Die General-1Instriction. 97
lischen »aus einem Consilio und mehreren Mitgliedern« bestehen soll.
»Das Consilium soll sich die Sachen der Societät absonderlich anzelegen
sein lassen und deren abwarten, auch zum öftern zusammenkoımmen,
um von allem dem zu handeln, so auf einige Weise zu
dem Zweck der Societät gereichen kann«. Es soll neue Glieder zur
Aufnahme vorschlagen und die verschiedenen Versammlungen ankündigen,
in welchen bald von mathematisch-physikalischen Dinzen,
bald von der deutschen Sprache oder von den anderen Studien,
»zumal der Historia Germaniae«, gehandelt werden soll. Diese drei
Abtheilungen der Societät (Res physico-mathematicae, Lingua Germanica,
Res litteraria, vornehmlich das studium historiae Germaniae
sacrae et profanae) werden unterschieden, und damit ist der Grund
zu der Eintlieilung in Klassen gelegt.
Denı Präses wird das Recht ertheilt, »die Proposition zu thun
und die CGoncelusiones zu machen«. In seiner Abwesenheit soll ein
Vicepräses fungiren, »durch welchen und den Secretarium dem Praesidi
von den Vorfälligkeiten gewisse Nachricht zu geben und mit
ihm soviel thunlich von den Angelegenheiten der Societät zu communiciren
sein wird«.
» Ausser dem Uonsilio Societatis, worein voritzo zumalen diejenigen
zu nehmen, welche mit deren Fundation bemühet gewesen «
-— (lamit waren JABLONSKI, CUNEAU und RABENER bezeichnet —, sollen
mit der Zeit auch einige Standespersonen und kurfürstliche höhere
Beamte aus allen Zweigen der Regierung, Wissenschaft, Kunst und
des Militärwesens, die fürnehmsten als Honorarii, die anderen als
Mitarbeiter und Correspondenten, aufgenommen werden. Auch Ausländer
sind »nach Befinden der anständigen Beschaffenheiten und
Umstände herbeizuziehen und zu Mitgliedern aufzunehmen«. Die
Societät soll also I. ordeutliche Mitglieder umfassen, die das Consilium
bilden, 2. mitarbeitende bez. correspondirende Mitglieder innerhal)’
und ausserhalb Berlins und des Landes, 3. Ehrenmitglieder.
Angeordnet wird auch, dass neben den secreten Protokollen
und Acta öffentliche, zu allgemeiner Einsicht bestimmte, geführt
werden sollen. Sie sollen die Grundlage für ein zu druckendes »Diarium
Eruditorum« werden, in welchem »hauptsächlich dasjenige, so
in den Büchern eigentlich neu und sonderbar, dadurch der Schatz
mensehlicher Wissenschaft und Nachrichtungen vermehret wird, angedeutet
und auch wohl nach Gelegenheit herausgezogen, mithin
I Nicht alle in Berlin lebenden Mitglieder gehörten zum Consilium,
gm
‘
(teschichte der Akademie. I.