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kam. Sein Schwager von Schweden nahm ihm Pillau in Preußen
weg. Georg Wilhelm klagte; aber er fügte sich. Gustav Adolf
nahm Pommern in Besitz, das durch Erbvertrag an Brandenburg
fallen mußte. Georg Wilhelm wehrte sich nicht. Sein Nachkomme
Friedrich II. bringt auf ihn den Vorwurf, daß der Ahnherr mit einem
Heere von 25,000 Mann sich gegen solche Uebergriffe der Gewalt, und
nicht minder gegen Wallenstein hätte sichern können. Aber Friedrich
II. verkannte die Lage der Dinge. Jene Zeit war eine andere,
als diejenige Friedrichs reichlich ein Jahrhundert später. Die
Abneigung, welche zur selben Zeit die Engländer gegen jegliche
Bewilligung für eine stehende Heeresmacht bewiesen, war nicht
stärker, als diejenige der Ritter= und Landschaft in der Mark
Brandenburg. Als im Jahre 1626 die Dänen und Schweden
zugleich das Land bedrohen, verlangt Schwarzenberg von den
Ständen der Mark Mittel zur Vertheidigung. Sie bewilligen
3000 Mann zur Sicherung des Landes und der vier Festungen
Küstrin, Driesen, Peiz und Spandau, aber nur 100,000 Thaler
auf sechs Monate. ) Das war ihnen bald zu viel. Sie setzen
die Zahl der Truppen auf 2000, auf 1500, endlich auf 900 Mann.
Auch diese Bewilligungen geschahen nur für kurze Fristen und jedesmal
erst nach vielfachen und mühsamen Unterhandlungen. Als
bald nachher Wallenstein mit dem kaiserlichen Heere kam, erklärten
die Stände: von den Dänen sei nichts mehr zu besorgen; dagegen
stehen die Märker in kaiserlicher Majestät Devotion. „Wenn
wir darum ferner Kriegsvolk unterhalten wollten, so müßten wir
befürchten, am kaiserlichen Hofe Anstoß zu geben.“
Dennoch gelang es ein Jahr später dem verdienstvollen
Schwarzenberg der Stifter der ersten Schaar Blauröcke zu werden.
Es waren etwa 5000 Mann, mit denen Georg Wilhelm nach
Preußen zog, um es gegen Gustav Adolf zu schützen. Sie waren
1) Cosmar: Schwarzenberg 343. ef. a. a. O. 97.