Minister des Kaiserlichen Hauses, Grafen Fredericksz,
einem der aͤltesten Diener und Vertrauten des Zaren,
darum gebeten, noch zu diesem, der sich durch die Ereignisse
tief bewegt zeigt und dem Botschafter andeutet, die Minister
des Krieges und des Innern, Suchomlinow und Maklakow,
haͤtten den Kaiser überredet. Letzterer haͤtte
seinen Herrn durch das Gespenst der Revolution geschreckt.
In der Tat war die innere Lage schon damals
bedrohlich. Während des Besuchs Herrn Poincarés war
in den Vorstädten von Petersburg auf streikende Arbeiter
geschossen worden. Gegen Mitternacht entledigt
sich der Botschafter seines letzten Auftrages bei Herrn
Sasonow, nicht ohne vorher nochmals auf eine befriedigende
Antwort gedrängt zu haben. Der Minister
macht ebenfalls technische Gründe gegen einen Widerruf
der Mobilmachung geltend, die keinen Krieg zu bedeuten
brauche, die Verhandlungen könnten ja ruhig
weitergehen. (Etwa damit nach Vollendung des Aufmarsches
Rußland die Verhandlungen plötzlich abbrechen
und mit aller Wucht über uns herfallen könnte 2)
So wurde vom r. August abends ab der Krieg gegen
Rußland erklärt. Und schon im Laufe des Tages hatten
Erenzüberschreitungen der mobilisierten russischen Truppen
stattgefunden.
Als Graf Pourtales seine Mässe fordert und sich vom
Minister verabschiedet, kommt das Gespräch nochmals
auf die ganzen Vorgänge. Dabei sagt der Botschafter:
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