Volltext : Bayerisches Realienbuch.

Alpen  erheben,  lagern  sodann
  die  Vorhöhen,  die
mit  ihren  sanften,  wellen—
förmigen  Umrissen  den
Gegensatz  zwischen  dem
Hügelland  der  schwäbischbanerischen
  Hochebene  und
den  Felshauptern  des  Hochgebirges
  vermitteln.

Der  Kalkboden  der
Bayerischen  Alpen  ist  auf
weile  Strecken  hin  mit  Wald
bedeckt;  hier  ist  das  Gebiet
des  Lolzknechts,  des  Flößers
und  vor  allem  auch  des

3  v  Jaägers.  Auch  die  gewerb
Gipfel  der  Zugspitze  mit  der  meteorologischen  Station.  liche  Betatigung  der  Bevöl
kerung  gründet  sich  auf  den
Holzreichtum  dieses  Gebietes,  so  die  Geigensabrikation  in  Mittenwald,  die  Holz
schnitzerei  in  Garmisch,  Partenkirchen  und  Oberammergau  sowie  die  Papierfabrikation
  bei  (Gmund  am  Tegernsee.  In  den  niedrigeren,  mattenreichen  Land
schaften  bilden  neben  der  Waldwirtschaft  auch  die  Viehzucht  und  der  Handel  mit
Milch  und  Butter  einen  hervorragenden  Erwerbszweig.  Das  Vorkommen  von  schönen
Marmorsorten,  hauptsächlich  bei  Tölz,  Neubeuren  am  Jun  und  Tegernsec,  die
(Zewinnung  von  Gips,  Zement  und  Kreide  sowie  der  Abbau  von  Brannkohlen  bei
Miesbach,  Peißenberg  und  Penzberg  gibt  Hunderten  von  Arbeitern  lohnenden
Verdienst.  Eine  Haupteinnahmequelle  bildet  auch  der  rege  Fremdenverkehr  dieser
Gegenden,  namentlich  dort,  wo  neben  der  Pracht  der  Alpenwelt  die  Eigenart
großartiger  Bau
werke  lockt  Men
schwanstein,  Linderhoff.
  Im  ganzen
weist  jedoch  das  (debiet
  eine  ziemlich
spärliche  Bevölkerung
auf  (etwa  50  Einwohner
  auf  1  km),
und  größere  Städte
sehlen  ganz.

   

—  —  .  ’

 

Die  Berchtesgadener
Alpen.

Die  Bergwelt
des  Berchtesgadener
Landes  ragt  wie  eine
Halbinsel  bereits  In  Höllental.