K#Vgrschein# #ch nachmilktags 4 Uhr (mit Ansnahme der Ge#
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Vn#e: Vel uns NodtoM 72, InerAbellung M#. #.
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##——4. Anzeigenseil koftef 13 M., btr Petttheile tm Nehlumeisd 40 M.
Die Anmahme von Anzeigen, Reklamen und Beillagen ersolgt durch die Armwesen-Expediten
G####nt, GNolenhelm, München, Kürnberg. Ballln,
#tuß der Anzeigen-Annahme 12 Uhr miflens
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Rosenheimer Tagblakk
Amtbkliches Bublikaflons-ODraus
N.### - 225 Kalbollsch: H'eronymus, Otlo
Sonntag. 30.
September 1917
Mrotektantlick: Hieronymus Ia 63. Jahrgang
Regierung, Reichstag und Friedensfrage.
Einigkeit zwischen Regierung, Reichstag und Volksvertretung. — Die Wirkung des U-Boots-Krie
„ ges auf die englische Seeherrschaft.
— Die Aushungerung der Neutralen. — Die demokratische Konferenz in betaulbwe giis «
Aus dem bayer. Staats-Voranschleg: 43 Mill. Fehlbeiras, 12% Steuererhöhung, Einfübrung der Vermögenssteuer.
Die sitlegslage.
VWIIBR. Großes Hauptquartier,
50. Sextember.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Front des Kronprinzen
Rupprecht von Bayern.
An der flandrischen Küste und #pischen Honullouliter
Mald und Lys wechselle die Kampf
latigleit der Artillerie in ihrer Starle. Hef
lieim Trommelsener in dem Alschm't.e östlich von
Mern soloten nur bei Zonnebeke englischr Teil
angriffe. Sie wurden abgewiesen. Am Weg
Mern Paschendaele wurde der Feind aus der
Trichterlinie, die er dort nod hielt, geworfen
Im Ulelerschuemmunesgeliet der Mer brach
len unsere Erkundungen von Zusammenionen
mit Velciern Gefangene zuruck.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz
Nordostlich von Soinsons und ver Verdun ver
närtie sich der Feuerlam i #eilmeilig betrack tlich
Er lücb an der Maa auch nachte lel haft. Vieh
rere Borfelda:sechte. die unsere Sturmtrurpen
in die fran ösischen Stellungen führten, hatten
vollen Erfolg.
Front des Generalfeldmarschall?
Herzoge Albrecht von Wurttemberg.
Bei Visel im Sundgau blielen bei einem fran:
ösischen Vorof# einige Gesangene in unrer
Hand.
Fliegerangriff ani London.
London und melrere Orte an der englischen
Sudiuite murden von unseren Sliegern mit
Vomben angegriffen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
den
ron
des F. e ralfel dmarschall
Prinzen Leopold o#n Bayern.
Die meist geringe (GOesechlstäligleil sieigerte si.h,
nur vorübergend bei Trnndun sunte n Dinun
gen nordlich der Duna, westlich von Luck und am
*ie
Front des Generalseldmarschalls
ackensen.
Ruisische Alit lungen, die in Kahnen über den
Zereth und den St. Georgs Arm der Donanu
gesetzt wurden wurden darh bnell. Gegenstöhze
verkrieben.
Mazebonische Front
Keine gröôß##ren Gesechtshandlunden.
Der erste Generasquartiermelster:
Ludendorff.
die U-Boot-Witkena im Mittelmeer.
Berlin. 29. Sext. Die von den Deutschen
an der Salonili-Front gefangenen Entente-Soldaten
lassen in ihren Aeußerungen von
Woche zu Woche stärker die katastrorhale Wirkung
des U-.Boot Krieges im Mittelmeer er
kennen. Für die kur#e Reise von Toulon nach
Salonili, die früher drei Tage dauerte, brauchen
die Damxfer jent etwa 16 Tage, da sie trotz
der Begleitung durch U.Boote. Torpedobpote
und onitige Kriegsschisse unterweg? in allen
Häsen längere Zeit liegen und Auslunst über die
deutschen U-Boote abwar en müssen. Technisch
gesprochen bedeutet eine derarlige zwangswmeise
Verlängerung aller Jahrten genau dasselbe, wie
Der Verlust von Taonnage durch Versenkung.
Dem Giuerslfeldmarschell von
hladeabmg zum 70. Geburkstag.
Von Oberit
Am 2. Oltober 1017 vollendelt unser General
jeldmarschall von Hindenl urdas 70 Leben?
jahr. Das deuliche Boll grurt diesen Tag mit
dantbarer Frenee und munuscht seinem Helden
noch eine lange Reihe von Jahren in bisheriger
(de enn dlleil, Krische und Schaffen?: ktkraft. In
dreilacher Hinsicht hal das deutsche V o#t Hin
denburg zu danken. nämlich als Feldherrn, all-Staatsmann,
als Erzieher- -
Vieltachtcnwirbic—al«nmnocnbuniul
FeldlcrknAlilsekrthotmehkuldku
salkkn,um»lsitru.«)lnnt.lkltcsikpcmlon
Wstdcnlnkx seitdem-mitahrlLlllnnUnhstand.
Die Frieden: Sverl. ailuisse hailen ez be
dingt, daj, der Dochledeutende und allieite verehrte,
durchu#eg anerlamte Fuh: er aus dem ak
liven Dienn scheiden und, wie es nun einmal
unvermeidlich ist. jungeren Krasien Plat mu
dben mus te. Ju seiner 9 hatte er mit Auzeichnung
an den T uden von 1B66 u. 1870
1871 teilgenommen. Dann war er rasch emor
geiniegen durch sleisige Arreit an sich selbit
und in seinem Berufe.
Er durchlies alle P
len des Frontdientes, sund aber auch, seiner
Immanuel.
Begabung entst# rechend. vieljälrige Aerwendung.
im Generalstab. Hier wurde er, gesordert durch
eigenes Studium und durch eruie Vertiefu#ng
in das Wesen der Sache. wohl derienine Schüler
des Generalfeldmarschalls von Mortee, in dessen
strategische Gedanken er wie lein andert ein
drang. um sie fräter in die gewaltine Tal zu
übertragen.
Als der Katier dindenting am 20. Auguit
1914 an di: Spxitze der in Olpreusen lämp
senden Armce, neben im General LudendMrif
als Generalstabschef, berief. war die Lae au
bßerst schwierig. Knarn 150000 Deutsche soil
ten die weitgedellnten Grenzen der deutschen
Oktmarl ge#en die naben vierfache Ueberlegen
heit der Russen verleidigen, die überdies von
zwei verschiedenen Seiten, also umfassend, in
len Grenzlande.
das Land eilrächen (Velad' im Augenblick der
i öchien Gesalr trat Hindenburg auf den Plan.
Was er leichlosten und gelan hal. uelll iel
jenient ver der Seorle # deuncchen Boltes
erccheint uns heute #9 eimiach, aber beden
let doch eine geradezu Liwundernemerte Tat,
die den geborenen Feldherrn bezeugt und in der
Weschichte aller Deien ihre: Kleichen iuch!.
rade das Cin#ache in dar (Hrole. und so ent
ichloi ich Hindenburg, erit das eine, dann das
andere run##cche HDeer azinsallen und zu schla
gen. Der Sien aber seln: eine Vernichlung sein.
Bei Tannen#erg# jand das Werl seine Kro
unng Nach vierläniger Schlackt war dar dor
relt überlegene Ausepheer im Sumpfgebiet
uschlossen und taliach'tich bie zur Vernichlunn
geschlacen ein umgelieurer Erfolg. der biauf
bise Slunde die deutsche Ueberlegenheit
im Often brründer. hatl N.u dieser Heit ab
schreil! sich das 2 nsein der deutschen V.#1
les her, daß, Hinde: * urg nicht nur sein er'ter
Feldherr. sondern sein Re cke und iein Hort in
Hindenburas weitete Talen leunzeichnen sich
durch ebenso uiei Erjalge und Siege Zwei Wo
chen nach der Tannenberger Schlacht jagle er
das andere Russenheer aus Onpreußen und
wurde Lierdurch der Veireier unferer vielgepruf
Damn beries ihn der Verlauf
des Kriegs nach der Zudireitecke Rolens, alse
im Oltober 1914 pait, die in Walirien hartbe
dränagten oiterreichüsch- #ungarischen Bundergenaf
sen goegen die rusiijche Uebermacht zu entlaten.
In Sturmeseile zag Hindenburg bis an die
Weichĩel vor Jwangorod, sah iich abet von ei
ner vielsachen russischen Uebemacht bedrokt.
denn jeöt Uatten die Russen endlich ihre Mas
sen zusammen und wollten den gplanten Er
olerung#zzug nach dem Herren Jutschland-e an
treien. In dieser gefälklichen Lage zeigte sich
Hindenburgs Feloherrugraße von einer anderen
Seite, nämlich in der Selb'uleschränkung und
in dem Entschlui zum lechtteiligen Ausweichen.
Ehe es di: Russen gewahr murden, hatte er
den stralegischen Rückzug an oie schlesische Grenze
angetreten und damit dem ge inde das Ge
sen aus der Hand denommen. Die: Rufsfen wurden
ihres anfänglichen Sheerfolges nicht froh;
(de
•v
Dindentuts schrint iu neuer
chwerfalligen uuischen
umiassenden Gegenangriff entgegen.
allen Seiten eingekeill, blieb den
anderer Auameg. als daiz ĩie sich
und Lomie: durch eilige Flucht dem
entzegen. das iie bei, Tamienberg, er—
lannn Zie uiche- lefestigte Stellun.
’uruck. moraui der Kieg im Östen ebendas
(Gertäge iiellungskampfes an-Mitten
in dieser Lige nunie Hinden-I
-ischnell b e (beiegenheil, um
. -«"’—i-.rs«slnd«kesUndxincheks
-«i.t-,I«! sdlnq bunt-H.«t«bsc«;1nnza)ei-Tat
und setzle
dem Massennoß den
6
Füt udif
A#mien lei.
1 1 Lod;
Schidiqi
reichn
nen
Iall--
ten Wiale. diebnial entaultig. aus Oiti reuien zu
wlicheen
Wie Hindenkura im Bewegqungstrieg siegreich
G’wesen war. so führte er auch die Beichwerden
des langu jerigen Stellungzelams fes auf dem öftichen
Kriegeschaurian il- Erfolg durch Bei
der Erolernngls in Smer 1015 wirlie
er m dem norolichen ain chniit mit. iuhrte sei-
me Heetesaturbe biz var Minsl, Dunaburg,
hiog Et liei, die Stellungen in einer ĩa vor
euglichen Weife ausbauec:: daß alle Russenangriisje
an der deutschen Wider#tandskraft. geleitel
durch Hindenburas Umsicht, unter den
schwerster. Verluften zerschellten.
Ende Angun 2#/1
hurn zuim bei des
res. Hu de .cichen Heite
iete “7m den enischeid
———B We# ren rmien Franzosen und
Ennlandel. iml Suder Jillleer, um Osten Ruf.
sen: Rumanien hatie fihh umeren Geinden an.
Veschlossen. In dieser schmierigen Lage ward
Lindendurg# uberlegenes Feidherrntum sichtbar.
Kt flländen die Frenten, aber an einer Stelle
schritten die verbndeten Heere zum muchligen
(Vogiuuch. namlich gegen Rumanien Nach wenigen
Wochen war dirier Feind nieder gewor
ĩen, mehr als die Hatite seinen Landes in einem
geradezu glanzenden Feld ug erobert. Hierin lag
der Beweln dbeutscher Kraft und deutscher Tat
inmilten der Anirengungen uUurferer zahlreichen
Geinde
der Kaifer Hindentabs
des Feldbeenite
gedachten un.
**7 Cnewaltschlaa
lertes
(Heuer:
Der
bedurfte
Auoblick
sahrein ae Steilu: astamri
durche#risc0tcer Neligealiung. um den
auf eine enlicheidende Wendung zu eroffnen.
CEr in allgemein belannt. daß Linkenburg
Jal diesen Umschwung herbeigefuhrt hat. Anjang
Februar i sekle der Uneingeschränkte
Untersechoottric ein. un mit der Zeit Eng.
land, uniern zalheten Geaner. an der Stelle
zu treisen. wolche die empfindlichite im. Inzwischei
mus te Zeit zewonnen werden. Hindenburg
schuf jie dadurch. duß er die deutschen Heere
aui dem Nordalschnin des wedlichen Krieqasscham
laner in neue und be#lere Stellungen zurucknalme##
denen bis auf diese Stunde alle
Angriffe der Feindes restlos gescheitert sind. Hiedurch
gewannen wir freie Hand nach ## Olsten hin.
wit es die jüng'ten Ereignisse in Galizien und
lbei Riga bewieĩen haben
Hindenburg iit aber dem deut'ichen Volle nicht
nur der Feldherrt. sondern auch der Staats.
mann Er darf als solcher insosern mit Fug
und Recht gelten, als wir es seinem Rat zu
verdanken haben, menn die wirtschaftliche Kraft
unseres Vaterlande sich unter den Bedrängnif:
sen des Krieges riesenhaft entwickeln konnte. Bei
allen Maßnahmen der Kriegswirtichaft spüren
wir Hindenbura ordneude Hand Außerdem
gelang es ihm. den orohenden Zwist der Parteien
zu begleichen und die Gesamtkrast des Vol-