Full text : Geschichte des Preußischen Verwaltungsrechts. 3. Band. (3)

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her  zum  Oberamt  einliefern  zu  lassen,  alz  von  Dormettingen:  Thom.  Erler,  Kieser,  alt.  .
Ecktfch,Bau-r,383.Jnaszenmann,Baun-,  35  J  oh.  Hoch,  Bauer,  33  auf  Jo  38  —  53
Bauer,  32  J.  Joh.  Pfaff,  Bauer,  30  J.  Von  Hartheim:  Ferd.  Kille,  Enwaed  29  J.  Von
Hausen  am  Thann:  Steph.  Koch,  Taglöhner,  2  J.  Von  Heinstetten:  Joh.  Stäudle,  Branntweinhändler,
  34  J.  Von  Rolbingen:  Joh  Joachim  Ammann,  Weber,  ledig,  38  J.  Marzel  Ried,

Schneider,  37  J.  Ludw.  Straub,  Bauer,  33  J.  Von  Nusplingen:  Veit  Veler,  D
jung  Carl  Lern,  Bauer,  39  J.  "  Thadda  Pi-,  Bauer,  31  J.  Von  8—  Ziheh
Bauer.  37  -.  Joseph  Gehring,  Caspars,  Bauer,  36  J.  Joseph  Wäschle,  Bauer,  36  J.  artin  #enk,

Bauer,  35  .  Joh.  Gehring,  Bauer,  31  J.  Jos.  Gehring,  Adlerwirth,  20  J.  Von  Ri  ·
Magzel  Meilee,  Flekenschüz,  38  J.  "  Ven  Schwenningen:  Joh.  Stäudle,  Banen  *  Wietn  Kai

 

ledig,  Baurenknecht,  35  J.  Von  Unterdigisheim:  Casp.  Maier,  Bauer,  35  J.  Ferd.  Knobelspies,
Schmid,  32  J.  56  AKnobelspies,  Taglöhner,  32  J.  Den  22.  Jun.  1800.  35  beramt  nobellp  *5r
Horb.  Nachstehende  unter  dem  Königl.  Infanterie-Regiment  v.  Franquemont  gestandenen  Gemeine  sind
theils  aus  der  Garnison  Stuttgart  theils  auf  dem  Marsch  desertirt.  1)  Johann  ge  von  E—
2)  Christoph  Kiefer  von  Isenburg  im  April  d.  J.  aus  der  Garnison  Stuttgark.  3)  Gotefried  Faßnacht  von
Birlingen  und  Joseph  Dettling  von  Bittelbronn  im  Mai  d.  J.  auf  dem  Marsch  bei  Niedlingen.  Sämtliche
Hoch=  und  Wohllödbl.  Behörden  werden  daber  ersucht,  auf  die#e  Deserteurs  zu  fahnden,  und  dieselbe  auf  Betreten
  entweder  an  die  nächste  Militair-Behörde,  oder  an  hiesiges  Oberamt  einzuliefern.  K.  Jun.  18090.
n.  Oberamt.

 

 

Balingen.  Der  hiesige  Burger  und  Satkler  Caspar  Schlaich,  welcher  wegen  Fortsezung  seines  afocitischen
  Lebenswandels  und  injurieuren  Betragens  in  Gemähheit  eines  allerhöchsten  Befehls  zur  Erstehung  der
ihm  wiederholt  zuerkannten  Vestungsstrafe  auf  Hohen-Asperg  am  1.  des  vorigen  Monats  dahin  eingeliefert
werden  wollte,  unterwegs  aber  seinen  Condukteurs  zu  entkommen  suchte,  und  dur  k  diese  Widerspensüigkeit  si
körperliche  Verkezungen  zuzeg,  so  daß  er  bis  zu  seiner  Herheelung  in  sein  Heimwesen  zurükgelaßen  werden
mußte,  ist,  noch  ehe  solche  ganz  erfolgt  war,  am  22.  vor.  Monats  heimlicher  Weise  entwichen.  Alle-Hochund
  Weohlköbl.  Orts-Obrigkeiten  des  Inn=  und  Auslandes  werden  daber  geziemend  ersucht,  auf  diesen  ausgearmten
  Mann  genau  zu  sahnden,  und  ihn  im  Betretungsfall  gegen  Ersaz  der  Kosten  an  das  hiesige  Oberamt
wohlverwahrt  einliefern  zu  lassen.  Signalement  des  Schlaich.  Derselbe  ist  35  J.  alt,  verheurakhet,  untersezter
  Stotur,  5  Fuß  6  r  Kros  ,  hat  ein  volles  blatternarbigtes  Angesicht,  ne  Haare,  niedere  Stirne,
dünne  Augbraunc,  schwarze  Augen,  dike  eingebogene  Nase,  blaße-Mangen,  mittelmasigen  Mund,  aufgeworfene
  Lippen,  fehlerhafte  Zahne,  rundes  Kinn,  gerade  Beine,  und  hat  bei  seinem  Ausweichen  den  rechten  Arm,
den  er  abgebrochen,  in  einer  Schlinge  getragen.  Den  17.  Jun.  1800.  Kn.  Oberamt  allda.

Beilstein.  Johann  Christian  Dengler  von  Mundeksheim,  Sohn  des  gewesenen  dortigen  Amtsknechts,
so  28  J.  alt,  5  Futsz,  6  Zell,  0  Lin.  groß  ist,  wurde  als  Wilderer  im  Wald  angetroffen,  wußte  aber  zu  entwichen.
  Da  mun  der  Obrigkeit  an  dessen  Habhaftwerdung  alles  gelegen,  so  ist  auf  denselben  ernstlich  zu  fahnden,
  er  auf  Betreten  zu  arretiren,  und  wohlverwahrt  einzuliefern.  Den  10.  Jun.  unc9.

Odbersorstamt  Reichenberg  und  Oberamt  Beilstein.

Neuenbürg.  Der  hienach  signalisirke  in  Wildbad  stationirt  gewesene  Polizei.  Soldat  Hummel  hat  sich
beimlich  ven  seiper  Station  entfernt  und  eingezogene  Steucr=  und  andere  Gelder  mitgenommen.  Alle  Militair=  u.
Civil:  Behörden  werden  daber  geziemend  ersucht,  auf  den  Hummel  genau  zu  fahnden,  ihn  auf  Betreten  zu  arretircen,
  und  gegen  Ersaz  der  Unkosten  enkweder  an  das  Hoblöbl.  Gensd'armerie-Commando  zu  Stutgart  oder
an  das  hiesige  Oberamt  einliefern  zu  lassen.  Signalement.  Lorenz  Hummel,  von  Eeingen  gebürtig,  ist  ein
Mann  von  58  —  60  Jahren,  6  Fuß,  2-  3  Zoll  gros,  coipulenter  Stakur,  hat  graues  dunnes  Haar,  vornen
mit  einer  Glatze,  mittelmêsige  Stirne,  graue  Augen,  etwas  dike  Nase,  auf  einem  Aug  eine  Warze,  mittelmisige
  Lippen,  wenige  Zähne,  rundes  Kinn,  grauen  Bart,  obne  Bakenbart,  vollkommenes  Anpesicht,  breite
Schulrern.  Der  Mittelfinger  an  der  linken  Hand  ist  durchschossen  und  ganz  steif,  welches  ihn  sehr  kenntlich
macht  Hat  eine  starke  rauhe  Aussprache  und  einen  öftreichischen  Dialest.  Bei  seinem  Entweichen  war  er
mit  einem  prcupisch  aufgeschlagenen  Hut  mit  einem  silbernen  Börtle,  schwarz  seidenen  Ober=  und  weis  baumwollenen
  Unterhalstuch,  ciner  gefarbten  diken  Maue  Weste,  grau  tächenen  langen  Ho'en,  guten  langen  Stisseln,
  blau  tuchenem  Rock  mit  weihen  Aufschlögen,  blaurm  Mantel  von  grobem  Juch  bekleidet,  und  hat  ein
sponisches  Rohr  mit  beinernem  Kuopf,  wahrscheinlich  auch  einen  Tornister  von  RKalbsfell  getragen.  Den  70.
Inn.  1800.  Oderamt  allda.