verhältnissen
  die  Gefahr  einer  Verschleppung  der  Seuche  in  die  benachbarten  Schafherden
nicht  auezuschließen,  so  kann  die  Impfung  der  von  der  Seuche  bedrohten  Herden  und
aller  in  demselben  Orte  befindlichen  Schafe  polizeilich  angeordnet  werden.

.  46.

Die  geimpften  Schafe  sind  rücksichilich  der  polizeilichen  Schutzmaßregeln  den  pockenkranken
  gleich  zu  behandeln.

§.  40.
Außer  in  dem  Falle  polizeilicher  Anordnung  (55.  46  und  47)  darf  eine  Pockenimpfung
  der  Schafe  nicht  vorgenommen  werden.
s.  Beschälseuche  der  Pferde  und  Bläschenausschlag  der  Pferde  und
des  Rindviehé.

H.  50.

Pferde,  welche  an  der  Beschälseuche,  und  Pferde  oder  Rindviehslücke,  welche  an
dem  Bläochenausschlage  der  Geschlechtotheile  leiden,  dürsen  von  dem  Besitzer  so  lange
nicht  zur  Begatiung  zugelassen  werden,  als  nicht  durch  den  beamteten  Thierarzt  die  vollständige
  Heilung  und  Unverdächtigkeit  der  Thiere  festgestellt  ist.

Tritt  die  Beschälseuche  in  einem  Vau-  in  größerer  Ausdehnung  auf,  so  kann
die  Zulassung  der  Pferde  zur  Begallung  für  die  Dauer  der  Gesahr  allgemein  von  einer
vorgängigen  Uniersuchung  derselben  durch  den  beamleten  Thierarzt  abhängig  gemacht
wer

K.r  Näude  der  Pferde,  Esel,  Maulthiere,  Maulesel  und  der  Schafe.

Wird  die  Rändekrankheit  bei  Asbn  Eieln,  Maulthieren,  Maulejeln  (Sarcoptesoder
  dermatocoptes  Räude)  oder  Schafen  (dermatocoptes  Rände)  festgestellt,  so  kann
der  Besizer,  wenn  er  nicht  die  Tödtung  der  räudekranken  Thiere  vorzieht,  angchalten
werden,  dieselben  sofort  dem  Heilverfahren  eines  approbirten  Thierarztes  zu  unterwerfen.

3.  Besondere  Vorschriften  für  Shtssuerhtite  und  ösfenkliche  Schlachthäuser.

Aus  die  einer  geregelten  aerinrhihzn  Kontrole  unterstellten  Schlachlviehhöfe
und  öffentlichen  Schlachthäufer  und  das  daselbst  aufgestellte  Schlachtvieh  finden  die  vorstehenden
  Bestimmungen  dieses  Gesetzes  mit  denjenigen  Aenderungen  Anwendung,  welche
sich  aus  den  nachfolgenden  besonderen  Vorschriften  ergeben.