Metadaten : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Nummer  223

der  Kriegsfreiwillige  einet  Inf  Geschubatt
rie  Adolf  Pielschmann,  Sohn  dis  Betriebslei.
lers  und  Proluristen  N.  Nietscäkmann  in  Li:
sersfelden.  .  -

Oberbayer.  Schuldienit.  Virsetzt  wurd:
die  Schulverweserin  Anna  Sap,er  von  Sölier
sce  nach  Wiessee.  Neu  ernannt  wurde  die  Volks—
jc.  ulamtsbewerterin  Berita  Menhard  in  Minn.
den  zur  Hilsfslehrerin  in  Schlierree.  Auf  Ansn
chen  entlassen  wurde  die  Schulverweserin  Klara
Fiedler  von  Pang.  BA.  Nosenheim.

Vortrag  eines  Feldgeisilichen.  Es
u#cd  nochmals  elgens  auf  den  heute  abends
3  Uhr  im  „Deu:schen  Kaiser"“  slattsindenden
Vortras  eines  Feldgeimlichen  aufmerlsam  ge
mackt,  Mög  niemand,  der  Liele  zum  Vaterlande
  und  Teünahme  für  unjere  Krieger  bal,
die  debolene  Gelegenheit  versäumen,  mand:  in
lereisame  Aufllärungen  zu  ersaleren.

„Was  uns  nodtut“.  Die  üarose  General
oijseniire.  von  der  sich  unsere  Feinde  die  end—
cüllige  Niederiwingung  Deutschlands  und  fer
ner  Bumnder  denofsen  erossien.  die  uns  aus  der
Heiler  der  Graimise  Lerausteihen  und  für  im
mer  iu  Slliaven  ###aaen  jallte,  i  in  der  Hauptsad:
  vorüber.  Unermesliche  Strome  von
Blutl,  nementlid  v#n  seindlicher  Seite,  mutten
al  ermals  ille  ,  Um  den  Vierverband  zu  über
en.  dai  unere  z  fellentfeit  lehl,  daß  lei
ne  Mad:  der  Well  imüand:  il.  Deutschland
mililär'sa  nie  der  zuzginden.  Aus  wirtschaftlid
  em  Gebiete  iĩ.  unisere  Lage  gunitiger  denn  e.
nnĩere  diesjabriege  gute  Erme  sichert  uns  das
Durcktalien  bis  über  die  nächitjährige  Ernte
I  inaus.  Unsere  Neinde  müssen  erlennen.  daß  wir
nid:  aus:  «  sicnukknnlskaun
Toten-day  nissttsiiessnsdxruenhinuka
nähern-in  si«.-f««t""!----’-Ysslijnscndcn
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treffliche  Erläuterung  iu  den  Ausführungen  des
Vortragenden  lilden  Zu  diesem  Vortrag  itt
jedermann  freundlich  eingeladen.  Gerade  jett,
wo  die  endnültigen  Eutscheidungen  heranreifen
und  m)  dem  euisäen  Volle  der  Lohn  für  sein
peireues  Ausbarren  u.  dari  erwartet  werwerden.
  daf  aln  und  der  Einladung  zu
der  dbalerländlicken  Vere  ustallung  rcht  zahlreich
letiten  wird.

 

 

 

*

  

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WM#lsenluten  uner:
de.  uler  und  uUm

 

 

Uorden.  deim

 

 

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Folge

Siiberne  Hochzeilt.  Das  F.u  der  s#lber.
nen  Hochzeit  seiern  lie  ure  Herr  Kaver  Eeer  thau.
seine  Ehefrau  Anna.  geb.  Maibeis,  Leider  lonn—
ten  an  dem  Jubeli##n  nicht  alle  Ginsenr-  des  Ju
Lelraares  teilnei  da  drei  TZoöhne  cingerui
jind,  von  denen  sich  zwei  in  englücher  wesan
genschaft  und  einer  an  der  Front  befindet.
Auch  wir  embieten  unseren  Glückonnich!)
Der  Kaih.  Arbeiterinne
Moniag  abends  zum  2.  Male  im  Saale  des
Hotls  „Deunscher  Kaiser“  das  romische  Stück
,  Spra“.  Bei  vollbesetztem  Hause  ging  dieses
berrliche  Sriel  flott  über  die  Breiter;  wie  immer
  bemühle  sich  ein  jedes  lölied  der  Gesellschaft
  die  Zuschauer  bis  zum  Schluß  zu  feltein,
Von  der  Saunidarellerin  „Syria“,  welche  ir
ihrer  Bescheidenheit  und  Liele  das  Herz  iren
großen  Herrin  Cabsoln  in  andere  Bahnen  zu
lenken  vermochte.  bis  Berab  zu  den  zwei  lleinen
Regerstlavinnen,  sie  alle  spiellen  so  erhaben  und
würdevoll,  alle  sehten  ißre  ganen  Kräfte  ein.
Es  sehlie  aber  euch  dem  an  und  für  sich  ftierliczen
  Stuck  die  Würze  nicht,  die  drollige  Drulla.
dargestellt  von  Frl.  Elise  Meser,  verdient  besondere
  Anerlennung,  dem  sie  vermochte  mit
ihren  ungerwungenen  heileren  Szenen  die  Zuschauer
  aus  dem  Erut  des  Tages  heraus  zurüttieln;
  es  sreute  sich  wohl  ein  jedes  -  wenn
die  kleine  Schwarze  auf  einmal  zum  Vorschein
kam  und  so  snell  wie  sie  kam,  einige  Lachsalve.#
  binterlassend.  wieder  verichwand.
ernteten  großen  Beifall,  mit  herrlichen  Blumen
  wurden  sie  bedacht  und  das  mit  Recht,
denn  sie  verdienten  volles  Lob.  Der  Kathol.
Arbeiterinnenwerein  kann  mit  Stolz  auf  den

 

 

nverein  aab

zweiten  „Syria“-Abend  zurückblicken  u.  wün-Das

  ##inzentriene  ##1#

 

Ele  □  ###nze##s

schen  wir  der  vonten  Aussubiung  melche  zu
Gunsten  des  Kinderhortes  am  Dommerstagabend
  flansindet.,  ein  v#llesetztes  Haus.

Beibilsen  fur  die  Pensionisten.  Ju
der  vielsaa  auigewo##een  GKrage,  ob  den
im  Nul-  estande  1  Findlien  Beamten  und  den
Hiuteri  lie  enen  voen  Veamien  iatt  der  oder  ne-In

  der  kekuv  elv  #en  erstsützung  sort.
laufende  Veihzsen  im  VBedürftigleilsfalle  geuält
  werden  lönnen,  erllärte  Finanzminiister
von  Breunig  in  seiner  Budg##irede,  daß  diese
Crage  einent  geprust  werden  soll.

Besib  wechsel.  Das  Brauereianwesen  zum
„Weiibräu  Rasenheini“,  Helligqeistitraße  12,
Vesitzer  Joselrh  Smid,  ist  von  Albert  Baumgariner
  jun.  jänflich  erworlien  worden.

Dilse  beim  Kartoffelversand.  Die
Vermendung  von  Schülern  höherer  Unterrichts
amoalten  zur  Enlladung  von  Kartoffelwagen,
lesonders  in  gröseren  Städten,  wird  vom  Mini
sterium  des  Junern  und  vom  Kriegsministerium
als  selr  wünschenswert  erklärt.  An  die  Relloraie
  jind  entsprechende  Anweisungen  ergangen,
um  soldce  freiwälliaa  jugendliche  Helser  dem  zu
siändigen  Kriegzamt  en  benennen.

Nur  ein  Mantel.  Die  Münchener  Haupibetleidung
  nelle  traf  vor  einiger  Zeit  mit  Rückdie
  llimatischen  Verhällnisse  Münchens
ic,  daß  entgeigen  den  Beflimmungen
Ulleidung##elle  Personen,  die  nur
ommern  lantel  besitzen,  auch  einen  WMantel
Diese  Anordnung
  lam  #uur  Kenmnunis  der  Reichsbelleidungs
stelle,  die  der  Mündener  Sielle  eine  Rüge  erteille
  und  sie  anwies,  sich  Urenpe  an  die?  Vorschrif!
ten  u  lalien.  Es  ist  also  der  Besin  nur  eines
Mantels  geialtet.  Pelmmäntel  jeder  Ar  kommen
agegen  bi  der  Vedarfsrrüfung  ni#t  in  Annulng.


Fru  hdruschprämir.  Deimt  Bundesratsrererdnung
  vom  5.  Juni  1917  eingeführten
Grö#l  drusch  prämien  für  Rol  igelreide  fanden  mil
dem  30.  September  1917  ihr  Ende'  Alles  Brotgemeide,
  das  jekt  von  den  Landwirten  ub  eliefert
wird,  im  nur  noch  mit  dem  Höch#preis  von  280
Ml.  für  di:  Lone  Roggen  und  300  Mf.  für  die
Tonne  Wei:en  zu  bezallen.  Dagegen  bleibt  ###

Drus#  prämie  von  60  Mk.  für  de  Tonne  Gersie
und  Hafer  nach  der  Verordum:  ig  des  Krie  Isernalrungsamtes
  vronm  11.  August  1917  bis  auf
weiieres  beitehen.

TDie  Llürreise.

à  wurde  in  der

 
  

*

 

 
 

 
  

 

einen  —
für  den  Wüner  erhalten  sollen.

  

Hinsich  tlich  der  Obfiver=Sitzung
  des  Ernährungsirates
  vom  55.  Sel#ember  den  Vorschlägen
der  Landessielle  für  Olnt  und  Gemnie
fltimm,  monach  für  gewiste  Sorten  von  Arrf#:=und
  Virnen  die  Preise  nochmals  eiwas  #
werden  und  der  bisller  gewährte  Sortietung:
uschlag  in  Wegfall  lommen  soll.  Ueberein##m
mend  wurde  bierbei  jelgestelit.  daß  bei  einer
befriedigende  bnversoraung  Vanern  die  niedrianen
  Preier  im  ganten  Reiche  hat.
(Gerücht.  Es  in  zur
Fleischverforgung:

 

zuge

  

 

 

5„  O

Ein  einfältiges
Kennmi-  der  Bayerischen
steile  gelangt,  daß  cui  der  Strecke  Nandliladi-Haag
  sß  Stiecke)  ersjählt  wird,  „daß
den  Vauein  so  viel  iragende  Küne  weggenom
men  werden,  und  iwar  geschehe  das  deswegen,
weil  das  Fell  der  ungeborenen  Kalber  teuer
ins  Ausland  verlauft  werde“.  Dieses  Gerücht
träg:  den  Stempel  der  reinen  Erfindung  so  sehr
an  sick,  daß  die  Bayerische  Fleischersorgungojielle

  es  nur  öffentlich  mitteill  als  neuen  Bebeisd
  es  allen  Sotzes,  daß  nicht#  so  dumm  int,
das,  es  nicht  bei  Unvernünftigen  Glauben  und
Weiterrerbreitung  findet.  Wje  sehr  in  Banyern
nid,t  bloß  die  nagenden  Kübe,  sondern  die
Küle  ülerhaupxt  geschont  worden  sind,  beweist
das  jüngie  Zählungeergebnis  vom  1.  September
für  Bayern,  wonach  die  Külle  und  Farsen  gegenüber
  der  Zählung  vom  1.  Juni  1916  trotz  des
auscrordentsiken  Bedarfes  infolge  der  erhöhtlen
Fleischration  nur  um  0,9  Pros,  abgenommen
haben.

Fahrraddiebstahl.  Wie  der  Polizeibericht
  meldet,  wurde  ein  Damen-Fahrrad  (Marke
Zie  gfried“)  entwendet.  2

*  .  2½
Die  Milckhfrage.

Im  Ernährungsbeirat  herrscht  Uebereinitimmung
  in  der  Ansch  auung,  daß  die  Erfassung  von
Milck  und  Butter  für  die  öffentliche  Bewirtschaflung
  weilt  höhere  Schwierigkeiten  bereitet  als
die  anderer  konduirichaffücher  Erzeugnisse,  da
die  Erze  uaung  je  nach  den  Verhältnissen  im
Stalle,  nach  Futter  und  Jahresrcit  außerordentlich
  schwankt  und  der  Eigenverbrauch  in  der  Wirtschaft
  der  Erzenger  nac)  dem  Personennand,  den
Jahreszeiten  und  der  Art  der  Kost  in  den  jv
geinen  Gegenden  ganz  verschieden  ist.  Zur
rechten  und  gleichmäßigen  Heranziehung  aler
Lieserungspflichtigen  wurde  es  für  notwendig  erx-





llarl.  die  leeberwachung  der  einzelnen  Betriebe
durck  Beauftragte  der  Kammunalverbände  und
der  Landesfettüelle  weiter  auszugcstallen,  um
I  sonders  mit  Probemellungen  die  wirllichen
Verlällnisse  in  den  einzelnen  Stallungen  besser
ermitleln  zu  lönnen.  Zur  Erhöhung  des  Juleresses
  sollen  weiler  Gemeinden  und  Betriebe,
die  über  das  Pflichtmaß  hinaus  liefern,  Prä
mien  erhalten.  Es  wird  belont,  daß  der  Rückgang
der  Ablieserung  an  Vutier  zum  großen  Teile
auf  die  unerklaubte  Selbuversorgung  zurückzuführen
  ist.  Himichtih  der  Preise  für  Mi#ch  und
Butter  wurde  auerlannt,  daß  serwer  zur  Hint
anlaltung  eines  weiteren  Rückganges  in  der
Milchversorgung  den  Milchle  eierern  auch  ein  den
gegenwärligen  erhür  en  Durchschnittk  Erzeut
Hungsloiten  sich  augeeichender  Milchpreis  bewilligt
  werden  müsse.

Reue  Verteuerung  der  Brennüofsfe.
Die  Befürchtung.  daß  es  den  Jechenbesitzern
gelingen  wird,  die  Widerflände  gegen  eine  abermalige
  Preis  eteigerung  der  Brennilosse  zu  überginden,
  hat  sich  leider  als  nur  zu  begründet
erwiesen.  Nachdem  eine  Versammlung  der  Ze
chenb#sitzer  des  Kobleumdikats  über  die  Feit
seiung  der  Preise  vom  21.  Sext.  aus  den  27.
Sel  veräch  en  worden  war.  i#  die  neue  Ver
leuerung  der  Kohlen  zur  Tatsame  heworeen.
Der  Draht  berichtet:  Die  Versanmlung  der
Zechenlesitzer  des  Mheinisch  Wesliälischen  Lob
iensundilats  beschloß  auf  Antrag  de#s  ##e
schäftsaueschusses,  für  das  letzte  Vierlel  des  lau
senden  Jabres  die  Richtpreise  einschl.  der  Koh
lenueuer  für  Kolle  um  2.60  Marl,  für  NKoi-o
um  3.60  Mark  und  für  Briletts  unt  2.50
Marl  zu  erhölen.  Das  entsrricht  einer  Preis
er!  öl  Uund  der  PVrenntoffe  selbit  um  2  Marl
fur  Kollle,  3  Marl  fur  Kols  und  2.08  2.10
Marl  für  Brilett.  Die  Veteiligungsanteile  für
das  letzte  Vierteljahr  wurden  in  der  bis  herigen
Hôöhe  von  100  Prozent  sengesetzt.  Die  Ocber
lesi:  aʒe  KRalenlbnemion  beschloß  die  Er
lul  ung  der  Koölentreite  um  2  Marl  die  Tondlse
  imi.  (ellun  ab  1.  Olldbber.  Hieriu  trimn
die  Kohlenitener  von  30  Prozent.  Der  Prei:
vernd  der  mitteldeurschen  Vrauniellenwerle
beschlon,  nach  Einholung  der  Genehmigung  des
Handelsminüters  ab  1.  Oktober  eine  Er
der  Preiie  für  Braunkohlen  Briketts
und  Nasrrefe  ine  um  je  1  Marl  für  cie  Tonne
  und  für  Rohlohle  um  0.30  Mark  fur  oie
Tone  vormuechmen.  Wir  sithen  nach  wie  vor
auf  dem  Slandunmlt.  daß  man  dem  Koblen
arosigewerle  leine  unerträglichen  Opfer  in  dieser
  anfervollen  zeit  zugemutlet  laite,  wenn
eine  neue  Sreiserhölzung  meiter  hinausgeschohen
  worden  oder  wenn  wenigstens  der  Prisauf
scklag  geringer  ausgesallen  wäre.

r*
—

 

*,

 

Hindenbmfeiern.

An  Hindenburos  Julellag  hal  dar  Zane
l#nerisck  Voll  den  hewflichsten  Antell  genom
men  und  atlerer's  wurd:  Deutsällands  gröbter
und  vallsint  iich  iter  Hee  rführer  i#de  Stadil  und

 

Lund  gefeieri.  Wohl  in  keinem  *  der
laner.  Presse  feblle  geirern  der  Glückwunschar.
lilel  für  den  Besreier  Osftrreutze  Sie  alle

mürdig  en  seine  unvergänglichen  Derdienste  um
das  Vaterland.,  Aus  allen  Gauen  des  Bayernlandes
  lausen  Verichte  ein  über  vaterländische
Kundgebungen  und  Hinrenkurg  Feiern.  Wiele
Slädte  ernannten  ihn  zum  Ehrenbürger.  andere
leschlossen  zur  dauernden  Erinnerung  die  Schaf.
sung  von  Hindenkurg-Hainen,  wieder  andere
benanmen  Straßen  und  Plätze  nach  dem  Namen
  des  grosen  Hcerführers.  .

Die  Residenzitadt  München  gab  der  Vereh—
rung  und  Liebe  für  den  ge  einlesgewaltigen  Leu
ler  unserer  Armeen  begeisterien  Ausdruck.  Seit
den  frühen  Morgenstunden  prang:e  die  Stadt
in  sestlichem  Flaggenschmuck.  In  den  Schulen
wurden  der  Zugend  die  uniterblichen  Verdienste
Hindenburgs  um  das  Deulsche  Reich  vor  Augen

geführt  und  vaterländische  Feiern  mit  patriotischen
  Gesängen  veranktaltet.  Den  Höhepunkt

  der  Veranstallungen  bildete  eine  groß:
vaterländische  Kundgebung,  die  abends  auf  dem
Königsrlatz  veransfaltet  wurde  und  ungezählte
Tausende  der  Münchener  Bürgerschaft  vereinigte.
  Hoch  und  nieder,  arm  und  reich,  hatte  sich
dort  einegsunden,  um  Hindenburg  zu  huldigen-Dort
  verweilte  auch,  mitten  in  der  Menge,
der  Sieger  von  Warschau  und  Niga,  Generalseldmarschall
  Prinz  Leopold  mit  den  Prinzen
Ludwig  Ferdinand  und  Alfons  und  Prinzessinnen
  des  Kagl.  Hauses.  Von  hohen  Kandelabern
slammten  mäcktige  Feuer,  die  den  weiten  Platz
in  helles  Licht  tauchten.  Krachender  Kanonendonner
  und  Trommelwirbel  leiteten  die  Feier
ein,  Fansaren  erklangen  vom  Giebel  der  Glyptothek.
  Beim  Ordonnanzgebet,  zum  Andenken  an

die  Gesallenen,  lentten  sich  die  Fahnen,

 

Donnerstag,  4.  Oltober  16017

ent-Llößten
  sich  die  Häupter.  Dann  betrat  Obrbürgermeister
  Geh.  Hofrat  Dr.  Ritter  von
Vorsch“  die  Freitreppe  und  gab  der  Ehrenpflicht
der  Münckener  Bürgerschaft.  Hindenburg  die  unbegrenz'e
  Danklarkein  auszusprechen,  in  markigen
Worien  Ausbdruck.  Worte  des  Willkommens
widmeic  er  dem  Prinzen  Leopold  für  sein  Erscrinen
  bei  diesem  historischen  Akt.  Flammenden
Pwtte  VArhol  er  gegen  Wilsons  Versuch,

Deutschlands  Volk  und  Fürsten  zu  trennen.  Sein
55  7  König  Ludwig  und  Kaiser  Wilhelm
sand  #rausenden  Widerhall.  Feierlich  llang  die
Nationaihymne  über  den  Platz.

Julelnd  legrünt  schritl  hierauf  Generalseldmarschall
  Prinz  Leopold  die  Freitreppe  hinan
und  richlete  flammende  Worte  an  die  unkbersehbare

  Menge.  Der  Gesang  „Deutschland,  Deutschland
  über  Alles-  und  das  Nied  rländische
Dangebet  schlossen  die  Daukfeier,  die  Mün
ücheno  Hevöllerung  dem  deutschen  Nationalheros
darbracht

AuchZ  beran  in  der  Proinz  draußen  verkün:
deten  wehende  Fahnen,  daß  das  Voll  herzlichen,
freudigen  au.  eil  an  Hindenburgs  Ehrentage
nalim,  ein  Ankeil,  der  in  vielerorto  patviotischen
Feiern  seinen  Ausllang  fand.

Aus  allen  Gauen  des  Deutschen  Reiches  lie
gen  Nachrichten  vor,  die  feitsiellen  lassen,  daß
der  Tag  als  nationalen  Feitlag  begangen  wur
de  Auf  Befebl  des  Kaisers  hatten  in  Berlin
und  gaun  Preuseen  wie  in  den  Reichslanden
alle  staatlichen  und  öffemlichen  Gebäude  Flag
genschmuck  angelegt.

Klechuche  Nachrichten.

Laudeskircheusammüinnz.  um  ZJuecke
der  Aufbrindung  von  Mitteln  für  die  Deckung
der  Koien  eines  Nenbaues  der  durch  Brand  zertonn
  kait  Pfarrlirc#in  Berz  wurde  die  Vernilaltunz

  einer  Sammsung  in  allen  kath  Kiren

  des  Kônigreichs  genehmigl.

An  den  Herbst  1917.

Nachdruck  mit  Quellenangahbe  n##statte
Schimmernde  Herkilzeit,  o  willil  Du  nicht  brin.

 

 

"

 

Qen,

Was  längit  uns  der  Frühling  und  Sommer  versrrochen.


Endlich  beschliessen  das  sinitere  Ringen.

Teufel  und  Menschenhyänen  verbrochen!

Das

Sind  zu  wenig  ret  noch  Deine  Frucht#
Richt  schwer  genug  die  Oxsergarben,
Und  verfrüht  die  zeit  zum  Wellgerichte,
Inder  die  Völler  toͤbrich  darben
Du  rotlicher  Herbu,  nimm  fort  8
Und  trete  vernunftige  Herrschaft  an
*

Gütliche  Herbitzeit,  o  millfl  Du  nicht  schenken
Gelnechteten  Brüdern  ach  lieblichen  Frieden,
Himmissch  erleuchtel,  zur  Fteiheit  sie  lenken
Tie  Armen,  an  Körper  und  Seele  Toomüden?
NRimm  den  Has  und  gib  der  Liebde  Wafsen,.
ereckskell  und  Recht  laß'’  walten.
Doch  nicht  Mammons  Gift  u.  Geister  schafsen,
Daß  frei  sich  kann  die  Welt  geitalten!
Du  retgelber  Herbtt,  faler“  auf  blitzschneller  Bahn
Die  Würger  des  Friedene  zum  Teufel  hinan!

Wahn

Srendende  Herbitzeit,  ring-  Gluc  und  schenk
Segen
Vetrogenen  Bölkern  in  Liebe  und  Güte,
Friedsam  und  leuchtend  auf  ofsenen  Wegen
Entspriese  den  Dornen  die  Völkerheil.  Blüte!
Deinen  Himmel  ruf'  und  Deine  (Hötter,
Daß),  Löwenmut  und  Adlerstärle
Uns  Erlöser  sei  und  Menschbeitsretter
Im  schweren,  allerschwersten  Werke:

Den  VBölkern,  den  armen,  gib  Licht  und  Versland!

Und  aoldener  Herbit  zieht  al#.
ins  Land!  4
Menschen  gewidme:
an  Tage  des  hl.  Erzengels  Micheel  1917.
rnhard  Bader
(Garmisch).

 

Aus  dem  Gerichissanl.

Oberdayer.  Schwurgerichk.

ünchen,  2.  Oklober.  Die  Verhandlungen
der  am  Montag  begonnenen  Schwurgerichtssitzung
  eröffnete  der  Vorsitzende,  Oberlandesgerichtsrat
  Wolf,  mit  einer  Begrüßungsansprache
an  die  Geschworenen,  als  Mitarbeiter  zur
Rechtspslege  in  schwerer  Zeit,  und  wies  sie  auf
ihre  Pflichten  hin.  Die  Verhandlung  gegen
Rosina  Streicher  Bauerstochter  von  Grobegl
see,  beginnt  am  Dienstag,  den  2.  Oktober,  nicht
nachmiltags,  sondern  vormittags.  Die  Verhandlung
  gegen  Ludwig  Lerchl,  Versicherng-M——1—


eue  lpenm


5Jefullte  Lmpen

S

*