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seit —*- de — im t ———u
Militäro#t Kl. wurde amien
net der Sns . Peter Kraus von Stepha#sli#chen,
3z. Zt. Stationsvorsteher im Feldeisenbahndienst.
Fliegerbesuch war am Samstag und
Sonnta r hier. Am Samstag nachmittag landeten
zwel Flteger bei Fürstätt. Gestern mittag
Lmkreifte ein westerer Flieger in prächtigen Bgen
und Schleifen die Stadt. Es ist auch das
vichtige Fliegerwett
Frecher rlbnay. Aus der Kasse eines
hiesigen Hotelbüros wurde während einer kurzen
Abwesenheit des Besitzers ein Geldbetrag
von 70 Mark entwendet. Beim raschen „Zugreifen“
sind dem Dieb cinige Kasfsenscheine
entglitten, die dann im Büro gefunden wurden.
Einen Beutel mit Biermarken hatte der freche
Eindringling gleichfalls mitlaufen lassen. Nackdem
er überzeugt hatte, daß er keine Geld.
stücke enthi ielt, warf er im Hausflur den Beutel
ven sich. Der Tüter ist ein äußerst geriebener
Hurlbe, dessen Spuren bereils aufgenommen
Besitzwechsel. Das Rentebaus der f#uher.
Brauereibesitzerseheleute Jos. u. Me
Geratshuber in Tübling. Stollsir. Nr. 10.
heute durch Kauf an die Gastwirtseheleute *
tin und Juliana Pfaffenberger von Bramenburg
#ergegangen, Notarielle Verbriefung.
ist erfolg
Mecblauateten war aan vergangenen
Donnerstag in der Jugendabteilung des kath.
Frauenbundes. JZahlreich war der Besuch und
alle erlebten einen schönen, gemütlichen Abend.
In herzlichen Worten der Begrüßung llärte die
Frl. Vorsitzende den Sinn des Festes, das zu-Wc
Einstandsfeier für den neuen Beirat HH.
en Staffler sein sollte. Nun erschien
o or laus. Fest trat er auf und erust u. feierlich
klang sein Wort. Manche aus dem
jungen Völklein hat er gezupft. Doch niemand
ließ sich sctrecen. Man hat nur berzhaft gelacht.
Viel Humor brachte auch „Die Sprechstunde
vor der Himmelstüre“ gedichtet von Fräulein
Berchtenbreiter. Die Ententetupen, der heilige
Petrus und der deutsche Mickl dazu, das war
Ironie und Sarkasmus genug, zumal eben Siegesschießen
vorausgegangen war. Verfasserin u.
Spielerinnen erntelen reichsten Beisall. Der
Glüclshafen brachte neben holden Nirerln auch
viele schöne Gewinne. Der Reinertrag war für
die Säuglingsfürsorge bestimmt. Möge die
Jugendabteilung sich noch weiterer so wohlgelungener
Veranstaltungen erfreuen können. Für
die nächste Versammlung ist bereits ein verheibungsvoller
Redner in Aussicht genommen.
Erneute Gütersperre. Die Eisenbahndirektion
München teilt mit: Zur Gewimung
von Wagen für dringende Trausporte wird
vom Montag. dei 10. mit Samstag, den 15.
Dezember die Annalme von Frachtgutwagenladungen
innerhalb Banerns nach sämtlichen banerischen
und außerbayerischen deutschen Stationen
gesperrt. Zugelassen bleiben: Lebensiel,
Futtermittel, lebende Tiere, Brennstoffe,
Militärgut unter Fahrt-Nr. und Güter
nach Oesterreich-Ungarn und dem neutralen Ausande.
“ Obstbeschlagnahme. Amtlich wird
mitgeteilt: In der letzten zeit wurden Klagen
darüber laut, daß die Beförderung von Obst
an Eͤ elverbraucher nicht mehr zugelassen werde
und olgeesen Obst nicht mehr unmittelbar
von den Erzeugern bezogen werden lönne. Seit
Anfang November sind die Märlle der größeren
Städte von Obst entblößt. Es mußte daher
die Landesstelle für Gemüse und Obst zu stren-
– —––
—
Obst bei den Obsterzeugern auf dem Laude
beschlagnahmen und den freien Versond
einschränken lassen. Wäre dies nicht geschehen,
so hätten auch zi mehr geringe Mengen von
Obst in die Städte gebracht werden können,,
weil die Obsterzeuger lieber Obst weit über die
Hächstpreise an die Einzelbezieher zu verlaufen
scheinen als es um den Höchstpreis an die Auf-=käufer
des Kommunalverbandes abgeben. Für
den Einzelnen, der noch Gelegenheil hätte, sich
irgendwo 1 Zentner Obst zu verschaffen, mag
diese Maßnahme unnngenehm wirken. Die weit.-aus
überwiegende Mehrzal! aller derer, die gewohnt
sind, sich ihren Winterbedarf an Ob#st
unmittelbar. beim Erzeuger zu laufen, hat aber
bis Ende November reichlich zeit gehabt, dies
zu kun. Bei dem Vorliegen besonderer Gründe
j nahe Verwandtschaft zwischen Verläufer und
Käufer, Bezug aus eigenen oder gepachteten
Gärten usw. lassen übrigens die Kreisstellen noch
immer den unmittelbaren Bezug von Obst zu.
Würde der Obstversand an Private wiederum
uneingeschränitt zugelassen werden, so wäre an
eine weitere Versorgung der Städte mit ObstP
nicht zu denken. Durch die bisherige Maßnahme
ist es gelungen, den Weihnachtsbedarf der gröberen
Städte an Obst wenigstens einiger nahen
zu decken, so daß heuer nicht nur auf dem
nachtstisch des Reichen, sondern auch auf dem derweniger
Begüterten einige Aepfel zu finden sein
werden.
* Wildbachverbauung. In der Frage
der Wildbachverbauung faßte der Oberbayerische
Landrat nachstehenden Beschluß, der wegen des
Bestehens einer Sektion am hiesigen Platze auch
für Rosenheim von Wichtigkeit ist: „Da die gegenwärtige
Organisation der Wildbachverbauungssektion
sich glänzend bewährt hat, beantragt
der Oberbayer. Landrat, keine Aeuderung
zu treffen, sondern die Seltion mit ihrem Arbeitsgebiet
fortbestehen zu lassen, unter Beibehaltung
der bi#eherigen Besetzung mit flußbantechnischem
Personal und dem Ministerium
des Innern unterstellt zu lassen. Sollte jedoch
die Aufhebung der Wildbachverbauungsseition
nicht zu vermeiden sein, was sehr zu bedauern
wäre, so beantragt der Oberbaner. Landrat,
daß die fernere Behandlung der Wildbäche
unter allen Umständen beim Minisierium des
Innern verbleiben und nicht an das Verkehrsministerium
übergehen soll.“
Die Kriegezulagen der Staatsbeamten,
die zu Weihnachten ausgezahlt werden
sollen, sind in der Höhe von 60 Mk. für
Verleiratete und Alnverheiratete (sastegeet
Dazm kommt eine Zulage von 20 Mk. für jebes
Kind. Einbezogen lind lediglich Gehälter bis
zu ca. 5000 Mk. Die Reichsratolammer wird
die Forderung voraussichtlich am 17. ds. Mi#.
genehmigen, sodaß die Auszahlung am 20. Dezember
erfolgen kann.
Sonn- und Feiertagsverkeh.r auf
den Eisenbahnen. Bei der starken Inanpruchnahme
von Maschinen, Wagen und Personal
der Staatsbahnen ist es ausgeschlossen.
an Sonn- und Feiertagen einem größeren Ver
lehr Rechnung zu tragen, vielmehr muß mit
den fahrplanmäßigen Zügen ohne Vorläufer
das Auskommen gefunden werden, Es möchte
insbesondere nachdrücklich darauf aufmerksam
gemackt werden, daß zur Rücdkfahrt von Banrischzell,
Schliersee abends nur ein Zug nach
Holzkirchen, Barrischzell ab 5.40 Uhr nachm.,
verkehrt, dessen Neisende in Helacher auf den
meist gut besetzten Tölzer Zug nach München
übergehen müssen. Bei stärkerem Vertehr ist
die Weiterbeförderungsmöglichkeit also sehr gering
und damit zu rechnen, daß ein großer Teil
—
Gastspiel der Münchener Lust=Schauspieltruppe.
Direttor Bach, der verdienstvolle, auf Ab
wechslung des Spielplans bedachte Leiler un.
seres Vollstheaters, brachte am Samstag und
Sonntag die Münchener Lust= und Schauspiel.
und
—
Heeresr####Deutscher Krosorinz.
ruhiger Nacht heute
truppe hierher, die unseres MWissens hier noch
nicht aufgetreten war.
einzelne ganz tüchtige Kräste, die man nur bedauern
lonnte, daß sie ihr Können an so weuig
danfbare Aufgaben verschwenden mußtten.
Das Stück, vom Samstag, „Der liebe
Pepi- , Schwank in drei Aufzügen von Friedr.
Friedmann, ging ja noch an. Es handelt sich
hierbei um ein Berliner Schwankerzeugnis, das
ausnahmsweise von jenem gesunden Witz und
Humor. durchzogen ist, für die auch unsere süddeutsche
Art Verständnis hal. Namentlich der
letzte Aufzug enthält einige Stellen, die zum
Nachdenken veraulassen. Originell in der
Schwank insofern, ald er die umgekehrie Richlung
der üblichen Skala: „Verliebl, verlobt,
verheiratet“ einschlägt. Die „Helden“ dieses
Stückes sind nämlich heimlich verheiratet und
spielen ihren Angehörigen eine Verlobungskomodie
vor, die nach allerlei Hemmnissen mit der
Anerlennung der Heiral endet.
Weniger Vergnügen bereitete die Aufführung
des Lustspiels „Die beiden Einschichti
gen“ von Mar Dingler am Sonmag Nach
miltag und Abend. Es iit die alte Cbeschichte
ron den alten Eselm. die sich in den Kopf ge
sei! haben, ausgerechne: ein 5.) Jabre jünge
res Mädchen zu beiraten. l# sie von dieser
Noßidee abzubringen, bedarf es dreier langeweiliger,
handlungcarmer Auszüge, eine: Hörrohrs
für den lauben Bauern und der Ertlärung
der Angebeteren des zweiten Lielhabers,
daß sich der heratslustige Greis des Alkohot
eniwöhnen musse. Wenn aus dieser kraft-.
safilose in Komödie noch leidlich etwas beraustam,
so war es das Merdienit der vorzüglichen
Darstellung, an der die männlichen Kräfte das
lebergewicht behaupteten.
Die Damen Jiska Waldburg, Fridl Berkini,
Anny Maglissa. Rosa Dressein und Hedi Weilse
verterperten die mehr oder minder „fesche“
Weiblickkeit. wälrend die Herren Ludw. Würz,
Karl Nosen, Ignaz Brantl, Leovold Kerscher
und Eduard Bürger Zut geschaute Charallere
auf die Beine sieliten. Die Spielleitung Bertini-Walhbürg
war um ein flottes Tempo dbemüht,
dem allerdings das Gedächtnis der Darsteller
nicht immer recht gehorchen wollte.
ährend die Nachmittagsvorstellungen jeweils
schwach besucht waren, hatte sich am
Abend das Haus ziemlich gefüllt. Am Samstag
war der Beifall lebhaft, am Sonntag recht spärlich.
Jedenfalls lassen derartige Gafstspiele die
Vorzüge unserer einheimischen Volkstheater
Darbietungen in vorteilhafter Weise hervortreten.
H. M
Tedte Nachrichen.
es Hauptauartier, den
10. Eo tlich. (Drahtbericht.)
Westlicher Kriegsschauplatn
Front des
Kronprinzen Rupprecht u. Bayern.
An der flandrischen Front und in einzelnen
Akschnitten der Scarpe und bei St. Quentin
nahm das Artilleriefeuer von mütag an zu.
In kleineren Infanteriegefechten wurden die
Engländer westlich Graincourt aus einigen Grabenstücken
vertrieben. Ein lleiner Vorstoß nörd-Die
Truppe verfügt über!
Kleine Unternehmungen an verschiedenen
Stellen der Front führten zur Gefangennahme
einer Anzahl Kranzoie. Vilffach, lühafte Feuertätigkeit.
Auf dem öbtlichen Vaasufer beigerte sie sich
am Abend zu erheblicher Stärke und lebte nach
rgen erneut auf.
Front des Generalfeldmarschalls
Herzogs Albrecht von Württemberg.
Banerische Landwehr drang nordwestlich von
Bures in die franz. Gräben ein, nahm 1 Ofsizier
und 41 Mann gefangen und erbeutete einige
Maschinenge
SZe####Mriegsschamnpias.
Tie Verbündeten Armeen haben mit de — t
sisch-rumän J— #####
zmiscken dem
#
Wnnturt #.. Weisenesksc hisen
Italitentscher Kriegsschanplatz.
Im Piapec-Delta erstürmien ungar. Honved-Truppen
den italienischen Brückenkopf am
Sile, weitlich von Cape-Silo und nahmen mehr
als 200 Italiener gefangen.
MDer erste enetalquartiermeister·
bendorti.
Neue U-Boot-Beute.
WIB. Berlin, 10. 12. (Amtlich. Durch
unsere U-Boote wurden im Sperrgebiet um
England neuerdinge 11 000 Br.-Reg. To. ver
sentt. Einer der vernichteten Dampfer wurde
aus einem gesicherten (Heleitzug berausgeschofsen;
bei den anderen lonmte Brwalnung feitgeiteln
werden.
Der Chef des Admiralstabs der Morine.
Aufbebung der russischen
Kriegslieferungsvertrage.
Verlin, 10. 12. Nach einer Meldung des
„Dailn Chronicle“, die durch andere Nachrichlen
gestünt wird, hat die jetzige rufiische Regierung
alle Vertrage mit den Alliierten über Lieferm
na von Schiebedarf und Kriegsgerät sür
die russische Armee als a# usgelöst erllärt.
Die Aujlösung trirt sofort in Krafr. Die Re-Lelung
der ruisischen Kriegsschuld soll bie zu
den Friedenoverllandlungen vertagt werden.
Abdankung König Ferdinands.
* Budapest, 9. 12. Verschiedene hies. Blätter
berichten aus Bukarest, die konservative
Partei härte sich zu einer Sitzung zusammengefunden,
um Rumanien aus seiner Notlage zu
ketten. Die Abdankung Konig Ferdinands
zu Gunsten seines Sohnes Karl soll mit
zu dem Plau gehören, der der Erreitung des
Vaterlandes dienen soll. Gieichzeirig verlautet.
daß Bratianu zurücktrelen werde.
————————
Offene Stellen. Hier: 2 Fuhrlnechte, !.
Spengler. 2 Elektromonieure, 1 Schäffler,
Sattler, 1 Müller, 2 Schuhmeter. Mns
beiter, 4 Hausmägde, 3 Privatköchinnen. 6
Mädchen neben der Frau. 2 Mädchen für
alles, 5 Zugehmädchen, Fabrikarbeiterinnen.
Auswärts: 2 Lührknechte. 4 Feldknechte, 1
Dienstburschen, 1 Oelonomiebaumeister, 10 Holzarbeiter,
1 Mechaniker, 2 Maschinenschlosser 1
Blechschlosser. 2 Schmiede. 2 Wagner, 3
3 Satller,
1 Gangsäger, 1 Schreiner, 1 jung. Menger.
3 Schuhmacher. 15 Erdarbeiter, 60 Stallund
Feldmägde, 7 Hausmägde, 5 Privatköchinnon,
7 Mädchen neben der Frau, J Mädchen
| für alles, 1 Kellnerin.
geren Versorgungsmaßnahmen schreiten, das
Sessentlice usforder#ung zur MWeldung #wecks
Eintragung zur Nachweisung der Hilfsdlenst-Pflichtigen.
1. Auf Grund der Belanntmachung des Bundesrats, begsstend
weitere Bestimmungen zur Ausführung des § 7 des
Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst, vom 15. November
1917 (Rol. Seite 1040) werden
1. alle männlichen Deutschen, die nach dem 31. März 1858.
geborzn sind und das siebzehnte Vebensjahr vollendet ha-NJS———————.
ums
ben, soweit sie nicht
a) zum aktiven Heere oder zur aktiven Warine gehören. ir
oder
b) auf Grund einer Reklamation eu Dienste i im Heere oder
in der Marine zurückgestell
2. alle männlichen Angehörigen rr österreichisch-ungarischen
ie, die nach dem J1. März 1 geboren sind und
das siebzehnte Lebensjahr vollen det haben, fopeitfieiin
GbietebesDeiithReiZepihrenWahnsktzoberihren
gewöhnlichen Tufemtban haben und nicht zum aktiven Heere
oder zur aktive -#arine gehören,
aufgesordert, * beim städt. Arbeitsamt, Mittertor,
persönlich zu melden und zwar an den gen
wwells in der Zeit von 9— 12 Uhr vormlttags und
— 6 Uhr nachmittags.
Ceburtsjahr: 1856 mit 1866 am Miltwoch, den 12. Dezbr. 11917 ben
Ceburtsjahr: 1867 mit 1875 om Domerstag, den 13. Dez. 1917
Geburtsjahr: 1876 mit 1884 am Freitag, den 14. Dezbr. 1917
Geburtsjahr: 1885 mit 1893 am Samstag, den 15. Dez. 1917
Geburtsjahr: 16094 mit 1900 am Montag, den 17. Dez. 1917.
in Holzkirchen zurückbleiben muß.
Ausweise über die Persönlichleit (Gz. B. K.-Steuerquittungen,
Geburtsscheine, Zeugnisse aller Art) sind mitzubringen.
Nicht nochmals zu melden brauchen sich diejenigen
Hilfsdienstpflichtigen, die sich bei der ersten Eintragung auf
Grund der Bekanntmachung des Bundesrats vom 1. März 1917
RBl. Seite 202, „K. B. Staatsanzeiger“ Nr. 59) oder aus
Anlaß der Aufgabe ihrer Tätigkeit oder eines Stellenwechsel beim
Städt. Arbeitsamt gemeldet haben und dies durch Vorlegung
—
des gestempelten Abreißstreifens des Meldekarte nachweisen
können.
2. Die Meldung kann auch schriftlich erfolgen.
Die Meldekarten hiefür sind ab Mittwoch, den 12. Dezember
1917 in den üblichen Geschäftsstunden beim städt. Arbeitsamt
erhältlich. Die ausgefüllten Meldekarten sind bis spätestens zum
ontag, den 17. Dezember 191 7 beim städt. Arbeitsamt
abzugeben.
Die ausgefüllten Meldekarten können auch in der Zeit zwischen
dem 12. und dem 17. Dezember 1917 ohne Umschlag und
Har ossen am Schalter einer Postanstalt abgegeben werden:;
diese wird für Weiterleitung an das Arbeitsamt Sorge wagen.
3. Die Abgabe der ausgefüllten Meldekarten kann auch
durch den Arbeitgeber für seine Arbeiter und Angestellten, durch,
die vorgesette Dienstbehorde für die dort beschäftigten Beamten
usw. erfolgen.
4. Bei der persönlichen wie bei der schriftlichen Meldung
wird von der Meldestelle bzw. von der Postanstalt als Bestätigung
der ausgefüllte und gestempelte Abreihstreifen der delarte
aus diese Bestätigung ist sorglam mt
und auf zalunon der zuständigen Behörde und n Vertre
tern vorzuzeige
5. Hil - i 2 die Aeiien se Wohnsitz haben, bo
O iedn ite 4 e der Ortsbehörde
—— . tadt. * n melden, in deren Bezirk
sie sich an dn Tage aushalten. "
6. G die Angabe der Meldu i
oder — ern —
lich von La a Flesauieres scheiterte
vüchuge sie zu ergänzen oder aufzuklären. Das Arbeitsamt
lann ihn hierzu vorladen.
. Für die in öffentlichen oder privaten Anitalten (Stra..
Deseluner Heilanstalten usm.) mit Einschluß der geschlossenen
Unlerrichtsanstalten (Internate) untergebrachten Meldepflichti
gen hat der Anstaltsleiter oder der von ihm dazu westellte Vertreter
die Meldung schriftlich unter ordnungsgemäßer Ausjuhrung
der vorgeschriebenen Meldekarten dis zum Montag, den
17. Dezember 1917 durch Ablieferung beim Städt. Arbeitsamt
oder durch Angabe bei einer Postanstalt gegen Aushändigung
der gestempelten Meldebestätigungen vorzunehmen. Auf Antrag
eines Anstaltsleiters kam die für seinen Wohnort zuständige
Kriegsamtsstelle (Nriegsamtnebenstelle) ihm genehmigen, die
Meldungen ganz oder teilweise nuf Listen zu erstatten.
6. Wer die Meldung schuldhaft unterläht, kam durch den
Einberufungsousschuß mit einer Ordnungsstrase dis zu 100
und, wenn die Geldstrase nicht beizutreiben i#t, mit Haft bis zu
3 Tagen bestraft werden.
Mit Gesängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis
zu 10 000 Mk. wvird beitraft. wer in einer Meldung oder Auskunftserteilung
wissentlich unrichtige oder unvollftändige Angaen
macht.
Die gleiche Strafe trifft den E oder seinen Vertreter,
der in einer Meldung wissentlich unrichtige oder unvoll
ständige Angaben macht sowie den Meldepflichtigen selbst, der in
einem solchen Falle dem Anstaltsleiter oder seinem Vertreter gegenüber
derartige Angaben macht.
Mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mkr. oder mit
strast, wer als!s unrichtige Angaben ine
boer Auskynsserteilung gegenüber Der Ortsbehörde durch ahn
in Umerschrift bes#at, obwohl er die Unrichtiglbit kennt oder
t r vr
lennen mußH.
Rosenheim, den 10. Dezember 1917.
r. vK. —— — — Staotmagistrat. — —— ——