Volltext : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

Phrasen

Das  die  Freunde  ..  v.  diesem  Feste  alle  herkömmlichen
Verzterungs-Ph-n  abgelehnt.  G.  22,  306  ꝛc.  Als
Bstw.,  z.  B.:  Schönrerner  u.  Ph—-n-Drechsler.
Holiei  Ch.  1,  230;  Ph—n-Helrden.  Oppenheim  Verm.
152;  Das  war  ihr  als  Ph—n-Koncert  nur  verächtlich.
Uat..  21,  247;  Pb—n-  Labrinth  (s.  L.);-Macher:
Ein  abgetragener  Ph—-n--Mantel  schlingt  sich  um  die
Armuth  des  Gerüstes.  Hillebrand  Nat.  Lit.  3,  418;  Von
rer  ph—  radikalen  sin  Ph—n  r-en]  „Newvorker
Tribune"“.  Uat3.  20,  113;  Ph—nl  Schwall.  Thomas
Fallm.  35;  Nun  hat  eine  Gewalttbat  ..  Deutschland
aus  seiner  Ph—n.  Seltgkeit  aufgerüttelt.  Lewald  Genf
57  (vgl.  Rerseligk.);  Pb—n-Wesen  2c.  Sen,  intr.
(kaben):  sich  in  Phrasen  ergehen  2c.:  Er  [Platen]
wird  vom  hohen  Pferd  herab  gräfl.  vornehm  über  mich
..  herabe#hh.  Heine  Ens.  197  12c.;  Einen  beerb.  [mit
Phrasen  anreden  .  Scherr  Stud.  2,  224  2c.  -enhaft,
a.:  phrasenartig;  sich  in  Phrasen  bewegend  2c.:
Ein  langweiliger,  ph-er  Mensch.  Gutzkom  R.  8,  359;
3.  4,  109;  Sch.  Stund.  224;  232;  Ual  .  20,  578
2c.;  Ph-lgkeit.  Herrig  28,  312  2c.  Zenthum,  n.,
—(e)s;  0:  Phrasenwesen:  Mit  all  seinem  hohlen  Pb.
Gartenl.  17,  225a;  Grenzb.  25,  4,  150;  26,  2,  199;
Aag.  d.  Ausld.  36,  453b;  Nat##  22,  338;  Dolksz.
16,  26  ꝛc.  rologik,  f.;  —e)n:  eigenthümliche
Redeweise,  Redensart  2c.:  Ph.,  die  im  Kopf  mir  blieb
aus  einem  Tragörlenrübrei.  Platen  4,  30  2c.  —  U.  :
Sammlung  v.  Redensarten,  Redewendungen.
ologièren,  intr.  (haben):  phrasen:  Deste  mehr
pbraseologierte  Herr  Z.  Raumer  Frankf.  1,  116.  =  rold
gisch,  a.:  auf  Phraseologie  bezügl.:  Ph-e  Haarsraltereien.
  Uat3.  19,  411.  cologismus,  m.,  uv.;
ismen:  das  Sich-Ergehn  in  Phrasen  u.  die  Neigung
  dazu.  eur  (frz.  —ör),  m.,  —;  —8,  e:
Phrasenmacher:  Wie  ihre  Ph—s  renommierten.  Gtenzb.
25,  2,  284.  —  Dhrät-er;  or  (gr.),  m.,  -6;
kren,  -ören  [8  24,  3,  -eris,  -oris!):  Jemand  als
Angehöriger  einer  Phratrie.  ria,  f.;  zriai:  Phratrie.
  -riäch,  m.,  —en,  —##;#-en:  Vorsieher  einer
Phratrie.  -riäst,  m.,  (-),  -—en;  -en:  Phrator.
„rĩt,  ri,  f.;  —:  Unterabtheilung  einer  Phyle
(sj.  d.,  vgl.  Obe;  Kurie;  Serile).  rion,  n.,  —;
rken,  -ria:  das  Heiligthum  der  Phratrien.

Uhré,  m.,  —#;;  0:  s.  Ra.  —  Phren-erik  (gr.),
f.;  +eyn:  Wuth  —,  sowohl  v.  wirkl.  Wahnsinn
als  auch  v.  leidenschaftl.  Erregung  2c.:  Mit  derselben
  „Frenesie"“  den  Cancan  tanzen,  wie  ihn  der  junge
Ouvrier  tanzt.  Wachenhulen  Ev.  46  2c.;  Das  zweite
Star#um  der  vorfährigen  Ausgleichs-Pb.  Uot3.  21,
149  1.  tisch,  a.:  wüthend  2c.:  „Frenetischen“
Beifall.  Gutzxow  Schön.  St.  327  (s.  Fenilletenißiik);
Hat.  20,  455  2c.  icus,  a.:  das  Zwerchfell  betreffend:
  Pärles  (s.  d.)  ph.;  Plsüra  (s.  d.)  phrénica.
it,  m.,  —en;  —en:  ein  Mineral:  Einen  echten
Ph-en  vom  Kap  v.  größter  Schönheit  u.  senstige  Minerallen.
  G.  27,  181.  -ĩtis,  f.  [824,  3,  uv.  1:
Phrenefsie;  Gehirnentzündung  2c.  stisch,  a.:
rhrenetisch.  -ogästrisch,  a.:  Zwerchfell  u.  Magen
betreffend.  -olög,  m.,  -en,  (-—#;  -en:  Einer,  der
sich  mit  Phrenologie  beschäftigt.  üohl  Engl.  2,  109.
ologie,  f.;  —(e)n:  Ein  englischer  Arzt  gab  der

Sanders,  Fremdwörterbuch.  II.

Phtharticum  257
[Gall'schen)  Lehre  den  Namen  Ph.  Dieses  Wert  ist
deutsch  Geisteslehre,  ganz  wie  Psochologie  (Seelenlehre].
  ..  Das  Wort  Schärellehre  od.  Kranioskople
ls.  d.]  hat  Gall  selbst  v.  Anfang  an  verworfen  rc.
Schere  Katech.  d.  Pbren.  (3te  Aufl.)  33;  Burdach  Anthr.
362  2c.  -olögisch,  a.:  zur  Phrenologie  gehörig,
darauf  bezügl.  2c.  opathik,  f.;  —(ehn:  Gehirn-,
Geistesleiden.  -opäthisch,  a.:  gehirnleidend.
osplenisch,  a.:  Zwerchfell  u.  Milz  betreffend.

Phrik-(ihsmus  (gr.);  -ödes,  m.,  uv.;  0:
Frostschauder,  Gänsehaut  (wobei  es  Einen  kalt
überläuft).  —  Phrir-os,  us  (gr.  Myth.),  m.,
uv.;  0:  Bruder  der  Helle  (s.  d.),  v.  einem  goldsließigen
  Wirder  vor  den  Verfolgungen  seiner
Stiefmutter  Juo  übers  Meer  getragen.

Phrön-sis  (gr.),  f.  [824,  3,  uv.):  Verstand,
Einsicht,  Klugheit  ꝛe.  -tis,  f.  [8  24,  3.  tidis!:
das  Ergebnis  des  Denkens,  der  Uberlegung,  Gedanke:
  Drüterai  phröntides  sophöterai,  die  2ten
Gedanken  sind  die  weiseren.  tifl,  m.,  en,  (—9);
—en:  Pheen:  übertriebne  subtile  u.  pedantische  Grübler
ꝛc.  W.  24,  325  (vgl.  Att.  Mus.  2,  2,  35  ff.);  Sorhisten
  ls.  d.]  od.  Ph-en  (wenn  tu  ihnen  lieber  einen
aristopbanischen  Namen  gieksft).  22,  378;  379;  397;
23,  222  (vgl.  Meteoroleschie).  tiflerion,  n.,  8;
len:  Lehriaal,  Schule  eines  Phrontisten.

Uhrür-a  (gr.),  f.  [8  24,  11:  Wache,  Wachposten,
  Wach=  u.  Arrestlokal.  -rch,  m.,  —s,  -en;
—en:  Befehlshaber  der  wachbabenden  Soldaten  rc.

Phrugan-ea  (gr.),  k.  [8  24,  11;  z,  k.;
—eon:  Frühlings=  od.  Maistiege,  Hülsenwurm,
Sprocke.  Oken  5,  1459  ff.;  Die  Gehäuse  der  Phryganeenlarven
  od.  Sproken.  Burmeiser  Gsch.  516.  —
Phrög-ia  (gr.),  f.  (n.),  -s;  0  8  24,  11;  -ĩen,
n.,  —#;;  0:  eine  Landschaft  in  Kleinasken,  bestehnd
aus  Groeß=  u.  Klein.  Ph.  er,  m.,  —;  uv.:  1)
Bewohner  Phrygkens.  —  2)  s.  Montan  2.  e-isch,
a.:  aus  Phrygien  stammend,  darauf  bezügl.  .:
Die  ph—e  Kunst,  des  Stickens  2c.,  vgl.:  Die  Kunst,
Tapisserie-Arbeit  zu  sticken  (drtem  Pürgiam).  W.  36,
86  2c.;  Ph—-e  Mütze  (s.  Miras  u.  z.  B.  Weifs  Kost.  1,
413  f.),  auch  —  in  der  ersten  frz.  Revolution  —
Jakobinermütze;  Pb-er  Siein  (läpis  phrFgius),  Art
Bimsstein,  der  gebrannt  zum  Kleiderfärben  diente;
Ph-e  Tonart,  s.  Sulzer  3,  689b  c.  ium  I§  24,  2,
Mn.  ):  Art  Mitra  (s.  d.)  nach  Form  der  phrygischen
Mütze.  eius,  a.:  f.  pbregisch.  —  Phrõne,  k.;
s,  -ns;  —-n:  eine  berühmte  Hetäre  des  Alterthums;
  danach  =  Hetäre:  Mit  den  weichen  Rosenarmen
  eurer  Ph-u.  Sch.  Göd.  1,  341  2c.;  [Die  Rosel
beut]  sich  rh-n  =  mäßig  an,  doch  voll  Bescheirenheit
harrt  dle  Viol’  2c.  Alringer  D.  187.

Phthä  (Ggyrt.  Myth.),  m.,  —#;  0:  Temrel  des
Pb.  (Vulkan).  Grube  Ch.  2,  218  2c.,  auch  Phihas.  —
Pbtlhlakr,  n.,  —;  —:  (in  Tunis  2c.)  Die  Ph—/,
Butterschnitten  mit  Honig  bestrichen.  202.  —  Phthal:
(Chem.)  Darstellung  der  Ph.-Säure  aus  dem  Naphtbalin
  u.  die  Abscheidung  der  Benzolnsäure  aus  der
Ph.-Säure  durch  Entfernung  v.  Kohlensäure  aus  derselben.
  UaiZ.  19,  133  2c.  —  Phthärki-kon  (gr.),
cum,  n.,  —#;  zca  I§  24,  2,  u.]:  zersiörendes,

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