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venienz, auf Protektion, auf moͤglichen Verstoß u. s. w.,
wie sie bei den übrigen Staatsformen vorkommen! Welcher
geitverlust ist mit den hier öblichen Formalitätcn, den hieraus
entspringenden überflüssigen Arrangemenrs verbunden —
welche Unterdrückung der freiesten Ueberlegung, der kühnsten
Ideen! — Hier aber kommt man in keiner Minute um
das Königs-Gefühl seiner Souverainctät, seiner Geltung
als Haupttheil im Staate. Man zahlt gerne mehr Steuren,
man läßt sich manchen Zwang gefallen, wenn man
nur weiß, daß man so viel ist, als der Andere. 2) Alles
nuimmt an Allem Antheil. Man instruirt sich, weil
mächtig auziehende Interessen da sind. Nicht der Tag der
Landes-Gemeine selbst ist's allein, der hier wohlthätig wirkt,
sondern man spricht, vorher und nachher, über die dort vorkommenden
Dinge; Feder bekümmert sich um Alles, denn
es kann auf dem Landtage vorkommen, er muß damit bekannt
seyn; alles was vorgehr, kommt damit auch leichter
vor eines Jeden Ohrz die Meuschheit rückt näher zusammen.
Politische Atonie, das gefährlichste aller Uebel, ist hier nicht
leicht zu fürchten. Wie kläglich ist es dagegen in einem
Staate, wo jeder insularisch lebt, nur für sein Vermögen
sorgt, weil dieß der einzige Mittelpunkt seines Strebens
ist, indem er für das Wohl des Ganzen nicht mitwirken
darf! Was hilft ihm alles Sinnen und Speculiren? in
der Residenz geht's doch beim Cabinette so, wie die Geheimen
Räthe es wollen; also, laßt die Gestirne laufen, wir gehen
auch unsern Gang! — Aber, mochte man sagen, wenn
die Justiz dafür sorgt, daß dem Bürger kein Unrecht geschieht,
und wenn er seinen Beitrag an die Finanzbehbrde
gegeben hat, was will er, was will der Staat denn nun
weiter? — O, der kennt die menschliche Natur nicht, wel-