Full text : Gesetzsammlung für das Fürstenthum Schwarzburg-Rudolstadt. Achtundsechzigster Jahrgang. 1907. (68)

)1  1907
*§  2.
Der  Betrieb  der  Auschlußbahn  darf  erst  eröffnet  werden,  nachdem  die  Abnahmeprüfung
  durch  die  zuständigen  Behörden  erfolgt  und  die  Betriebserlaubnio
von  dem  Ministerium,  Abteilung  des  Innern,  erteilt  ist.

3.
Anderungen  auf  der  Anschlußbahn  dürsen  nur  nach  Genehmigung  durch  die
Aussichtsbehörden  auf  Grund  eines  Betriebsplans  (§  61  des  Berggesetzes)  vorgenommen
  werden.

2.  Zustand  der  Bahn.

84.

Die  Bahn  ist  dauernd  in  einem  solchen  baulichen  Zustande  zu  halten,  daß
jede  Strecke,  soweit  sie  sich  nicht  in  Ausbesserung  befindet,  ohne  Gefahr  mit  der
für  sie  festgesetzten  größten  Geschwindigkeit  (§  20)  befahren  werden  kann.

Bahnstrecken,  auf  deuen  zeitweise  die  für  sie  zulässige  Fahrgeschwindigkeit  ermäßigt
  werden  muß,  sind  durch  Signale  zu  kennzeichnen.

Unfahrbare  Strecken  müssen,  auch  wenn  kein  Zug  erwartet  wird,  durch  Signale
abgeschlossen  gehalten  werden.

5.

Die  Spurweite,  im  Lichten  zwischen  den  Schienen  gemessen,  mus  in  geraden
Gleisen  1,453  m  betragen.

Die  Spurerweiterung  in  Krümmungen  darf  das  Maß  von  35  mm  nicht
überschreiten.

Als  Folge  des  Betriebes  sind  Verengerungen  der  vorgeschriebenen  Spurweiten
bis  zu  3  mm  zulässig.

86.

Die  Umgrenzung  des  lichten  Raumes  ist  nach  den  Umrißlinien  der  Anlage  A
zur  Eisenbahn-Bau=  und  Betriebsordnung  vom  4.  November  1904  (R.-G.-Bl.
S.  387,  430)  einzuhalten.

Inwieweit  bei  Ladegleisen  Einschränkungen  dieser  Umgrenzung  zulässig  sind,
bestimmen  die  zuständigen  Aussichtsbehörden.