Full text : Reichs-Gesetzblatt. 1886. (20)

V,  Tädirung  zwischen  Abt  u.  Konvent  1460  Febr.  23.  23

uud

und  nach  aller  notdurfit  verschryben  soll  nach  innhalt  der  uszkerbeten
  nottel!)  der  yeder  tail  eine  hat  und  darinn  dann  die  zult
und  zehenden  die  die  IIIIC  gulden  ertragen  und  die  sie  dafur
haben  sollen  aigentlich  benent  und  geschriben  sint,  und  damit  so
sol  unser  herre  von  Elwangen  als  der  probst  dem  convenfte  als
den  corherren  und  den  vieariern  embrochen  und  furter  nieht  mer
zugeben  noch  zutün  schuldig  sein  weder  wenig  noch  vil  ongeverde.
Und  uff  solichs  so  sollen  die  herren  vom  convent  so  bald  die  verwandlung
  beschicht  und  sie  zu  eorherren  bestatt  werden  unserm
herren  von  Elwangen  als  dem  probst  und  der  probsty  hinwiderum
in  Iyptingswyse  sein  leptag  und  nicht  lenger  alle  jar  jerlich  und
eins  yeden  jars  besunder  IIC  gulden  guter  Rynischer  schen,  namlich
  C  gulden  Walpurgis  und  C  gulden  Martini,  und  im  die  auch
nach  notdurfft  verschryben  und  versichern  nach  innhalt  der  us4-kerbeten
  nottel  darım  semacht  der  auch  yeder  tail  yetzund  aine
hatt  und  sollen  baid  obgemeldt  verschrybungen  und  brieve  so  bald
die  verwandlung  beschicht  uff  ein  zeit  und  miteinander  uffgericht,
gevertigt  und  ubergeben  werden.  Und  von  der  alten  schuld  wegen,
die  die  appty  yetzund  und  uff  hiut  datum  dits  briefs  noch  schuldig
ist,  ist  betadingt:  ob  der  obgenant  herr  Johanns  abbt  so  er  zu
cinem  probst  bestatt  wurdt  furter  ein  newe  schuld  entnemen  und
uszbringen  und  ein  alte  schuld  damit  abzalen  wolt,  daz  dann  die
hern  vom  convent  als  corherren  die  brief  darum  lutend  mit  des
cappittels  insigel  ongeverd  versigeln  sollen  als  offt  das  not  tät,
doch  also  daz  sie  auch  ein  wissend  haben  daz  daz  entnomen  gelt
an  die  alten  schuld  und  sunst  nyendert  gegeben  werd;  ob  aber
der  obgenant  herr  Johanns  als  ein  probst  gelt  ufbringen,  ein  new
schuld  machen  und  nit  alt  schuld  damit  abzalen  wolt,  so  mogen
die  corherren  darinn  tfin  und  lassen  nach  gestalt  der  sach  und
nach  dem  und  sie  deshalb  nuez  oder  schaden  empfinden  alles
ongeverd.  Und  des  zu  guter  urkund  so  haben  wir  obgenant
tadingsmann  alle  dry  diser  unser  tading  und  entschaidung  yedem
tul  einen  spruch  brieff  gegeben  und  den  mit  unser  aller  dryer
aigen  insigeln  versigelt  uns  on  schaden.  Und  wir  Johanns  von
Gottes  gnaden  appte,  Georius  techant  und  der  convent  gemainlich
des  stifits  Elwangen  vorgenanten  bekennen  an  diesem  brfief)  daz
alle  vorgeschriben  tading  und  beredung  mit  unserm  zuten  wissen

10

15

20

30

35

')  nottel,  notel,  aus  mittellat.  notula,  schriftliche  Aufzeichnung,  Abschrift
einer  Urkunde,  Notariatsinstrument.  Grimm,  Wörterbuch  VII,  904.