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nämlich die Wirkungen der Electricität auf thierische Körper
zu beobachten, hatte Galvani Froschschenkel, von der
Haut entblösst, vermittels kupferner Dräthe an cinem
eisernen Geländer aufgehängt. Als die Füsse derselben durch
einen Zufall mit dem eisernen Geländer in Berührung
kamen, geriethen die Schenkel in heftige Zuckungen.
Galvani glaubte, dass die Ursache dieser Erscheinungen in
einer besondern thierischen Electricität zu suchen sei. Aber
der Professor A. Volta, welcher Galvani’s Versuche einer
Prüfung unterwarf, zeigte, dass überhaupt jedesmal, wenn
zwei verschiedene Metalle in Derührung kommen, dieselben
sich electrisch erregen, und erklärte daher die angeführten
Zuckungen für eine Folge der durch den Froschschenkel
sich ausgleichenden Electricität der beiden
Metalle. Man hat nun verschiedene Vorrichtungen erfunden,
um den Galvanismus verstärkt darzustellen. —
Die Wirkungen des Galvanismus sind vielseitig. Von ausserordentlicher
Wichtigkeit ist die Entdeckung desselben aber für
die Telegraphen, das heisst in unserer Sprache Fernschreiber;
denn sie tragen menschliche Gedanken mit Windeseile,
ja mit Blitzesschnelle von Land zu Land, wesshalb
man sie auch wohl Dlitzpost genannt hat.
31. Der electro-magnelische Telegraph.
Kennt ihr ihn? Habt ihr nicht schon den Drath geschen,
der neben der Eisenbahn auf hohen Pfählen läuft?
Wenn man einen Kupferdrath an dem einen Ende mit
einer Kupferplatte, an dem andern mit einer Zinkplatte anlöthet,
und diese beiden Platten in den feuchten Eraboden steckt, so
nimmt der Drath ganz wunderliche Eigenschaften an. Fasst
man ihn mit feuchten Iländen an und reisst ihn auseinander,
so fühlt man in den Händen ein stechendes Reissen und sieht
im Dunkeln sogar einen kleinen Funken von einem Ende zum
andern überspringen.
Weiter. Wenn man den Drath um eine Spule von Holz
wickelt und durch die Spule ein weiches Eisen, 2. B. einen
bBretternagel steckt, so wird dieses Eisen magnelisch, d. h. ein
anderes Eisen, das man unter jenes legt, bleibt daran kleben
Nimmt man den Nagel aber heraus oder den Drath auseinander,
so ist auch der Nagel nicht mehr magnelisch, und das
daran klebende Eisen fällt ab. Ihr seht also, es ist hier etwas
in dem Drathe, was diese Erscheinung hervorbringt, und dieses
Etwas heisst der galvanische Strom.
Solche Dräthe nun, deren Endplatten in die Brde gelegt
sind, führt man von einer Stadt zur andern. Um aber die
Trennung und Wiedervereinigung des Drathes recht schnell und
leicht zu bewirken, hat man Klappen angebracht, wie etwa an