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Finsfuß war ohnedieß 6 Procent. Nun wurden von den
vorgeschossenen 400,000 Pf. auf zwei Jahre lang 6 Procent
verwilligt, und da von den kursirenden Ercheguerzetteln, deren
Summe sich auf 1,775,027 Pf. belief, bisher bloß 4 ½/. Procent
bezahlt worden, so sollten auch die Interessen, die diese
trugen, auf 6 Procent erhöht werden. Was alles ließ sich
nicht dagegen sagen? Aber für ein bedürftiges Ministerium,
das um Geld sehr geplagt wurde, waren 400,000 Pf. Vor,
schuß gar zu wichtig.
Doch der Komrakt, der 1713 bei der neuen Verlänge--rung
des Privilegiums mit den Eigemhümern der Bank gemacht
worden, war offenbar noch nachtheiliger. Das Pribilegium
wurde damals bis zum 1. August 1742 verlängert,
und zum Dank übernahm die Bank, die Summe von
4, 200, Ooo Pf. Erchequerzettel in Umlauf zu setzen. Nicht
nur sollte sie aber von dieser Summe jährlich 3 Procent Interessen
genießen, sondern außerdem noch als Prämium für
die zu bewirkende Cirkulation alle Vierteljahre 8000 Pf. erhalten,
denn außer jenen Interessen sollten dem Ueberbringer
eines solchen Erchequerzettels noch 2 Den. Procent für den
Tag bezahlt werden. Dabei blieb's nicht einmal, sondern die
Schatzkammer sollte vierteljährig berechnen, was man an Interessen
und Prämien für diese Erchequerzettel schuldig geworden,
und dafür neue Zettel ausstellen, die wieder Interessen
und Prämien tragen sollten.
So vortheilhaft hatte die Bank ihren neuen Kontrakt
gemacht. Das Privilegium wurde ihr vrrlängert, und sie
stipulirte sich noch ein vierteljähriges Interesse von mehr als
6 Procent, so daß innerhalb zehn Jahren ihr Kapital verdoppelt
worden wäre, Die Summe selbst dieser Onartalgettel
belief sich zwar am Ende nur auf 90,500 Pf., sie war also