Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Vierzehnter Band. (14)

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Finsfuß  war  ohnedieß  6  Procent.  Nun  wurden  von  den
vorgeschossenen  400,000  Pf.  auf  zwei  Jahre  lang  6  Procent
verwilligt,  und  da  von  den  kursirenden  Ercheguerzetteln,  deren
Summe  sich  auf  1,775,027  Pf.  belief,  bisher  bloß  4  ½/.  Procent
  bezahlt  worden,  so  sollten  auch  die  Interessen,  die  diese
trugen,  auf  6  Procent  erhöht  werden.  Was  alles  ließ  sich
nicht  dagegen  sagen?  Aber  für  ein  bedürftiges  Ministerium,
das  um  Geld  sehr  geplagt  wurde,  waren  400,000  Pf.  Vor,
schuß  gar  zu  wichtig.

Doch  der  Komrakt,  der  1713  bei  der  neuen  Verlänge--rung
  des  Privilegiums  mit  den  Eigemhümern  der  Bank  gemacht
  worden,  war  offenbar  noch  nachtheiliger.  Das  Pribilegium
  wurde  damals  bis  zum  1.  August  1742  verlängert,
  und  zum  Dank  übernahm  die  Bank,  die  Summe  von
4,  200,  Ooo  Pf.  Erchequerzettel  in  Umlauf  zu  setzen.  Nicht
nur  sollte  sie  aber  von  dieser  Summe  jährlich  3  Procent  Interessen
  genießen,  sondern  außerdem  noch  als  Prämium  für
die  zu  bewirkende  Cirkulation  alle  Vierteljahre  8000  Pf.  erhalten,
  denn  außer  jenen  Interessen  sollten  dem  Ueberbringer
eines  solchen  Erchequerzettels  noch  2  Den.  Procent  für  den
Tag  bezahlt  werden.  Dabei  blieb's  nicht  einmal,  sondern  die
Schatzkammer  sollte  vierteljährig  berechnen,  was  man  an  Interessen
  und  Prämien  für  diese  Erchequerzettel  schuldig  geworden,
  und  dafür  neue  Zettel  ausstellen,  die  wieder  Interessen
und  Prämien  tragen  sollten.

So  vortheilhaft  hatte  die  Bank  ihren  neuen  Kontrakt
gemacht.  Das  Privilegium  wurde  ihr  vrrlängert,  und  sie
stipulirte  sich  noch  ein  vierteljähriges  Interesse  von  mehr  als
6  Procent,  so  daß  innerhalb  zehn  Jahren  ihr  Kapital  verdoppelt
  worden  wäre,  Die  Summe  selbst  dieser  Onartalgettel
belief  sich  zwar  am  Ende  nur  auf  90,500  Pf.,  sie  war  also