Deutschland und die Freimaurerei in Frankreich auf dem gemeinsamen und festen
Grunde der echten und wahren Freimaurerei stehe“. Das sollten sich endlich
die Gojim-Deutschen merken, die noch nicht durch künstliche Beschneidung entehrt
sind. Dann fuhr der Großmeister noch fort:
„Als vornehmsten Gewinn des heutigen festlichen Tages betrachten wir Brr. der
Deutschen Großlogen — die Tatsache, daß wir im Stande gewesen sind, Ihnen persönlich
die Bruderhand zu reichen und Ihnen als Brr. und Freunde gegenüberzustehen. Diese
persönliche Freundschaft, die wir heute feierlichst besiegeln, wird, wie wir hoffen, das Samenkorn
werden, das für uns und unsere Nachkommen“, — d. h. die späteren Freimaurer —
„reiche Früchte trägt . ..“
Bald war dann auch Vertreter der Goß-Loge in Frankreich, deren Großmeister
vor dem Weltkriege Br. Paul Paigné, Divisionsgeneral a. D., war, bei
der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland der Br. und preußische
General von Protzen.
Der alte Einfluß der Großloge in England auf Großlogen in Deutschland
als Patentverleiher wirkte daneben im Sinne der „unsichtbaren Väter“ nicht
minder stark, ganz abgesehen von dem unmittelbaren der „englischen“ freimaurerischen
Großbehörde im „Tale von Berlin.“ #
Wie eng namentlich die Verbindung der „altpreußischen“ Großlogen Deutschlands
mit den Großlogen Großbritanniens war, geht daraus rein äußerlich hervor,
daß der Großmeister der englischen Großloge, der Herzog von Connought,
Ehrenmitglied der altpreußischen Großlogen war, und Prinz Leopold von
Preußen, der Protektor der Großlogen Deutschlands, selbst noch nach der Rangliste
der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland des Jahres 1916/17,
zwei Jahre nach Kriegsbeginn, als Ehrenmitglied von 5 englischen und schottischen
Großlogen und Logen, darunter auch des „Tempels des König Salomo“
genannt wird. Diese Ehrenmitgliedschaft hatte also der Prinz sogar während
des Krieges beibehalten, während sonst alle Ehrenmitgliedschaften der Vertarnung
halber „ruhten“. Der politische Einfluß der maurerischen Großmächte in England
auf Deutschland war ein erheblicher. Er wirkte ganz „in der Stille“,
aber „in der Stille“ nachhaltig und besonders lähmend und verwirrend.
Auch aus den anderen Großlogen, die alle so eingestellt waren, wie die in
Frankreich und England, drangen solche Einwirkungen auf die Brr. in Deutschand).
Es mußte das alles so sein, die Brr. in allen Ländern bilden nun einmal
eine Kette, die in sich eng verschlungen ist und aus gleichen Gliedern besteht.
Ein Gedanken= und Willensstrom in ein Glied hineingeleitet, der zur „Arbeit“
*) Weil freimaurerischerseits immer wieder anders versucht wird, die Zusammenhänge
der Freimaurerei in Deutschland mit der Freimaurerei in den andern Ländern zu vertarnen,
da törichte Profane meinen, solcher Verkehr wäre nichts anderes als eine schamlose
Preisgabe des eigenen Volkes, sei festgestellt, daß sämtliche anerkannten „freimaurerischen
Großmächte“ in von Dahlens Kalender aufgenomen sind, darunter z. B. die Großoriente
von Frankreich und Italien, mit denen die Großlogen in Deutschland heute keinen
amtlichen Verkehr haben. Ob zufälligerweise eine „Deutsche“ Großloge mit einer Großloge
im Auslande einen amtlichen Verkehr unterhielt oder nicht, hat für die Anerkennung
nichts zu bedeuten. Der amtliche Verkehr wurde auch immer nur mit einem Teil der
anerkannten „Großmächte“ unterhalten. Zur Herstellung solchen Verkehrs war nur
noch ein besonderer Beschluß notwendig. Die betreffende auswärtige Großloge stand so
wie so in der Bruderkette mit sämtlichen Deutschen Großlogen.
Die altpreußische Großloge „zur Freundschaft“, damals nannte sie sich noch Royal
Bork, hatte z. B. im Freimaurerjahr 1912-13 eine offizielle Vertretung außer mit den