Full text : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

 

neng  3

seit  —*-  de  —  im  t  ———u
Militäro#t  Kl.  wurde  amien
net  der  Sns  .  Peter  Kraus  von  Stepha#sli#chen,
  3z.  Zt.  Stationsvorsteher  im  Feldeisenbahndienst.



Fliegerbesuch  war  am  Samstag  und
Sonnta  r  hier.  Am  Samstag  nachmittag  landeten
  zwel  Flteger  bei  Fürstätt.  Gestern  mittag
Lmkreifte  ein  westerer  Flieger  in  prächtigen  Bgen
  und  Schleifen  die  Stadt.  Es  ist  auch  das
vichtige  Fliegerwett

Frecher  rlbnay.  Aus  der  Kasse  eines
hiesigen  Hotelbüros  wurde  während  einer  kurzen
  Abwesenheit  des  Besitzers  ein  Geldbetrag
von  70  Mark  entwendet.  Beim  raschen  „Zugreifen“
  sind  dem  Dieb  cinige  Kasfsenscheine
entglitten,  die  dann  im  Büro  gefunden  wurden.
Einen  Beutel  mit  Biermarken  hatte  der  freche
Eindringling  gleichfalls  mitlaufen  lassen.  Nackdem
  er  überzeugt  hatte,  daß  er  keine  Geld.
stücke  enthi  ielt,  warf  er  im  Hausflur  den  Beutel
ven  sich.  Der  Tüter  ist  ein  äußerst  geriebener
Hurlbe,  dessen  Spuren  bereils  aufgenommen

Besitzwechsel.  Das  Rentebaus  der  f#uher.
  Brauereibesitzerseheleute  Jos.  u.  Me
Geratshuber  in  Tübling.  Stollsir.  Nr.  10.
heute  durch  Kauf  an  die  Gastwirtseheleute  *
tin  und  Juliana  Pfaffenberger  von  Bramenburg
  #ergegangen,  Notarielle  Verbriefung.
ist  erfolg
Mecblauateten  war  aan  vergangenen
Donnerstag  in  der  Jugendabteilung  des  kath.
Frauenbundes.  JZahlreich  war  der  Besuch  und
alle  erlebten  einen  schönen,  gemütlichen  Abend.
In  herzlichen  Worten  der  Begrüßung  llärte  die
Frl.  Vorsitzende  den  Sinn  des  Festes,  das  zu-Wc
  Einstandsfeier  für  den  neuen  Beirat  HH.
en  Staffler  sein  sollte.  Nun  erschien
o  or  laus.  Fest  trat  er  auf  und  erust  u.  feierlich
  klang  sein  Wort.  Manche  aus  dem
jungen  Völklein  hat  er  gezupft.  Doch  niemand
ließ  sich  sctrecen.  Man  hat  nur  berzhaft  gelacht.
Viel  Humor  brachte  auch  „Die  Sprechstunde
vor  der  Himmelstüre“  gedichtet  von  Fräulein
Berchtenbreiter.  Die  Ententetupen,  der  heilige
Petrus  und  der  deutsche  Mickl  dazu,  das  war
Ironie  und  Sarkasmus  genug,  zumal  eben  Siegesschießen
  vorausgegangen  war.  Verfasserin  u.
Spielerinnen  erntelen  reichsten  Beisall.  Der
Glüclshafen  brachte  neben  holden  Nirerln  auch
viele  schöne  Gewinne.  Der  Reinertrag  war  für
die  Säuglingsfürsorge  bestimmt.  Möge  die
Jugendabteilung  sich  noch  weiterer  so  wohlgelungener
  Veranstaltungen  erfreuen  können.  Für
die  nächste  Versammlung  ist  bereits  ein  verheibungsvoller
  Redner  in  Aussicht  genommen.

Erneute  Gütersperre.  Die  Eisenbahndirektion
  München  teilt  mit:  Zur  Gewimung
von  Wagen  für  dringende  Trausporte  wird
vom  Montag.  dei  10.  mit  Samstag,  den  15.
Dezember  die  Annalme  von  Frachtgutwagenladungen
  innerhalb  Banerns  nach  sämtlichen  banerischen
  und  außerbayerischen  deutschen  Stationen
  gesperrt.  Zugelassen  bleiben:  Lebensiel,
  Futtermittel,  lebende  Tiere,  Brennstoffe,
  Militärgut  unter  Fahrt-Nr.  und  Güter
nach  Oesterreich-Ungarn  und  dem  neutralen  Ausande.


“  Obstbeschlagnahme.  Amtlich  wird
mitgeteilt:  In  der  letzten  zeit  wurden  Klagen
darüber  laut,  daß  die  Beförderung  von  Obst
an  Eͤ  elverbraucher  nicht  mehr  zugelassen  werde
und  olgeesen  Obst  nicht  mehr  unmittelbar
von  den  Erzeugern  bezogen  werden  lönne.  Seit
Anfang  November  sind  die  Märlle  der  größeren
Städte  von  Obst  entblößt.  Es  mußte  daher
die  Landesstelle  für  Gemüse  und  Obst  zu  stren- 



–  —––

—

Obst  bei  den  Obsterzeugern  auf  dem  Laude
beschlagnahmen  und  den  freien  Versond
einschränken  lassen.  Wäre  dies  nicht  geschehen,
so  hätten  auch  zi  mehr  geringe  Mengen  von
Obst  in  die  Städte  gebracht  werden  können,,
weil  die  Obsterzeuger  lieber  Obst  weit  über  die
Hächstpreise  an  die  Einzelbezieher  zu  verlaufen
scheinen  als  es  um  den  Höchstpreis  an  die  Auf-=käufer
  des  Kommunalverbandes  abgeben.  Für
den  Einzelnen,  der  noch  Gelegenheil  hätte,  sich
irgendwo  1  Zentner  Obst  zu  verschaffen,  mag
diese  Maßnahme  unnngenehm  wirken.  Die  weit.-aus

  überwiegende  Mehrzal!  aller  derer,  die  gewohnt

  sind,  sich  ihren  Winterbedarf  an  Ob#st
unmittelbar.  beim  Erzeuger  zu  laufen,  hat  aber
bis  Ende  November  reichlich  zeit  gehabt,  dies
zu  kun.  Bei  dem  Vorliegen  besonderer  Gründe
j  nahe  Verwandtschaft  zwischen  Verläufer  und
Käufer,  Bezug  aus  eigenen  oder  gepachteten
Gärten  usw.  lassen  übrigens  die  Kreisstellen  noch
immer  den  unmittelbaren  Bezug  von  Obst  zu.

Würde  der  Obstversand  an  Private  wiederum
uneingeschränitt  zugelassen  werden,  so  wäre  an
eine  weitere  Versorgung  der  Städte  mit  ObstP
nicht  zu  denken.  Durch  die  bisherige  Maßnahme
ist  es  gelungen,  den  Weihnachtsbedarf  der  gröberen
  Städte  an  Obst  wenigstens  einiger  nahen
zu  decken,  so  daß  heuer  nicht  nur  auf  dem
nachtstisch  des  Reichen,  sondern  auch  auf  dem  derweniger
  Begüterten  einige  Aepfel  zu  finden  sein
werden.

*  Wildbachverbauung.  In  der  Frage
der  Wildbachverbauung  faßte  der  Oberbayerische
Landrat  nachstehenden  Beschluß,  der  wegen  des
Bestehens  einer  Sektion  am  hiesigen  Platze  auch
für  Rosenheim  von  Wichtigkeit  ist:  „Da  die  gegenwärtige
  Organisation  der  Wildbachverbauungssektion
  sich  glänzend  bewährt  hat,  beantragt
  der  Oberbayer.  Landrat,  keine  Aeuderung
zu  treffen,  sondern  die  Seltion  mit  ihrem  Arbeitsgebiet
  fortbestehen  zu  lassen,  unter  Beibehaltung
  der  bi#eherigen  Besetzung  mit  flußbantechnischem
  Personal  und  dem  Ministerium
des  Innern  unterstellt  zu  lassen.  Sollte  jedoch
die  Aufhebung  der  Wildbachverbauungsseition
nicht  zu  vermeiden  sein,  was  sehr  zu  bedauern
  wäre,  so  beantragt  der  Oberbaner.  Landrat,
  daß  die  fernere  Behandlung  der  Wildbäche
unter  allen  Umständen  beim  Minisierium  des
Innern  verbleiben  und  nicht  an  das  Verkehrsministerium
  übergehen  soll.“

 

Die  Kriegezulagen  der  Staatsbeamten,
  die  zu  Weihnachten  ausgezahlt  werden
  sollen,  sind  in  der  Höhe  von  60  Mk.  für
Verleiratete  und  Alnverheiratete  (sastegeet
Dazm  kommt  eine  Zulage  von  20  Mk.  für  jebes
Kind.  Einbezogen  lind  lediglich  Gehälter  bis
zu  ca.  5000  Mk.  Die  Reichsratolammer  wird
die  Forderung  voraussichtlich  am  17.  ds.  Mi#.
genehmigen,  sodaß  die  Auszahlung  am  20.  Dezember
  erfolgen  kann.

Sonn-  und  Feiertagsverkeh.r  auf
den  Eisenbahnen.  Bei  der  starken  Inanpruchnahme
  von  Maschinen,  Wagen  und  Personal
  der  Staatsbahnen  ist  es  ausgeschlossen.
an  Sonn-  und  Feiertagen  einem  größeren  Ver
lehr  Rechnung  zu  tragen,  vielmehr  muß  mit
den  fahrplanmäßigen  Zügen  ohne  Vorläufer
das  Auskommen  gefunden  werden,  Es  möchte
insbesondere  nachdrücklich  darauf  aufmerksam
gemackt  werden,  daß  zur  Rücdkfahrt  von  Banrischzell,
  Schliersee  abends  nur  ein  Zug  nach
Holzkirchen,  Barrischzell  ab  5.40  Uhr  nachm.,
verkehrt,  dessen  Neisende  in  Helacher  auf  den
meist  gut  besetzten  Tölzer  Zug  nach  München
übergehen  müssen.  Bei  stärkerem  Vertehr  ist
die  Weiterbeförderungsmöglichkeit  also  sehr  gering
  und  damit  zu  rechnen,  daß  ein  großer  Teil

—

 

 

 

Gastspiel  der  Münchener  Lust=Schauspieltruppe.


Direttor  Bach,  der  verdienstvolle,  auf  Ab

wechslung  des  Spielplans  bedachte  Leiler  un.

seres  Vollstheaters,  brachte  am  Samstag  und

Sonntag  die  Münchener  Lust=  und  Schauspiel.

und

—

Heeresr####Deutscher  Krosorinz.

ruhiger  Nacht  heute

truppe  hierher,  die  unseres  MWissens  hier  noch

nicht  aufgetreten  war.
einzelne  ganz  tüchtige  Kräste,  die  man  nur  bedauern
  lonnte,  daß  sie  ihr  Können  an  so  weuig
  danfbare  Aufgaben  verschwenden  mußtten.
Das  Stück,  vom  Samstag,  „Der  liebe
Pepi-  ,  Schwank  in  drei  Aufzügen  von  Friedr.
Friedmann,  ging  ja  noch  an.  Es  handelt  sich
hierbei  um  ein  Berliner  Schwankerzeugnis,  das
ausnahmsweise  von  jenem  gesunden  Witz  und
Humor.  durchzogen  ist,  für  die  auch  unsere  süddeutsche
  Art  Verständnis  hal.  Namentlich  der
letzte  Aufzug  enthält  einige  Stellen,  die  zum
Nachdenken  veraulassen.  Originell  in  der
Schwank  insofern,  ald  er  die  umgekehrie  Richlung
  der  üblichen  Skala:  „Verliebl,  verlobt,
verheiratet“  einschlägt.  Die  „Helden“  dieses
Stückes  sind  nämlich  heimlich  verheiratet  und
spielen  ihren  Angehörigen  eine  Verlobungskomodie

  vor,  die  nach  allerlei  Hemmnissen  mit  der

Anerlennung  der  Heiral  endet.

Weniger  Vergnügen  bereitete  die  Aufführung
des  Lustspiels  „Die  beiden  Einschichti
gen“  von  Mar  Dingler  am  Sonmag  Nach
miltag  und  Abend.  Es  iit  die  alte  Cbeschichte
ron  den  alten  Eselm.  die  sich  in  den  Kopf  ge
sei!  haben,  ausgerechne:  ein  5.)  Jabre  jünge
res  Mädchen  zu  beiraten.  l#  sie  von  dieser
Noßidee  abzubringen,  bedarf  es  dreier  langeweiliger,
  handlungcarmer  Auszüge,  eine:  Hörrohrs
  für  den  lauben  Bauern  und  der  Ertlärung
  der  Angebeteren  des  zweiten  Lielhabers,
daß  sich  der  heratslustige  Greis  des  Alkohot
eniwöhnen  musse.  Wenn  aus  dieser  kraft-.
safilose  in  Komödie  noch  leidlich  etwas  beraustam,
  so  war  es  das  Merdienit  der  vorzüglichen
Darstellung,  an  der  die  männlichen  Kräfte  das
lebergewicht  behaupteten.

Die  Damen  Jiska  Waldburg,  Fridl  Berkini,
Anny  Maglissa.  Rosa  Dressein  und  Hedi  Weilse
verterperten  die  mehr  oder  minder  „fesche“
Weiblickkeit.  wälrend  die  Herren  Ludw.  Würz,
Karl  Nosen,  Ignaz  Brantl,  Leovold  Kerscher
und  Eduard  Bürger  Zut  geschaute  Charallere
auf  die  Beine  sieliten.  Die  Spielleitung  Bertini-Walhbürg
  war  um  ein  flottes  Tempo  dbemüht,
dem  allerdings  das  Gedächtnis  der  Darsteller
nicht  immer  recht  gehorchen  wollte.

ährend  die  Nachmittagsvorstellungen  jeweils
  schwach  besucht  waren,  hatte  sich  am
Abend  das  Haus  ziemlich  gefüllt.  Am  Samstag
war  der  Beifall  lebhaft,  am  Sonntag  recht  spärlich.
  Jedenfalls  lassen  derartige  Gafstspiele  die
Vorzüge  unserer  einheimischen  Volkstheater
Darbietungen  in  vorteilhafter  Weise  hervortreten.
  H.  M

Tedte  Nachrichen.

es  Hauptauartier,  den

 

10.  Eo  tlich.  (Drahtbericht.)
Westlicher  Kriegsschauplatn
Front  des

Kronprinzen  Rupprecht  u.  Bayern.

An  der  flandrischen  Front  und  in  einzelnen
Akschnitten  der  Scarpe  und  bei  St.  Quentin
nahm  das  Artilleriefeuer  von  mütag  an  zu.
In  kleineren  Infanteriegefechten  wurden  die
Engländer  westlich  Graincourt  aus  einigen  Grabenstücken
  vertrieben.  Ein  lleiner  Vorstoß  nörd-Die

  Truppe  verfügt  über!

 

Kleine  Unternehmungen  an  verschiedenen
Stellen  der  Front  führten  zur  Gefangennahme
einer  Anzahl  Kranzoie.  Vilffach,  lühafte  Feuertätigkeit.



Auf  dem  öbtlichen  Vaasufer  beigerte  sie  sich
am  Abend  zu  erheblicher  Stärke  und  lebte  nach
rgen  erneut  auf.

Front  des  Generalfeldmarschalls
Herzogs  Albrecht  von  Württemberg.

Banerische  Landwehr  drang  nordwestlich  von
Bures  in  die  franz.  Gräben  ein,  nahm  1  Ofsizier
  und  41  Mann  gefangen  und  erbeutete  einige
  Maschinenge

SZe####Mriegsschamnpias.

Tie  Verbündeten  Armeen  haben  mit  de  —  t
sisch-rumän  J—  #####
zmiscken  dem

#
Wnnturt  #..  Weisenesksc  hisen

Italitentscher  Kriegsschanplatz.

Im  Piapec-Delta  erstürmien  ungar.  Honved-Truppen
  den  italienischen  Brückenkopf  am
Sile,  weitlich  von  Cape-Silo  und  nahmen  mehr
als  200  Italiener  gefangen.

MDer  erste  enetalquartiermeister·
bendorti.
Neue  U-Boot-Beute.

WIB.  Berlin,  10.  12.  (Amtlich.  Durch
unsere  U-Boote  wurden  im  Sperrgebiet  um
England  neuerdinge  11  000  Br.-Reg.  To.  ver
sentt.  Einer  der  vernichteten  Dampfer  wurde
aus  einem  gesicherten  (Heleitzug  berausgeschofsen;
  bei  den  anderen  lonmte  Brwalnung  feitgeiteln
  werden.

Der  Chef  des  Admiralstabs  der  Morine.
Aufbebung  der  russischen
Kriegslieferungsvertrage.

Verlin,  10.  12.  Nach  einer  Meldung  des
„Dailn  Chronicle“,  die  durch  andere  Nachrichlen
  gestünt  wird,  hat  die  jetzige  rufiische  Regierung
  alle  Vertrage  mit  den  Alliierten  über  Lieferm
  na  von  Schiebedarf  und  Kriegsgerät  sür
die  russische  Armee  als  a#  usgelöst  erllärt.
Die  Aujlösung  trirt  sofort  in  Krafr.  Die  Re-Lelung
  der  ruisischen  Kriegsschuld  soll  bie  zu
den  Friedenoverllandlungen  vertagt  werden.

Abdankung  König  Ferdinands.

*  Budapest,  9.  12.  Verschiedene  hies.  Blätter
  berichten  aus  Bukarest,  die  konservative
Partei  härte  sich  zu  einer  Sitzung  zusammengefunden,
  um  Rumanien  aus  seiner  Notlage  zu
ketten.  Die  Abdankung  Konig  Ferdinands
  zu  Gunsten  seines  Sohnes  Karl  soll  mit
zu  dem  Plau  gehören,  der  der  Erreitung  des
Vaterlandes  dienen  soll.  Gieichzeirig  verlautet.
  daß  Bratianu  zurücktrelen  werde.

————————

Offene  Stellen.  Hier:  2  Fuhrlnechte,  !.
Spengler.  2  Elektromonieure,  1  Schäffler,
Sattler,  1  Müller,  2  Schuhmeter.  Mns
beiter,  4  Hausmägde,  3  Privatköchinnen.  6
Mädchen  neben  der  Frau.  2  Mädchen  für
alles,  5  Zugehmädchen,  Fabrikarbeiterinnen.
Auswärts:  2  Lührknechte.  4  Feldknechte,  1
Dienstburschen,  1  Oelonomiebaumeister,  10  Holzarbeiter,
  1  Mechaniker,  2  Maschinenschlosser  1
Blechschlosser.  2  Schmiede.  2  Wagner,  3

 
 

 

3  Satller,
  1  Gangsäger,  1  Schreiner,  1  jung.  Menger.
  3  Schuhmacher.  15  Erdarbeiter,  60  Stallund
  Feldmägde,  7  Hausmägde,  5  Privatköchinnon,
  7  Mädchen  neben  der  Frau,  J  Mädchen

|  für  alles,  1  Kellnerin.

geren  Versorgungsmaßnahmen  schreiten,  das

Sessentlice  usforder#ung  zur  MWeldung  #wecks

Eintragung  zur  Nachweisung  der  Hilfsdlenst-Pflichtigen.


1.  Auf  Grund  der  Belanntmachung  des  Bundesrats,  begsstend

  weitere  Bestimmungen  zur  Ausführung  des  §  7  des

Gesetzes  über  den  vaterländischen  Hilfsdienst,  vom  15.  November
1917  (Rol.  Seite  1040)  werden

1.  alle  männlichen  Deutschen,  die  nach  dem  31.  März  1858.
geborzn  sind  und  das  siebzehnte  Vebensjahr  vollendet  ha-NJS———————.
  ums

ben,  soweit  sie  nicht

a)  zum  aktiven  Heere  oder  zur  aktiven  Warine  gehören.  ir

oder
b)  auf  Grund  einer  Reklamation  eu  Dienste  i  im  Heere  oder
in  der  Marine  zurückgestell

2.  alle  männlichen  Angehörigen  rr  österreichisch-ungarischen
ie,  die  nach  dem  J1.  März  1  geboren  sind  und

das  siebzehnte  Lebensjahr  vollen  det  haben,  fopeitfieiin
GbietebesDeiithReiZepihrenWahnsktzoberihren

gewöhnlichen  Tufemtban  haben  und  nicht  zum  aktiven  Heere
oder  zur  aktive  -#arine  gehören,
aufgesordert,  *  beim  städt.  Arbeitsamt,  Mittertor,
  persönlich  zu  melden  und  zwar  an  den  gen
wwells  in  der  Zeit  von  9—  12  Uhr  vormlttags  und
—  6  Uhr  nachmittags.

 

     

 

Ceburtsjahr:  1856  mit  1866  am  Miltwoch,  den  12.  Dezbr.  11917  ben

Ceburtsjahr:  1867  mit  1875  om  Domerstag,  den  13.  Dez.  1917
Geburtsjahr:  1876  mit  1884  am  Freitag,  den  14.  Dezbr.  1917
Geburtsjahr:  1885  mit  1893  am  Samstag,  den  15.  Dez.  1917
Geburtsjahr:  16094  mit  1900  am  Montag,  den  17.  Dez.  1917.

in  Holzkirchen  zurückbleiben  muß.

 

Ausweise  über  die  Persönlichleit  (Gz.  B.  K.-Steuerquittungen,
Geburtsscheine,  Zeugnisse  aller  Art)  sind  mitzubringen.

Nicht  nochmals  zu  melden  brauchen  sich  diejenigen
Hilfsdienstpflichtigen,  die  sich  bei  der  ersten  Eintragung  auf
Grund  der  Bekanntmachung  des  Bundesrats  vom  1.  März  1917
RBl.  Seite  202,  „K.  B.  Staatsanzeiger“  Nr.  59)  oder  aus
Anlaß  der  Aufgabe  ihrer  Tätigkeit  oder  eines  Stellenwechsel  beim
Städt.  Arbeitsamt  gemeldet  haben  und  dies  durch  Vorlegung

—

des  gestempelten  Abreißstreifens  des  Meldekarte  nachweisen

können.

2.  Die  Meldung  kann  auch  schriftlich  erfolgen.

Die  Meldekarten  hiefür  sind  ab  Mittwoch,  den  12.  Dezember
  1917  in  den  üblichen  Geschäftsstunden  beim  städt.  Arbeitsamt
erhältlich.  Die  ausgefüllten  Meldekarten  sind  bis  spätestens  zum
ontag,  den  17.  Dezember  191  7  beim  städt.  Arbeitsamt
abzugeben.

Die  ausgefüllten  Meldekarten  können  auch  in  der  Zeit  zwischen
  dem  12.  und  dem  17.  Dezember  1917  ohne  Umschlag  und
Har  ossen  am  Schalter  einer  Postanstalt  abgegeben  werden:;
diese  wird  für  Weiterleitung  an  das  Arbeitsamt  Sorge  wagen.

3.  Die  Abgabe  der  ausgefüllten  Meldekarten  kann  auch

durch  den  Arbeitgeber  für  seine  Arbeiter  und  Angestellten,  durch,

die  vorgesette  Dienstbehorde  für  die  dort  beschäftigten  Beamten
usw.  erfolgen.

4.  Bei  der  persönlichen  wie  bei  der  schriftlichen  Meldung
wird  von  der  Meldestelle  bzw.  von  der  Postanstalt  als  Bestätigung
  der  ausgefüllte  und  gestempelte  Abreihstreifen  der  delarte
  aus  diese  Bestätigung  ist  sorglam  mt
und  auf  zalunon  der  zuständigen  Behörde  und  n  Vertre
tern  vorzuzeige

5.  Hil  -  i  2  die  Aeiien  se  Wohnsitz  haben,  bo

O  iedn  ite  4  e  der  Ortsbehörde
——  .  tadt.  *  n  melden,  in  deren  Bezirk
sie  sich  an  dn  Tage  aushalten.  "

6.  G  die  Angabe  der  Meldu  i
oder  —  ern  —

lich  von  La  a  Flesauieres  scheiterte

 

vüchuge  sie  zu  ergänzen  oder  aufzuklären.  Das  Arbeitsamt

lann  ihn  hierzu  vorladen.

.  Für  die  in  öffentlichen  oder  privaten  Anitalten  (Stra..
Deseluner  Heilanstalten  usm.)  mit  Einschluß  der  geschlossenen
Unlerrichtsanstalten  (Internate)  untergebrachten  Meldepflichti
gen  hat  der  Anstaltsleiter  oder  der  von  ihm  dazu  westellte  Vertreter
  die  Meldung  schriftlich  unter  ordnungsgemäßer  Ausjuhrung
  der  vorgeschriebenen  Meldekarten  dis  zum  Montag,  den
17.  Dezember  1917  durch  Ablieferung  beim  Städt.  Arbeitsamt
oder  durch  Angabe  bei  einer  Postanstalt  gegen  Aushändigung
der  gestempelten  Meldebestätigungen  vorzunehmen.  Auf  Antrag
eines  Anstaltsleiters  kam  die  für  seinen  Wohnort  zuständige
Kriegsamtsstelle  (Nriegsamtnebenstelle)  ihm  genehmigen,  die
Meldungen  ganz  oder  teilweise  nuf  Listen  zu  erstatten.

6.  Wer  die  Meldung  schuldhaft  unterläht,  kam  durch  den
Einberufungsousschuß  mit  einer  Ordnungsstrase  dis  zu  100
und,  wenn  die  Geldstrase  nicht  beizutreiben  i#t,  mit  Haft  bis  zu
3  Tagen  bestraft  werden.

Mit  Gesängnis  bis  zu  6  Monaten  oder  mit  Geldstrafe  bis
zu  10  000  Mk.  wvird  beitraft.  wer  in  einer  Meldung  oder  Auskunftserteilung
  wissentlich  unrichtige  oder  unvollftändige  Angaen
  macht.

Die  gleiche  Strafe  trifft  den  E  oder  seinen  Vertreter,
  der  in  einer  Meldung  wissentlich  unrichtige  oder  unvoll
ständige  Angaben  macht  sowie  den  Meldepflichtigen  selbst,  der  in
einem  solchen  Falle  dem  Anstaltsleiter  oder  seinem  Vertreter  gegenüber
  derartige  Angaben  macht.

Mit  Geldstrafe  bis  zu  10  000  Mkr.  oder  mit

strast,  wer  als!s  unrichtige  Angaben  ine
boer  Auskynsserteilung  gegenüber  Der  Ortsbehörde  durch  ahn
in  Umerschrift  bes#at,  obwohl  er  die  Unrichtiglbit  kennt  oder

t  r  vr

lennen  mußH.
Rosenheim,  den  10.  Dezember  1917.
r.  vK.  ——  —  —  Staotmagistrat.  —  ——  ——