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tbat so phlegmatisch; seine ganze Regierung war bloß Lethargie.
Wenn die spanischen und französischen Gesandten in der Audienz
waren, darauf drangen, die Jesuitenbulle zu confirmiren,
gab er keine entscheidende Antwort. Es hat sich bewiesen,
daß ihn nicht Kunst zum Zauderer gemacht hat, sondern Natur.
Ein trauriger Regent, man mag ihn drehen wie man will.
Dreht man ihn in das Licht des Pabstes, und betrachtet die
zwei Hauptbegebenheiten: Revocation des Febronius und
Wallfahrt nach Deutschland zum Throne Josephs II., so weiß
man nicht, in welchem von den beiden Fällen sein Betragen
mehr getkadelt werden soll. Er hätte die Revocation von Febronius
so schnell beistecken sollen, als ob nichts geschehen
wäre. Statt dessen hält er Consisiorium, kündigt sie mit
Pomp an, zu einer Zeit, wo der Pabst nicht still genug seyn
kann, um nicht Aufmerksamkeit gegen sich zu erregen. Aber
die Reise nach Deutschland, die er so ganz ohne alle Hoffnung
eines guten Erfolgs machte und nie hätte machen sollen,
geschah ganz gegen den Rath der Cardinäle.
Beschreibung der jetzt zu bewerkstelligenden
Reformation.
Komm sie zu Stande, so wird sie für die Kirche,
für das politische System von Europa und für
Italien von Folgen seyn, die in ihrer ganzen Ausbreitung
noch jetzt nicht zu übersehen sind. — Für das politische
System von Europa. Der Despotismus der Könige, dessen
einzige Gegenwehr noch bisher die Hierarchie war, wird
nun ohne Mah und Ziel siegen können. Man sieht gar nicht
mehr, was die bis zum Unermeßlichen wachsende österreichische
Macht aufhalten soll, wenn es nicht, wie bis jetzt, innere