Tabak — Taubbheit. 811
Lehrbücher, nicht aber in Schriften, die den Laien befähigen sollen, seine
Lebensweise vernünftig einzurichten und sich vor Erkrankungen zu schützen.
T.
Tabak. (Siehe „Nikotinvergiftung“.) Man schnupft, kaut und raucht
diese Pflanze, welche einen narkotischen Bestandteil enthält und nur in wärmeren
Ländern gedeiht. Die Tabakpflanze kam erst im 16. Jahrhundert ans Amerika
nach Europa, wo sie anfangs als Giftpflanze bekämpft wurde.
Tabes, siehe „Rückenmarkserkrankungen“.
Tanzen. Es ist schon im sechsten Kapitel unter „Sport“ erwähnt.
Mäßig geübt schadet es
Gesunden nicht, Kranke
aber, insbesondere Lungen=
oder Herzkranke,
oder an Uterusblutungen
Leidende müssen sich davor
hüten. Es strengt
vor allem Herz, Lunge
und Haut an und sollte
daher nur in reiner Luft
und lockerer Kleidung
ausgeübt werden, ferner ---ohne
vorher durch alko— Fig. 445. Temperaturmessung in der Achselhöhle.
holische Getränke den
Körper erhitzt zu haben. Leider geschieht gerade das Gegenteil davon!
Daher die so häufigen Erkrankungen nach Bällen.
Caubbeit. Sie kann eine vollständige sein, wenn das Ohr die
Hörfähigkeit ganz verloren hat, und eine nur teilweise, wenn das Unterscheidungsvermögen
für nahe oder deutliche Geräusche geblieben ist. Im
letzteren Falle spricht man von Schwerhörigkeit, die durch Veränderung
der schalleitenden Teile des Ohres entsteht, im ersten Falle von Taubheit,
welche auf Krankhaftigkeit der schallempfindlichen Teile zurückzuführen ist.
Die absolute Taubheit kann angeboren oder auch erworben sein; im ersteren
Falle zieht sie auch Stummheit nach sich, weil das Kind zur Nachahmung von
Tönen, die es nie gehört hat, nicht veranlaßt wird. Solche unglücklichen
Kinder gehören am besten in eine Taubstummen-Anstalt. — Die Schwerhörigkeit
dagegen ist oft heilbar, sofern es sich nicht um Zerstörung einzelner Teile
des Ohres handelt. Ihre Ursache kann sowohl im äußeren Gehörgang
liegen, wie am Trommelfell, oder in der Paukenhöhle und von schweren Ent—
zündungen mit Eiterungen zurückgeblieben sein. Mit zunehmendem Alter bemerkt
man oft auch eine Abnahme der Empfindlichkeit des Hörnervs oder
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