Contents : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

Nachersatz-Rekruten  sind  vom  Erscheinen  bel  der
Kontroll=  ersmmlung  befreit.

Diejenlgen  Mannschoften  der  Feserve  und
Landskehs  1.  Aufgebote  und  der  Ecsahreserve,
welche  wegen  häuslicher  uno  gewerblicher  Verhältnisse,
  serner  wegen  Felooienstunähigleit
hinter  die  letzte  Jahresklusse  der  Reserve,
Vandwehr  1.  und  2.  Ausgebots  zurückgestellt
uurden,  haben  mit  den  Kontrallpslichtigen  ihrer
Gemeinde  bezw.  Jahreollasse  an  ven  Kontrollversammlungen
  tehbunehmen.

Pab  und  Führungszeugni=  lind  mitzubringen.

Vor  Beginn  der  Kontrollversammlungen
werden  Schirme,  Stöcke,  Pfeisen  ujw  abgeleg



eĩreiungsgejuche  von  den  Kontrollversammlungen
  sind  rechtzeitig  mindesiens  6  Tage  vor
der  Kontrollversammlung  unter  Angab-  der
Gründe  von  Offizieren  usw.  an  das  Bezirkslemmando
  direlt,  von  Mannschaften  des  Beurlaubtenstandes
  unter  Vorlage  des  Muitärpasses
  an  den  Ber-  irlseldwebel  in  Rosenheim
rerir.  Traunstein  einzureichen.  Die  Mannschaĩteu.
  neiche  in  den  Ber  zirlsämtern  und  Magistraten
  Rosenheim  und  Aibling  Aufenthalt  haben.
reichen  ev.  schk  riftliche  Befreiungoges  uche“  dem
Beiiri#  seldwebe  in  Nosenheim  und  die  Mannsd.
  #rten,  weiche  in  den  Vezirksämtern  und  Ma-Listraten
  Trannstein  und  Berchte  esgaden  sowie
Lausen  Ausenthalt!  haben,  dem  Bezirlsfeloweben
beim  Meldcamt  Traunstein  ein.

Die  Kontrollpflichtigen  haben  nach  der  Ortsuhr
  10  Minuten  vor  Beginn  der  Kontrollversammlung
  im  Lolale  zu  stehen.  Eine  Aufforderung
  zum  rechtzeitigen  Antreten  findet  nicht
statt.

Jede  Verspätung  wird  bestraft.

Ric  terscheinen  bei  der  Kontrollversammlung
ha.  die  nachträgliche  Berufung  zur  Kontrollstelle
  zur  Folge  und  wird  bestraft.

E  lellung  zur  Kontrollversammlung  begründet
  meder  Anspruch  auf  Gebühren,  noch  Anspruch
  auf  Militär-Fahrkarten.

Die  Personen  des  Beurlaubtenstande  gehören
  bei  den  Kontrollversammlungen  für  den
ganzen  Tag  also  von  Mitternacht  zu  Mitternacht
  —  zum  altiven  Heere  und  find  demnach
  den  Militärstrafgesetzen  unterwocsen.

Gelegentlich  der  Kontrollversammlung  werden
  auch  Meldestunden  abgehalten  und  lönnen
  an  den  obenbezeichneten  Tagen  oen  an
den  einzelnen  Kontrollplätgen  eintreffenden  Bezirltsfeldwebeln
  Meldungen,  Bilten  ulw.  mündlich
  vorgeiragen  werden.

Die  Kontrollpflichtigen  aus  verseuchten  Orten
(Maul-  und  Klauenseuch.)  haben  in  gründlich
gereinigtem  und  deeinfiziertem  Schuhwerk,  sonie
  in  gründlich  gereinigter  Kleioung  zu  crscheinen.


Cokalnachrichter.
Rosenheim,  26.  März.

Bahndienst.  Vom  1.  April  1914  an
werden  in  gleicher  Diensieigenschaft  in  etats-#raseiger
  Weise  veriept  die  Bahnverwalter  Johaun
  Lun  in  Mübldorf  auf  sein  Ansuchen
an  die  Bahnstation  Dinkelscherben  und  Karl
Kober  in  Ingolstadt  an  die  Vetriebs=  und
Bauinspeltion  Mühldors  mit  dem  Dienstsitz  in
Tutling.

Justi-sdienst.  Der  Gerichtsschreibergehilt#
aufer  dem  Slatus  bei  dem  Amtsgericht  Rei.
chenhall,  Wilhelm  Rüppel,  wird  zum  Gerichlsaffistenten
  außer  dem  Status  bei  diesem  Gerich
  in  etatemäßiger  Eigenschaft  ernannt.

Der  Verschönerungsverein  Rosenbein
  hält  sein:  diesjährige  Hauptversammlung
  am  Samstag  den  4.  April,  abends  8  Uhr,
im  „Bräu  am  Anger"  ab.  Auf  der  Tagesordnung
  stehen  Jahres=  und  Reneniche,
bericht,  Ergänzung  des  Ausschusses,  Aenderung
der  Satzungen,  Voranschlag  und  Wünsche  und
Anträge.

Vortrag.  Wie  aus  dem  Inseratenteit  er.
sichtlich.  zindet  heute  im  Hotel  „Deutscher  Kaiser“
  ein  von  der  hiesigen  Ortsgruppe  des  Alldeutichen
  Verbandes  veranstalteter  Vortragsabend
  statt,  wobei  der  belannte  Redner  Dr.
Nitter  über  „Weltpolitik  und  Kriegogeraht“
sprechen  wird.  Da  von  der  Ges:  altung  der
weltpolitischen  Stellung  Deutschlands  die  Zukunft
  unieres  Vaterlandes  abhängt,  dürfsie  dieses
  altuelle  Thema  jedermann  interessieren.
Gäsie  sind  willlommen.

Verein  „Maria  Stella“.  Die  Versammlung
  am  24.  März  war  sehr  gut  besucht.
Redner  war  H.  H.  Direktor  Ostermayer  der
Bücherbruderschaft,  welcher  in  fesselnden  Auoführungen
  zu  der  aufmerksamen  Zuhörerschaft
über  Esperanto  sprach  mit  dem  Erkolge,  daß
verschiedene  Mitglieder  ihre  Teilnahme  an  dem
am  Mittwoch  den  1.  April  beginnenden  Esperantokurs
  zusagten.  Redner  erörterte  namentlich
  die  Vorteile,  welche  Esperanto  der  Geschäftswelt
  biete,  hauptsächtich  für  Korrespondenz
  mit  dem  Alslande.  Seine  leichtfaßlichen
Darstellungen  wurden  mit  reichem  Beifall  bedacht.
  Der  Präles,  H.  H.  Kaplan  Schönlinner,
  dankte  in  gewählten  Worten  für  den  gerade
  für  die  Mitglieder  des  Vereins  so  recht
vossenden  Vortrag.  Hierauf  trat  die  Eeselligkeit
  in  ihre  Aecher  unter  Frohsinn,  Scherz  W
Gesang  schwand  die  Zeit  nur  allm  schnell
hin.  Ersreulicherweise  konnten  auch  diesmal  kne
ber  mehrexe  neue  Witglieber  aufgenommen  wer- 



schei  Mirs#sr.

Auf  seiner  Reise  nach  Korsu  wird  Kaiser

Wilhelm  dem  österreichischen  Thronkolger  auf
dessen,  an  der  Adria  idyllisch  gelegenen  Lustschloß

  Miramar  einen  Besuch  abstatten.  Schloß
unstreitbar  eines  der  schöniten
es  liegt  6  Kilometer  nordwestiich
von  Triest  auf  einem  in  den  Weerbulen  von

Miramar  ist
Schlosser:

——  #
4“#.#  5I58  833
il

   

    

Triest  vorspringenden  Felsen  und  wurde  1854
bis  1856  erbaut.  Miramar  war  ehemals  Elgentum
  des  Erzherzogs  Maximilian,  Kaiser  von
Merilo.  Wir  zeigen  eine  Ansicht  des  herrlichen
Lustschlosses,  auf  dem  auch  die  Kaiserin  Elisabeth
  von  Oesterreich  längere  Jeit  im  Jahre
mil  Vorliebe  weilte.

 

 

den.  Die  nächsie  Versammlung  sindet  am
Dienstag  den  21.  April  statt.

Der  Grund-  und  Hauebesitzerrer--ein
  hält  morgen  Freitag,  abends  8  Uhr,  sein:
ordentliche  Generalversammlung  im  Case  Wearl!
ab.  Auf  der  Tagesordnung  Unehen  Jaltes
und  Rechenschaitsbericht,  Neuwahl  der  Vorstandschaft
  und  Wünsche  und  Anträge.

Vom  Einjährigenverband.  Die  Ortsgruppe
  Rosenheim  hielt  letzthin  im  Restaurant
Grabichler  ihre  diesjährige  ordentliche  Milgliederversammlung
  ab.  Der  1.  Vorsitzend:
begrüßte  die  Versammlung  und  gab  die  Ein
läuse  belannt.  Nachdem  verschiedene  Angelegenheiten
  interner  Natur  erledigt  wurden,
berichtete  der  Schriftführer  über  das  abg.  lausene
  Verbandsjahr.  Der  Kassier,  erstatiete  seinen
  Rechenschaftebericht,  won  #s-ach  ihm  Entlasinng
erteilt  wurde.  Im  abgelaufenen  Verbandsjahr
gingen  zwei.  Mitglieder  durch  Tod  ab;  cs  waren
dieso  Herr  Apotheler  Schneider  und  Herr
Eisenbahnselretä#r  Rudolf  Meidinger  hier.  Ihrer
  wurde  in  der  Versammlung  ehreno  gedacht;
die  Mitglieder  erhoben  sich  zum  Zeicken  der
Trauer  von  den  Sitzen.  In  der  nun  folgenden
Neuwahl  der  Vorstandschat  t  wurden  nachfolgende
  Herren  einstimmig  gewählt:  Herr  Eisenbahnsekretür
  Theodor  Schmidt  in  Roienheim
als  Ortsgruppenleiter,  zugleich  Schriftführer
und  Herr  Eisenbahnsekretär  Wilhelm  Held  in
Rosenheim  als  Kassier  und  Steilvertreter  des
Ortegruppenleiters.  Nachdem  der  bidoherigen
Vorstandschaft  noch  der  Dank  für  ihre  Mühewaltung
  ausgesprochen  worden  war,  nurde  der
oisiz  zielle  Teil  der  Versammlung  geschlofsfen.
Ins  Auge  gesaßt  wurde  die  Veranp#aung
von  Konversationsabenden  in  englischer  Sprache,
  zu  deren  Leilung  sich  ein  rerdientes  Mitalied
  in  liebenswürdigster  Weise  bereit  erklärte.
Hervoragende  Klaviervorträge  des  Hiren  Jant
beschlossen  die  sehr  auregend  verlaufene  Versammlung,
  die  ein  erfreuliches  Bild  schoner
Zusammengehörigkeit  ergab.

Das  Heim  des  Postverbandes.  In
der  am  letzten  Sonntag  statlgehabien  Veri  far  ulmlung
  der  Vertrauensmannschaften  Trannein,
Uebersee  und  Teisendorf  des  Verbawe:  des
baujer.  Posi-  und  Telegraphenpersonals  jprach
Verbandesselretär  Kratofiel  auch  über  das  Ccbolungeheim
  des  Verbandes.  Er  teilte  mit,
daß  dem  Verbande  viele  Angebote  aus  verschiedenen
  Gegenden  des  bayrrischen  Hochgebirges
  gemacht  worden  seien.  Von  diesen  läme
nur  ein  Bad  in  nächster  Nähe  Traunsleins  in
Belracht,  das  sich  infolge  der  herrkichen  Lage,
nicht  minder  auch  wegen  der  inneren  E  Einrichtung
  sehr  eignen  wurde.  Ein  Beschlaß  darüber
ist  noch  nicht  gefaßt,  doch  wird  in  nöchster  Zeit
der  Hauptausschuß  in  der  Sache  entscheiden.
Im  „Traunst.  Wochenbl.“  wird  daraufhin  der
Errichtung  des  Erholungsheimes  in  Traunsiein
  selbst  sehr  das  Wort  geredet.

Einen  Lieder-Abend  veranftatet  der
Arbeitcr.-Gesangverein  „Liederlranz“  am  Sonnlag
  den  29.  März,  abends  8  Uhr,  im  Hosbräusaale.
  Ein  abwechslungsreiches  Programm
harrt  der  Erledigung.

Pflanzenschutz.  Seit  1.  März  gelten  die
neuen  Vorschrikten  über  geschützte  Pflanzen.  Eigentümlich
  berührt  es  aber,  wenn  man  jieht,
wie  dessenungeachtet  an  Sonntagen  das  Babe
likum  mit  den  größten  Sträußen  geschützter
Blumen,  wie  3.  B.  Frühlingsknotenblumen  od.
falsche  Schneeglöckchen,  in  der  Hand  ohne  jede
Beanstandung,  wie  eben  früher  auch,  die  Bahnhefschranken
  passiert.  Das  Feilbieten  auf  dem
Martte  scheint  jetzt  verichwunden  zu  sein,  dagegen
  haben  wir  beobachtet,  daß  jetzt  die  Blumen
  von  Haus  zu  Haus  hausiert  werden.  Im
Friedhose  hier  kann  man  dutzende  von  Sträußen
dieser  Pflanzen  sehen,  wieder  ein  Beweis,  daß
die  Handhabung  der  Negierungoentschlie#ung
noch  keineswege  im  Sinne  dieser  Behörde  erfolgt
sein  kann.  an  entschließe  4  doch  endlich
einmal,  gegen  solche  Leute  ernstlich  vorzugehen.
#  der  Mill  i#n  da  giht  es  duch  sinen  Weg.

 

Die  Schwalben  sind  da!  „Maria  Ver-Undi
  gung  kommen  die  Schwalben  wiedelnni.“
Das  alte  Sprickwort  hat  recht  behalten,  sie
sind  pünltlich  auf  den  Tag  eingekrofsen.  Herr
Gärtnermeister  Streidl  teilte  uns  heute  mittag
mit,  daß  sich  in  seinem  Garten  gleich  ein  Dutzend
Schwalben  niedergei  jassen  hat,  um  die  allen  Riststätten
  des  vorigen  Jahres  auszusuchen.  Hoffent-=lich
  kommt  jetzt  auch  andauernd  schönes  Früh#
lingswetter.

 

 

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—2

Der  Bonifaziusverein  in  der  Erzdiö

  zese  München.  Seit  einiger  Zeitl  schon
waren  Bestrebungen  im  Gange.  in  München
einen  Bonisaziusverein  der  Er#dibzese  zu  aründen.
  Nachdem  nun  die  entsprechenden  Vorarbeiten
  beendet  sind,  tonnte  am  Montag  im
Sigungssaale  des  erzbischöllichen  Ordinoriats
die  Grüundungsversammlung  durchgeführt  werden.
  Unter  den  zahlreichen  Teilmehmern  wgren
  neben  Erzbischof  von  Beltinger  Weihbischof
Neudecker,  Abt  „Gregor  Danner  von  St.  Bonia
  Reichsrat  Dr.  v.  Haiß,  die  Grafen  Konrad
  und  Albert  von  Preysing,  wrilers  fämtlich
Donapire  und  Stadtpfarrer,  mehrer#
Landtagsabgeordnete,  Magistrateräte  und  Gemeindebevollmächiate
  u.  a.  Exzbischof  von  Veltinger,
  der  die  Besiammiug  begrüßte,  betonte
in  seiner  Ansorache,  daß  der  zu  gründende
Verein  den  besiehenden  L  dwigs-  Missionsverein
nicht  schädigen  werde.  Dieser  werde  auch  weiterhin
  sich  frei  betätigen  lönnen.  Die  in  Vapyern
  zu  sammelnden  Alitlel  für  den  Bonifazinsrerein
  lommen  ausschließlich  auch  nur  wieder
in  Bayern  zur  Verwendung.  Domkapitular
Alois  Hartl  schilderte  hierauf  die  gegenwärtige
Lage  der  Katholilen  in  der  Diaspora  Bayerns
und  wies  auf  den  Zweck  des  Bonifaziusvereins
bin.  Dieser  bemüht  sich  durch  Mitaliederbeiträge,
Zuwendungen  und  Sammlungen  die  Mittel
aufzubringen,  die  zur  Unterstützung  der  Errichtung
  von  Gotteshäufern,  kalholischen  Schulen
und  Seelsorgstellen  in  der  Diaspora  notwendig
  sind.  Nachdem  die  Vereinsgründung  vollzogen
  war,  wurde  der  Satzungsentwurf  verlesen
  und  genehmigt.  Als  Jahresbeitrag  wurden
  (ahne  der  Wohltätigkeit  Schranken  zu  setzen)
1.20  Mk.  sestgesetzt.  In  den  katholischen  Kir.
chen  der  Erzdiozese  soll  alljährlich  am  Bonisoziuetag
  zu  Gunsten  des  Vereins  eine  Sammlung
  durchgezührt  werden.  Die  Wahl  der  Vorsiandschaft
  hatte  folgendes  Ergebnis:  Vorsitzender
  Domkapitular  Hartl,  2.  Koclhenor
Domlapitular  Dunstmair,  Sekretär  Acchivar
#  „Dartig.  Kassier  Domoikar  Dr.  Graß- 



Aus  Induflrie  und  Gewerbe.
Leitzacherke  Akttengefel''schuft  in
Münc##en  Da  Banhaus  Merd,  Sa  u.  Lo#

 

Dnnm  vheilrur  mu  ver  7%  Ulultloum  Mmnu
den  Antrag  eingebracht,  nom.  4000  000  Mo
4%%  ige,  von  1920  ab  zum  Nennwert  rücktal
bore  Schuldverschreibungen  der  Leiyachwer
zum  Handel  und  zur  Notierung  an  der  Mu
chener'  Börse  zuzulassen.  Die  Obligationen  si
lichergestellt  durch  erste  Hypolhel  auf  den  Werl
anlagen  der  Gesellschaft  und  hinsichtlich  Ve
unfung  und  Tilgung  durch  Abtretung  ein
Teilbetrages  von  160  000  Mk.  bezw.  2007,
Mark  jährlich  aus  jenen  Gebühren,  welsche  #
Stadtgemeinde  Munchen  den  Leitgachwerk
A.-G.  in  München  auf  Grund  Vertrags  vo“
23.  September  1911  für  Strombezug  zu  zahl

hat.
Aus  dem  Gerichtssaale.
Kal.  Amtsgericht  Rosenheim.
Dienslag,  den  24.  März.
(SSchluß.)

Gut  ist  die  Obsthändlerin  He#ee  Neurem
von  Nürnberg.  weggekommen.  Am  3.  N
nurden  in  ihrer  Wohnung  10  Fässer  Aepfel  i
Werte  von  2.10  Mark  gepfändet.  Angeble
aus  Not  entfernte  die  Angeklagte  die  Siem
schaffte  die  Fässer  nach  Großlarolinenseld,
sie  sie  nach  Nürnberg  um  156  Mk.  weite
verlaufte.  Das  Gericht  liet  Milde  watten  m
verurteilte  die  Angellagte  zu  vier  Tagen  #%
sängnis.  Ferner  wurde  eine  Geldstrase  von
Mk.  ev.  2  Tage  Hakt  gegen  die  Neureuter  au
gesprochen,  weil  sie  am  2.  Nov.  durch  übe
lautes  Schreien  und  Schimpfen  groben  Unst
verübte.

Wegen  Unterschlagung  in  sechs  Fällen  har
sich  der  schon  mehr  als  40  Mal  vorbestraf
Schirmilicker  Jakob  Schmilt  von  hier,  z.  J
in  Haft,  zu  vcrantworten.  Er  kam  am  7.

 

Norv.
  J.  nach  Höhenmo,  ließ  sich  dort  von  eine
Bauer  2,  von  einem  andern  J,  und  von  eine:
dritten  1  Schirm  zur  Reparatur  aushändige
Evenso  nahm  er  am  11.  Olt  v.  J#.  in  el
belsendorf  bei  drei  Kunden  Schieme  mit.
sie  den  Eigentümern  nicht  mehr  wieder  zunzerstatten.
  Das  Gericht  verurteilte  den  #
trüger  zu  5  Wochen  Gesängnis,  auf  welche  eir
Woche  der  seit  13.  März  erlitlenen  Uni
suchungehaft  angerechnet  wird.

Wegen  Körperverletzung  und  Vergehen  ##rn
der  das  Nahrunge  mittelge  sehn  stand  die  Ke.
nerin  Katharina  Lindner  in  Oberanvorf  r
Gericht.  Am  8.  Febr.  1.  J.  schlug  sie  dem  Haus
meister  Bartholomäus  Mrier  mit  einem  :
chenscheit  mehrmals  auf  den  Kopf.  Gegen  ##

Lindner  ist  jerner  nach  Anliaae  erhoben  wordedaß
  sie  an  einem  Tage  anfangs  Zannar  ur
am  8.  Februat  Trops-  und  eiati  r  vetiĩcher
habe.  Von  der  Anllage  eines  Vergelens  #
der  das  Nahrungemittelae#z  wurde  die  Lind#s:
freigesprochen,  wegen  ein:=  zweilen  Falles  wur:
sie  zu  25  Ml.  ev.  5  Tagen  Gelsngnio  —ie
gen  Körperverletzung  zu  10  Ml.  ev.  2  Tags
Gefängnis  verurteill.

Wegen  Körpe  rverletzung  und  Hauöfrieder:
bruch  saßen  oie  Sensenschmiedocheleute  Mamt
und  Johann  Stöger  von  Müh  lbach  *)
audorf  auf  der  Antlagebank.  Sie  haben  cr-28.
  Febr.  I.  J.  die  Siieflochter  des
ichmieds  Franz  Ebenberger,  Johanna  Auer,  r—
Schlägen  auf  den  Kopf  mißhandelt  und  ?
mehrmaligen  Aur  (jorderung!  der  Auer,  die  Wol
nung  #u  verlassen,  nicht  Foige  geteistet.  .
Verfahren  wegen  Hausfriedensbruch  wurde  eigestellt,
  weil  der  Strasantrag  von  der  da
nicht  berechtigten  Johanna  Auer  gesiellt  w:
den  ist,  dagegen  erlannte  das  Gericht  w
Körperverlehtung  für  beide  Eheleute  auf  *
Mk.  ev.  Tage  Gefängnis.

Bestrafte  Zechprellerei.

Trannstein,  25.  März.  Der  Kuecht  rr
Schmid  lam  vor  einiger  Zeit  nach  Endorf  r
begab  sich  in  die  Gastwirtschaft  Loserer,  #
sich  als  Viehhandler  ausgab.  Seine  S
die  er  nicht  bezahlen  konnte,  betrug  1.60  KM.
Vor  dem  Fortgehen  wollle  er  den  Wirkl  u##
um  5  Ml.  preilen,  was  ihm  aber  nicht  gelun
Da  sein  Durst  mit  10  Glas  Vier  noch  u
gelöscht  war,  begab  er  sich  in  die  Wirt-  «
zum  Mehri  in  Endort:  wo  er  ohne  Geld  weitt
aß  und  trankl.  Dafür  erhielt  er  jehzt  ses
Monate  Gefängnis.

Unter  schwerer  Anklag:.

Sweibrücken,  25.  März.  Das  pfält
Schwurgericht  verhandelte  heute  aegen  den  Tir
cher  Peter  Lipp  aus  Bad  Dürlheim  jovie  ,
gendcssanhcfkanRathakmcszusxyUsgellagt
  wegen  Verbrechens  wider  das  reinen
Leben  und  sahrlässiger  Tötung,  sowis  ges
den  Kaufmann  Georg  Zöller  aus  No-  4½
wegen  Beihilfe  zum  Verbrechen  wider  das!##
mende  Leben.  Lipp  ist  wegen  der  geeid
Verbrechen  schon  zmeimal  vordestraft.  5l
hatte  ein  Verhältnis  mit  einem  25  ährig-Mädchen
  aus  Freinsheim,  das  nicht  ohne  53
gen  blieb.  Die  Eheleute  Lipp  machten  bei
Mädchen  mit  Instrumenten  Eingrifse,  die  de
beabsichtigten  Ersolg  herbeiführten;  insoig::
Manipulationen  trat  jedoch  bei  dem  Mäd
eine  Entzündung  ein,  so  daß  es  üarb.  Zolicl
der  zur  Zeit  seiner  Verhaftung  als  —
Freiwilliger  in  Landau  diente,  wurde  vorläi
aus  dem  Militärdienst  entlassen.  Er  soll
Eheleute,  Lipp  zu  dem  Verbrechen  angestistern
sie  00  Mk.  honoriert  haben.  Nach  m
Tosentt  200  Verhandlung  wurde  Lipp  zu
Sahre  Zuchthaus  und  rahn  Jahren  #h

    
  
  
   
 
  
  
  
   
   
  
   
 
 
 
   
    
    
  
  
   

Seunsi-