Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Aummen  104
Rosenheim,  24.

Innere  Verwaltung.  Vom  1.  Septbr.
wurde  in  etatsmäßiger  Weise  zum  Regie
aiilsse-  bei  der  K.  Regierung  oom  Schwa-Neuburg,
  Kammer  des  Innern,  der
Lapu  scnih  Ottmar  Lindig  in  Wasserburg
  befördert  und  an  das  K.  Bezirksamt  Was-Hröurg
  der  Bezirksamtsassessor  O.  Edler  von
uepach  in  Meunburg  v.  W.  auf  sein  Ansuchen
in  gleicher  Dienfle#eigenschaft  versetzt.

August.

Keine  Semmeln?  Die  „Bayer.  Staatszeitung"
  gibt  in  Nr.  195  folgende  amtl.  Darstellung:
  „Ueber  die  Frage,  ob  die  Her'lellung.
von  Weißbrot  und  insbesondere  von  Semmeln
zulässig  ist  oder  nicht,  bestehen  vielfach  unrichlige
  Auffassungen.  Der  gegenmärtige  Rechlszustand
  i#t  der  folgende:  Alles  Vrotgetreide  ist  bis
zu  94  Prozeni  auszumahlen.  Dieses  Lochausgemahlene
  Mehl  eigner  sich  jedoch  schiecht  zu
Kochzmeden.  Den  Kommunalvertänken  in  daher
gestartet,  zur  Gewinnung  des  auj  das  unbedie#t
Notwendige  einzuschränkenden  Bedarss  an  Kochmehl
  dem  Weizen  eiwa  bis  zu  60  Prozen!  Au--zugsmehl
  zu  entnehmen.  Die  Vern##en#fo
roarnn  Auszueemehles  für  die  Vrolb###tung  int
durd-  §  2  der  Bundesratsbelanntmacl  ung  über
die  Vereitug  von  Badu  are  vom  26  Mai  1916
verloten.  Das  Weizennach  mehl.  das  zu  94  Prozent
  augemahlene  Rogpenmehl,  das  in  gleicher
Höhe  ausgemalhlene  Wei:enmell  und  das  zur
Brotbereitung  beilimmte  Gerstenmehl  sind  von
den  Kommunalverbänden  zu  einem  einhcitlichen
Brotmehl  zu  mischen.  An  die  Bäcker  darf  nur
solches  Einheirbrotmehl  abgegelen  werden,  damir
  ergibt  sich  von  selb'  fur  ieden  Kommunalverband
  das  jog.  Einheitsdrot.  In  welcher
Form  das  Einbkeiot  hergessellt  werden  soll,
ist  Sache  der  Kommunalverbände.  Es  ist  ihnen
unbenommen,  das  Einheirsbrot  —iidl
Form  von  Laiben  und  Weden  auch  als  Kleiabrot
  in  der  Form  von  Semmeln  herzuliellen.
Sie  haben  sit  nur  gegenwärtig  m  alten,  daidie
  Mehlausbeure  bei  Herlellung  öhn  Kleinkrot
eine  verminderte  ül.  Ausgeschlossen  ist  das  Oerellen
  von  Semmeln  alse  #5g.  Weibrorl  aus
anrerem  als  dem  sog.  Einheitsmell.  Sld#s
Weißbrot  darf  nur  als  Krankengeläi  üerneitellt
  werden;  seine  Abgabe  in  lur  aui  Grund
von  ärzilichen  Zeugnissen  zulässi
der  Bewiliigung  durch  die  orulicher  en  Prusens.  .-stellenMcKimmumalockbandeuuktssncumR

-1nut-munstcrtmndes-Januari  agewiesen.
diese  Vorschriften  genau  zu  vollzielen.  Denn  #in
nicht  angängig.  daß,  in  einem  Kommunalverband
  noch  neiße  Semmeln  unerlank  rerweise  hergestellt
  werden  und  die  underen  Kommunalrerlände
  sich  nur  mit  Brot  aus  94  prozentigem
Mehl  begnügen  müssen.“  Darnach  soll  uns
also  aud  für  die  Zulunft  die  Semmel  vorenlbalten
  bleiten.  Der  schrantenlose.  Einführung
der  Semmel  soll  beileile  nicht  das  Wort  geredet
  werden.  Aber  was  verlangt  werden  kann,
ijt.  daß  uns  namentlich  in  Altbayern  nicht!  ein
Gericht  v#renthalten  wird.  das  im  wahren  Sinne
  des  Wortes  ein  Vollsnahrungsmittel  zu  allen
  Reiten  gewesen  i##l.  Wir  meinc.i  unseren
Knodel.  Seine  Herstellung  in  unmöglich,  wenn
nicht  das  dazu  gehörige  Brot  hergestellt  werden
  darf.  Die  Sehnsuckt  nack  dem  Knbel  ift.
allgemein,  vor  allem“  in  den  ärmeren  Familien.
Warum  der  prune  Tisch  gerade  gegen  die  Wieverzulassung
  dieses  Volksnalrungemittels,  das
überdies  den  Voriug  der  Billigkeit  für  sich  in
Anspiuch  nehmen  kann,  sich  trauben  zu  müssen
glaubt,  ist  uns  unerfindlich.  Von  Vergeudung
iann  doch  sickerlich  hier  nicht  die  Rede  sein,  im
Gegemeil.  Der  minderbemittelte  Volksteil  darf
daher  mir  Recht  erwarten,  daß  die  neue  amtliche
Auslegung  einer  Nackprüfung  unterzoge#t  wird.
Im  übrigen  Ick  reit  uns  die  Bäder-  Zunung  Ro
senheim:  „Deu  vielen  Anfragen  in  den  Bälkereien
  seitene  des  Publilume  Rechnung  trabind,
  wann  die  viel  begehrten  Semmeln  in  Ro-#s.
  heim  lommen  werden,  wollen  wir  zur  Aufsllärung
  mitteilen,  daß  sie  sicher  bis  zur  nächsten
Brotkartenausgabe  erscheinen  werden.  Bis  dortlin
  wird  der  Kommunalrerband  Rosenhejm--Stadt
  genügend  mit  Weizen  beliefert  sein,  daß
den  Baiern  Weizenmehl  zugewiesen  werde.#  lann.
Jmmerhim  sollen  diese  Semmeln  hauptsächlich
als  Haushaliungsbrot,  also  zu  Kochzwelen,  verwendet
  werden.“  Nach  dieser  Aufslärung  sollen
also,  wie  wir  ganz  damit  einverstanden  sind,  die
ncuen  Semmeln  lediglich  zu  Kockzwecken  hergestellt
  werden.  Somit  mußte  also  auch  nach  der
Darstellung  der  .„B.  Staatsztg.“  der  Herstellung
  von  Semmeln  zu  diesem  Zweck  nihts  im
Weg  stiehen.  Das  Knödelbrot  wird  nur  zu  Kochzwecken
  verwendei,  u.  es  ist  der  Bevöllerung  nicht
gleichgilrig  ,  ob  sie  darauf  verzichten  soll  oder
nicht.  Im  Interesse  aller  ist  es  gelegen,  wenn
die  Herstellung  von  Semmeln  als  Knödelbrot
unter  allen  Umständen  gewährleistet  wird.  Deshalb
  kann  die  neueite  Auslegung  ir  der  „B.
Staatsztg.“  unmöglich  das  letzte  Wort  in  dieser
  iiberaus  wichtigen  Ernährungsfrage  sein.
Wen  das  neue  Weizenmehl  ledigsich  zu  Kocrweclen
  freigegeben  wird,  dann  muß.  es  auch  als

iodelbroi  diesem  Zweck  zugeshet  werdew#
können.

„Sbiritarr  n  Eine  VBelater
  Frichbranntweinstele  n  über

tus  verfügt:  Vom  1.  Sept.  1917  an

iean  "  ##  monatlich  wieder  25
Prozent  derienigen  Menge,  welche  im  gleichen.

Rosenl#stmer  AUnzeiger

Monat  des  Jahres  1915  für  häusl.  Zweie
(Flaichenspiritus)  verbraucht  worden  ist,  zu  demselten
  Zweck  in  den  Verkehr  gebracht  werden.
Von  diesen  25  Prozent  werden  20  Prozent  zum
Preise  von  55  Pfg.  für  das  Luer  gegen  Bezugsmarken,
  die  von  den  Kommunalverbänden
ausgegeben  werden,  der  Rest  von  5  Prozent
zum  Preis  von  1.50  Mark  für  das  Liter  ohne
Bemgsmarken  geliefert.  «

Herabsetzung  des  Frühlartoffel—
höchit  preises.  Die  in  Aussicht  gestellte  Herabsetzung
  des  Frühtennselhochlltheises  von  8

auf  7  Mark  für  den  Zir.  beim  Verlauf  durch
den  Erzeuger  wird  nunmehr  amtlich  belanntgegeben.
  Der  vermindete  Preio  tritt  am  Montag,
den  27.  August,  in  Wirlsamleit.  Damit  haben
  wir  in  Vayern  niedrigere  Frühlartoffelpreise
  als  in  den  meislen  Bundesflaaten.  Sachsen
z.  B.  haite  bis  zum  15.  Augut  einen  Höch'tpreis
  von  10  Marl  und  hat  zurzeil  einen  Höchstpreis
  von  3  Mark.  Den  gleichen  Hockstpreis
hat  Württemberg.  Emtsprechend  der  Herabset
zung  der  Erzengerpreises  wird  natürlich  auch  der

Kleinl#ndelspreis  herabgesetzt  werden.

Frül,obüpreise.  Mir  einer  Ermäßigung

der  g.  ellenden  Frühobilpreise  ist  nach  Mitteilung
der  Landes#slelle  für  bst  und  Gemüse  schen  in
den  näct  lten  Tagen  zu  rechnen.

Die  verhängnisvolle  Wurstsendu
  *  g.  Aus  Königssee  wird  dem  „Reichenhaller
Grenzbote.“  geschrieben:  Am  Montag  lam  ein
jeiner,  bleischwerer  K  offer  als  Erpreß  (natürlich.
ressiert  ja!),  für  einen  Lausmeister  in  einem
Königsseerhotel  bestimmt,  an.  Die  Feinschmeklerlaupliation
  rod  Lunie.  die  Am  ie  der  Gerech,
  tigeil  öffneten  den  Koffer-  und  siehe  da:  50
his  60  Kilogramm  ff.  saftige  Rosenheimer
Wurst-  und  Fleischwaren  im  beiläufigen  Wert
von  eiwa  1000  Mark  kamen  heraus.  In  welche
Mägen  sie  nun  wandern,  weir  der  liebe  Himmel,
  aber  das  schönite  ill,  die  Namen  des  ausgebenden
  Metzgerleins  und  Hausmeiters  find
nid,t  aufzutreiben.  Vorläufig  meih  „niemand
nir“'  und  niemand  brauckt  jetzl  natürlich
„Würn  und  a  Gselchte“.  "

Falsäe  Auffassung  der  Höchupreise.
  Jedermann  konnie  in  den  letzten  Tagen  die
Veobacd  (ung!  Miacken,  daHt  erfreulicherweise  die

Zuiuhr  an  Obit  einen  ziemlichen  Umfang  an
genommen  hat.  sowie.  daß  einzelne  Verkäufer,
wohl  in  gerechter  Würdigung  der  schwierigen

Leiensminlelversorgung  in  den  Slädten.  unter
dem  Höchiipreise  abgeben  wollten.  Diese  edle
Abiichn  wurde  aber  sofort  von  den  Alufsichtsor
anen.  wolzi  in  übertriebenen  Eiser,  vereitelt
und  den  heirefsenden  Verläusern  bedeulel,  daß
sie  jid.  an  den  Högilpreis  zu  halten  hätten.
Dax  ist  eine  gänzlich  unhaltbare  Aussassung.
Denn  die  Höchstpreise  sollen  doch  nur  die  obere
Grenze  bilden  ohne  Bindung  nach  unten.  In
ciner  #ickrift  hierüber  an  uns  heißt  er:  Es  ise
geratejn  unverständlich,  mit  meldem  Eiser  sich
mande  Organ=  bemülen,  die  Unzufriedenhei  zu

ersc  ärfen,  anart  beruhigend  zu  wirlen.  Jedewoall.
  sollte  die  Marltkontrolle  in  die  Häyde
von  Persönlick  keilen  gelegt  werden,  geli  die

Fähigeit  besitzen.  in  den  Geist  der  Vorsckriften
  einzudring:  n.  und  ihre  Ausade  nicht  einzig
  und  allein  in  deren  „buch##äblichen“  Handhabung
  erbliten.  Unter  den  Höchitpreisen  kann
und  darf  jedermann  verkaufen.  Denn  es  ist  doch
nicht  anzunehmen.  daß  plötzlich  alles  Obst  usw.

erste  Ware  irt,  die  nur  des  höchsten  Preises
wert  iisl.

Der  Erlos  der  verlauften  Glocen
und  Orgelpfeisen  darf,  wie  das  Diöbzesanklalt
  mitteill,  seiner  Bestimmung  gemäß  nicht  für
andere  lirchliche  Bedürfnisse  verausgabt  werden.
  Er  isl  bis  zur  Krmöglichung  der  Wiederbeschasfung
  neuer  Gloten  und  Orgelpfeisen  anzulegen
  und  alr  gesonderter  Fonds  zu  verwalten.

Niesengewinne  der  Leder  fabriken.
kKie  trefsliche  Illustration  zur  Verteuerung  des

Leders  stellen  folgende  Abschluß  ziffern  vor:  Die
Lederfabrik  Adler  u.  Oppenheimer  in  Straßburg
  erzielte  in  den  letzten  drei  Friedenslahren
durch  s  nittlich  1  198  0000  Mark  Reingewinn;  im

eriten  Kriegsjahr  slieg  der  Gewinn  auf  W
9400  000.  im  zweiten  Kriegsjahre  auf  Mart
145500001!  Das  entspricht  einer  Zunahme  von
sast  800  Prozent  und  über  1200  Prozent.

Ein  ertappter  Felddieb.  Von  der
Wackh-  und  Sch  liehgesellschaft  wurde  am  24.
August.  früh  13  Uhr,  ein  Maurer  am  Ludwigsplatz
  abgesaßt,  als  er  sich  mit  einem
Sack  voll  gestohlener  Feldfrüchte  (Bohnen  und
Obst  nach  Hause  begeben  wollte.

d##e  Fell-  und  Müchversergung.
München.  23.  August.  Wir  lesen  im  „Bayerischen
  Kurier“:  Unsere  Fett-  und  Milchversor
Ming  wird.  im  lommenden  Winter  eine  sehr
schwierige  werden,  wie  in  einer  Prehzbesprechung
am  Dienslag  im  Ministerium  des  Innern  seit-.gesellt
  wurde.  Es  ist  damit  zu  rechnen,  dafr  die
Zufuhr  aus  neurralen  Ländern  bald  völlig  aufhört,
  teilweise  wegen  der  eigenen  Knappheit
dvieser  Länder,  anderfeits  insolae  des  politischen
Druckes  von  leiten  unserer  Kriegegegner.  Die
Stlädie  werden  nur  ein  Minimum  von  Miclerhalten,
  auch  in  Bayern,  das  ja  in  dieler  Be-RNehung
  immerhin  eine  vergleich-weise  günstige
Stellung  einnimmt.  In  Berlin  erhält  seit

 

——

 

 

.  Jahreesrikt  kein  Erwachsener  Milch  zugeteilt.  Auf
alle  Fälle  wird  dafür  gesorgt  Herden,  daß  Kin-Samstag,

  25.  Uugust  1912

 

der  und  Kranke  ihr  volles  OQuantum  erhalten,
ob  die  rrwachsenen  mannlichen  Personen  voll
bedacht  werden  können,  ist  sehr  zweiselhaft.  Die
mangelnde  Zufuhr  und  noch  mehr  die  schlechte
Futterernte,  der  Mangel  an  Kraftfuitler,  Treber
usw.,  bedingen  eben  einen  ilarken  Rückgang  unserer
  Milcherzeugung.  Das  Hauplgewic#t  muß
auf  die  Milckversorgung  der  Städte  gelegt  werden,
  die  Fettversorgung  kommt  erit  in  zweiter
Linie.

Tbunter  solchen  Umständen  die  Quote  von
75°  (Pramm  Fert  pro  Woche  aufreckterl#len  werden
  lunn  oder  ob  auf  50  Gramm  zulülgigan
gen  wereen  muß,  läßt  sich  heule  nach  nicht  enlscheiden.
  Mit  allem  Nack  dru  "  muß  die  Milchablieserung
  an  die  Mollkereien  gefordert  werden:
man  wehrr  sickh  dagegen  nock  vielfach  auf  dim
flachen  Lande.  Den  Schaden  irägt  unsere  Milchrersorzung.
  Hier  liegt  der  Keinpunlt  und  das
GGelimnis,  nicht  in  der  Tatfacke  der  verlal#
niemätig  geringen  Butlerablieferung  aus
Banern  an  das  Reich,  worin  uns  das  ausgeplünderte
  O#preußen  allein  mit  dem  dreifachen
Vetrag  übertrifst.  Eine  Milck  preiserhöhung  iit
elugs  Unabwenok####agesid’15  der  geitiegenen
  Produttionskoften,  wmen  man  vermeiden
u  ill.  daß  der  Bauer  sein  Bieh  und  Futter  boiol

den  heutigen  hoben  Heupreisen  verkauft  und
viehlosen  Wirtsckaft  übergeht.  Gewiß  wird  eine
soldee  Erl  öhung  von  den  Konsumenten  sehr
schwer  empfunden.

Aus  dem  Beeichtasasl

Der  Mord  in  der  Zechilraße
9  in  Mirtersendlinga.

das  Urieil  der  Jugendstraflammer
des  Lanrgerichte  München  1  vom  11.  Augun,
durch  da:  die  17  jäl  rige  Werkmeisier:  ur  ch-  er
Johanna  Zehentner  in  Vünchen  wegen  Mor
des  und  schweren  Raubes  zu  10  Zahren  Gesängnis
  verurieitt  wurde,  hat  der  Verteidiger
Revision  um  NNeichsgericht  cingelegt.

(6  ge  n

Verweigerte  Vierabgabe.

Ein  Gaftwicl  an  der  Tonnerelergeriirase  i#
München  verweigerte  aimn  11.  März,  avend  6
Uhr,  einer  an  die  Gassenichente  seiner  Wiri
schaft  erlmale  gelommene  n  Frau  die  Akgab:
der  gesorderten  wei  Liler  Vier,  obw#hl  er  nol.

l#inreickend  Vier  im  angeiap#ten  Faise  hatte.
Vom  Schöffengericte  München  murde  am  3.
Juni  der  Wiel  wegen  Zuwiderhandlung  aegen
den  4  der  Anordnung  des  Generaltommand?
nom  13.  Januar  1917  zu  5  Mark  Geldistrase
verurteilt,  auf  seine  Betulun  3  vom  Landgeri#t
jedech  freigesproch  en.  Das  Berufungsgericht
ilellte  sick  auf  den  Standpunkt,  daj,  der  Wirt
gel  alten  iül,  jedem  Kunden,  gan:  gleich.  b
Stammlunden  oder  neu'ugegangen.  die  ver
longie  zuläsege.  Meng:  Vier,  someit  nock  Vor
rat  vorhanden  ist.  alzuge  ben,  da:,  aber  der  An
gellagte  über  die  Tragweite  der  erwäl  nten  Velkanmmachung
  des  Generalkommandos  in  einen
emschuldbaren  Irrmm  sich  befunden  hat.

(Drahtbericht.)

Neue  U  Boot  Beute.
WII-Rerlin.  23.  Auguit.  Im  Aermei-NKa
nal  und  in  der  Nordsee  wurden  durch  unser:
5  Dampfer  und  3  englisch:  Fisc,er

 

II-Vooie  5
fahrzeuge  versenkt.
Gegen  die  französischen
roberungespläne.

Bern,  24.  August.  Der  Generalrat  des  Departements
  Haute-Vienne  nahm  in  einer  Erllä
rung  Siellung  gegen  die  Forderung  des  Comitees
  für  das  linke  Rheinufer  und  erllärte.  jeder
Plan  einer  Anoliederung  deulschen  Gebietes
könne  nur  die  Stunde  des  Friedensschlusses  hinausschieben.


Amerikaniiche  Fliegerverluste.

Vern,  24.  Aueull.  Die  amcrilanische  Fliegerstaffel
  auf  der  Westfrom  büßte  in  letzter  Jeit
acht  Flieger  ein,  von  denen  zwei  von  den  Deutschen
  gefangen  genommen  wurden.

Die  11.  Isonzo-Schlacht.

Wien,  24.  August.  Aus  dem  Kriegspressequartier
  wird  vom  23.  August  abende  gemeldet:
Die  Schlacht  am  Jsonzo  flante  heute  etwas  ab.

Diernisischen  NBerhälinisse.
Stockholm.  24.  Angust.  Eine  aus  Petereburg

  in  Slockholm  eingetroffene,  mit  den  rufsischen.
  Verhälunissen  vertraute  Personlick  keit,

gibt  folgende  Schilderung  der  wirtsck  aftlichen
Lage  „Nußtlande:  Die  finanzielle  und  wirtschaftliche
  Lage  Mui-  lands  ist  als  äußerit  kritisch  in
bezeichnen.  Die  Hungerenot  berrscht  bereits  in
den  großen  Industriezemtvren.  Die  Gutebesitzer
h  von  ihren  Banern  in  vielen  Gegenden  am

ebauen  ihrer  Necer  belrinderr  worden.  Nach
menschlicher  Berechuung  wird  die  Hungers#o#t  im
Winter  erschretende  Dimensionen  annehmen.
Die  Derpflequng  der  Front  läßt  bereits  viel
zu  wünschen  übrig.  besonders  an  B  elleiduagsgegeniländen
  sehm  er.  Nur  die  Hälfte  der  Soldaten
  ist  mit  Winlerkleidern  versehen  und  Abönen

  Lieaf  löt  daß  sie  die  Front  ver- 



1  würden,  falls  sie  nichr  bie  zum  Cltober
  im  Besitze  von  Winterkleidern  w#ren.

griechische  Gesanktschaft  errichtet  werden.

hilie  ist  hier  nicht  möglich.  Die  Fronttruppen

Eine  griechische  Gesandtschaft
in  Stothoilm.
In  Stodholm  soll  eine
die
dem  griechischen  Gesandien  in  Petersburg  unterilehen

  soll.
Lette  Nachnolen

Athen,  23.  Augun:.

 

Ordensnuozeichnungen  zum
Namenessest  des  Konige.
München,  24.  Aus.  Aur  Anlaß  des  Nameile#ene
  hal  der  Konie  u.  u.  nad##ehende  Au- 


 
 
   
   
  

zeichnungen  rerliehen:  Car  Graoßtreuz  des  Verieniordeur
  vrom.  HOl.  Michgel  dem  Slaaterat
in  ordentlidtn  Dieniu##lb  S’atekininter  der
Juniz  Heimich  Rüler  v.  Ddein
Ztaatsrat  in  ortennid.:  dl7—
minisier  der  Finamen  ½%%  ora  Nir  Rreualg.
dem  Slaatstal  in  ordenihen

-  17.1  **
Stlanateminisier  für  Kirchen-  und  »  —-heiten
  Dr.  v.  Knilling:  das  r  un
des  Verdienirden?  der  hare##i#en  #
K.  Kämmerer  und  Sin::  131  5  .  «
chknkienilirnVol-machesit«1«:1sn.l-)lkd8su:«'i.«


1
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den  Verdiennorden  bom  D1.  *
Siern  dem  Präsidenen  26  bden  .  R

liches  N.  v.  Sain  das  Ko  5  rit  u1;  des  Verienslordens
  der  lanerden  Kr  je  sei  Siaterad4
  in  aus  ###rdentlicke:  Fiu  iini
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Hausee  n  des  Aeußein  NR.  d.  Mainelt  den  Ti—

lel  SErzellenz  ccem  Rölumintrer  S0.  1  2  im
auh:  trordemticken  Dienüen  Gei.  Letirora.
#  I  119  Nilter  (Deunen  (Flandier
leim  papu#t  icken  Stuhic.
Regierung  und  Rein  ###.

Verlin.  2.i.  Autun.  Bei  der  raßen  hoilischen
  Ler#aite  am  1.  Jui-  -
rerccrsccif«"ol"-.«..1L.kIns-sen
Wn«1oe.«te.ercn.eren  Verbindung
Neuierung  und  Heichstag  eine  Arl  Rgelildet
  nerden  mol  .  der  vor  *r
onna  vbolitischer  Fragen  Jutachil:  ci
den  sollie.  Bei  dem  Empfang  der  ##
beim  Reis  lon:  ler  wurse  n.  a.  u:  4½
dane  weitt  ver  i  #  Er  id  An:
verkanden.  dain  der  Wirun-  —-von
  Faner  in  irgent#einet
mmimmi.  Auch  ner  die  Einienzn
Unlerunid  #uiies  des  DHaupian
ce  murde  mil  dei  keis
handeln.  Dieser  Ausschut  iur
Leratung  von  ½  1  der  a
lIi!  wird  -  «-c"-«Us.tol  cd  -n.··
Nenn  den  Auricht
zmi  RKalre  en  Honitum

 

      
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
 
  
  

 

 

 

neunen

 

     
  
 
 
  

  
 
 

 

 
  

  

nete.  ein  Nalional#  2m“  ei:  Kp  e  Uier  .
ein  F.#rsh  ritlliqer  gewanli.  Sas  erite  Them.
min  dem  sich  der  neue  ?i  hfligen

soll,  ist  der  Friederesch-i

ESllafß  L##lurlbd  Denn.

Verlinl.  24,  Auzun.  Die  "7uebise  in
lin  anwesenden  ella  ltlrinals

algeordneten  find  gestern  com
emsangen  worden.  unn  ilm  die  Wansche
igi.  lathtingischen  B  altes  uber  die  Lösung  ver—
ichiedener  Fragen  zu  unterbreiten.

Der  in  Saloniti.

Vern,  2J.  Auaun.  Peili  Pariffi.  u#  iel—
del  uber  die  Feuere#umm  in  Salaniti.  d
Bland  in  einem  Srererei#sck  fl  des
vierlelo  aurgebrrichen  tei  und
Gleicha#ltigleit  der  Verollerung  und
hörden  sich  uugehindert  entmideln  ie
abend=  ornanisierten  die  Alliierren  a.  el
drohenden  Gesahr  die  Oilfeleiiuna  ½

 

i*ee
Wardar—
e.

nsollge
der

 
  

4.
gab  ein

Wasser.  keine  Pumpen.  leine  Sori###  feine
Feuerwehr.  Das  Elend  der  Obde  ofen  int  un.
erhört.

Weiler  wird  der  „imen“  mur  Salbul  ge—
meldel:  Wenn  man  von  den  ranien  abicht.
sind  zurci  Drittel  der  Stabt  verwuitet.  Das
Fener  begann  am  Semgtag  mitlnns  u.  dauerie
bio  Montag  abendn.  Ueder  *  Monin
sind  obdachlers.  Aile  Banen.  Buros.  Holei#.
alle  Geschäfte  und  Thr#aler  sind  eingeasck:  «

HriokchkTieineistenKircisenllteluiekljnln..
aber  von  der  beruhmten  Demetrius-Kira-:  blie
ben  nur  die  kahlen  Mauern  ubrig.  Der  Bevolkerung
  drohtl  entsetzlickh  Elend.

Kärt.  Arbelsmd  Hosnbeis

Oisene  Siellen.  Kier:  1  Fuhrinecht,
Felrined  1.  2  Schmiede.  4  Schlosier,  2  Schrriner,
  2  Sckäsfier.  1  Schuhmacher.  2  Privalrlöd
  innen,  b  Mädrchen  neben  der  Frau.  ZS  Madcken
  für  alles.  3.  Privatzimmermäd##en.  2  junge
  Kellnerinnen,  5  Zuneheriunen.  Aus
warls:  3  Untersch  weizer.  Feldlneckie,  1  Co#
senknecht,  3  Steinmetze.  1  Fahrradmechaniker,  1
Schmied.  2  Satiler,  3  Brauerlehrlinge.  1
Bräuc.  1  Badermischer,  1  Metzaer,  2  Burstenmaad--r.
  5  Schreiner.  3  Aollgattersager.
v.  Suhmacer.  3  Zimmerleme.  5  Maurer.  1
Hausburscte,  1  Ausgeher,  30  Erdarbeirer,  8
Privatlocht  innen,  1  Gonthau-  eSlockin.  ?  Mädchen
für  alles.  )  Mädchen  neben  der  Flau,  2  Kindermädchen,
  2  Prioarzimmermädcten.  *  Anfangskellnerinnen,
  55  Stall-  und  Feldmägde,
90  Fabrikarbeiterinnen.  —.

 

 

 

4  Werterbericht,  fur  Sameag.  25.  .  August  1917:
Varubergehende  Besserung.  4%